|
| Artikel von Ausgabe 131 (9) |
| Gemeinschaft Schloss Glarisegg |
|
Ein Zentrum für Begegnung, Wachstum und Lernen im Aufbau.Martina Schwald berichtet über Geschichte und Pläne. Autoren:
Martina Schwald
Das ehemalige Waldorf-Internat Schloss Glarisegg liegt auf der schweizerischen Seite des Bodensees auf einem fünf Hektar großen Gelände mit vier weiteren geräumigen Gebäuden und einem eigenem Strand. Lange Zeit stand es leer. Am 24. Oktober 2003 konnte das Anwesen von einer Gruppe unternehmungsfreudiger Menschen mit Visionen und Tatkraft gekauft werden, die als Gemeinschaft dort zusammenleben und gemeinsam ein besonderes Zentrum aufbauen wollen.
|
|
| |
| Es geht auch ohne Pillen |
|
Der ganzheitliche Ansatz von Family Care hilft hyperaktiven Kindern. Autoren:
Brigitte Seeger
Ein Team von Fachärzten, Heilpraktikern und Beratern hat im Jahr 2001 unter dem Dach des Instituts „Family Care“ zu einem Forum für interdisziplinäre Zusam-men-arbeit in Düsseldorf zusammengefun-den. Indem die Teammitglieder ihr spezielles Fachwissen einbrachten, konnten die Ursachen von Hyperaktivität sowie Lern- und Wahrnehmungsstörungen identifiziert werden. Auf dieser Basis wurden ganzheit-liche Therapiekonzepte entwickelt, die inzwischen als gesunde und wirkungsvolle Alternativen zur üblichen Behandlung mit Psychopharmaka erprobt sind.
|
PDF-Version (179.95 KB) |
| |
| Gott, Göttin und die Welt |
|
Lara Mallien und Johannes Heimrath porträtieren die Redakteurin und Übersetzerin Monika Gödecke Autoren:
Johannes Heimrath
Lara Mallien
Mit fünf Jahren malte sie einer Jesusfigur auf dem christlichen Kinderlesebuch mit einem blauen Stift Hörner auf den Kopf: „Der liebe Gott und der Teufel, das gehört doch zusammen“, erklärte sie ihrer verblüfften Tagesmutter.
Monika Gödecke holt 1952 im katholischen Sauerland zum ersten Mal tief Luft. Als Teenager zieht sie mit ihrer Familie nach Bayern und studiert schließlich an der Reformuniversität Regensburg katholische Theologie und Romanistik. Das Theologiestudium ist jedoch nicht genau das, was sie sucht, sondern deutet nur die Richtung an: „Es ging mir um Gott, Göttin, und die Welt …“ Ihre Wunschkombination sind die Studienfächer Geschichte und Romanistik, aber das lässt sich nicht verwirklichen. So legt sie ihren Schwerpunkt auf Bibel und Kirchengeschichte – und dort besonders auf die Gruppen, die von der Kirche abgelehnt und verfolgt werden: Juden, Häretiker, Hexen – das werden ihre Themen. Ihre Dissertation verfasst sie über den Kirchenvater Eusebius von Caesarea, der im 4. Jahrhundert die erste Kirchengeschichte schrieb, die mehr war als eine reine Chronik. Darin bezeichnet er alle für das Christentum „nützlichen“ Gestalten des so genannten Alten Testaments als Hebräer, alle übrigen aber als Juden – und letztere Bezeichnung ist eindeutig negativ gemeint, zumal Eusebius in ihnen die „Gottesmörder“ sieht. Damit begründet er eine unheilvolle Tradition.
„Minderheiten – ich hatte schon damals das vage Gefühl, dass dieses Thema viel mit mir persönlich zu tun hat“, sagt Monika Gödecke im Rückblick. „Als Lesbe gehöre ich einer Minderheit an, die nicht immer so respektiert und geduldet wurde, wie heute hierzulande.“
|
|
| |
Ohne Schule lernen
|
Internationale Studien belegen: Zu Hause lernt sich’s besser. Anke Caspar-Jürgens gibt einen Überblick.
