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Lebendiger Nachhall der Hippie Bewegung Autoren:
Jochen Schilk
AUF DER SUCHE NACH DER INTEGRALEN KULTUR
Der amerikanische Soziologe Paul H. Ray hat in einer vielbeachteten und nun auch in Deutschland diskutierten Studie nachgewiesen, dass in Amerika unbemerkt die große soziologische Gruppe der „Kulturell Kreativen“ entstanden ist (rund 24% der Bevölkerung). Sie wäre dazu in der Lage, tatsächlich eine neue Kultur hervorzubringen, die so genannte „integrale Kultur“, in der zukunftsfähige Aspekte aus Traditionalismus und Modernismus ein neues Ganzes bilden. Die Errungenschaften der Aufklärung wie rationale Vernunft und selbständiges Denken finden darin zur Synthese mit den im Modernismus oft als „irrational“ abgelehnten Dimensionen des Menschen wie Spiritualität, Hinwendung zur Gemeinschaft und Verbindung mit der Natur. (Mehr zu Rays Studie im Internet: www.kulturkreativ.net). Noch ist diese integrale Kultur jedoch keineswegs manifest, wir erkennen sie lediglich als Potenzial, das offenbar in allen gesellschaftlichen Schichten und Strömungen gleichermaßen vorhanden ist. Mit der Artikelreihe „Auf der Suche nach der integralen Kultur“ gehe ich der Frage nach, wie eine Welt aussehen könnte, die wesentlich von den Kulturell Kreativen mitgeprägt wird. Dabei suche ich vor allem nach Impulsen aus Kulturen, die sich noch weitgehend unbemerkt am Rand des gesellschaftlichen Mainstreams entwickeln, möglicherweise aber kreative Zukunftswerkstätten für die Evolution einer integralen Kultur sind. Um das „Brainstorming“ anzufachen, beginne ich mit dem Phänomen der „Rainbow-Family“. Sie möchte wesentliche Aspekte aus der Lebensweise der Stammeskulturen in unsere Zeit hinüberretten. Ist das überhaupt möglich? Oder werden hier nur naive Wünsche im Nachklang der Hippie-Zeit befriedigt?
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