Autoren:
Anke Caspar-Jürgens
In verschiedensten Ländern der Welt lernen Kinder in ihrem privaten Umfeld. Ihre Anzahl steigt rasant. Eine Reihe von internationalen Studien beweist, dass ihr Lernen, die Entwicklung ihrer Persönlichkeit und ihre soziale Integration in der Regel erfolgreicher gelingen als bei Schulkindern.
Bei dem Versuch, die wesentlichen Inhalte der Studien im Deutschen zusammenzufassen, geriet ich an ein Übersetzungsproblem: Was ist eigentlich unter Home Education, HomeSchooling, Unschooling usw. zu verstehen? Welche deutschen Begriffe können diese Inhalte transportieren? Da jede Familie letztlich ihren Weg gemäß ihrer eigenen kulturellen Tradition, ihren sozialen, wirtschaftlichen und sonstigen Bedingungen entwickelt und dieser Weg im Verlauf der familiären Zusammenarbeit, des Zusammenlebens sich auch noch prozesshaft verändert, habe ich mich für eine Bezeichnung entschieden, die übergreifend für alle Varianten stehen soll: „Bildung zu Hause“. Dieser Begriff beinhaltet den gesamten Prozess des physischen, emotionalen und intellektuellen Lernens eines Menschen in und mit seinem sowie durch sein soziales Umfeld. Er entspricht damit nach meiner Auffassung am ehesten dem Begriff Home Education. Home Schooling signalisiert für mich, dass das Lernen zu Hause sich am schulischen Konzept orientiert, während Unschooling sich davon deutlich absetzt, indem hier die Interessen und Bedürfnisse des Kindes leitend sind.
|
|
| |
Tierhaltung mit Augenmaß? Ja!
|
In der Diskussion um Tierhaltung im Ökodorf Sieben Linden plädiert Eva Stützel für einen achtsamen und maßvollen Umgang mit Tieren
Autoren:
Eva Stützel
Auch wenn die gemeinsamen Mahlzeiten im Ökodorf Sieben Linden vegetarisch sind, essen doch -viele Bewohner Fleisch, das von Biohöfen stammt. Eva Stützel plädiert dafür, Tierhaltung an sich nicht zu verteufeln, sondern auch in diesem Bereich verantwortungsvoll Selbstversorgung zu praktizieren.
|
|
| |
Setzen wir dem Tierleid ein Ende!
|
In der Diskussion um Tierhaltung im Ökodorf Sieben Linden tritt Silke Hagmaier für die vegane Ernährung ein
Autoren:
Silke Hagmaier
Alle ökologischen und ethischen Gründe sprechen gegen Tierhaltung, argumentiert Silke Hagmaier. Sie sieht in der Entscheidung zur veganen Ernährung einen Paradigmenwechsel hin zu mehr Menschlichkeit, vergleichbar mit der Anerkennung der Gleichberechtigung von Frauen oder Andersfarbigen.
|
|
| |
Warum Sie mittags besser grasen gehen sollten
|
Eine Zusammenstellung motivierender Argumente von Silke Hagmaier
Autoren:
Silke Hagmaier
Tun Sie es für die Tiere:
Wussten Sie schon,
• dass in der BRD jährlich 450 Millionen Tiere geschlachtet werden – zuzüglich zu 1,8 Millionen Tierversuchsopfern?
• dass Kühe alle 400 Tage ein Kalb zur Welt bringen müssen, damit ihre Milch fließt?
• dass 80% der europäischen Rindfleischproduktion ein Nebenprodukt der milcherzeugenden Industrie ist?
• dass Lab (das Gerinnungsmittel für die Käseherstellung) nur aus dem Magen als Neugeborene geschlachteter
Kälber gewonnen wird?
|
|
| |
| Gesellschaft im Konsens |
|
Heide Göttner-Abendroth führt in die moderne Matriarchatsforschung ein Autoren:
Heide Göttner-Abendroth
Mit dem Kongress „Gesellschaft in Balance“ im September 2003 hat die moderne Matriarchatsforschung einen entscheidenden Schritt in die Öffentlichkeit getan. KursKontakte möchte dies weiter begleiten und wird auf diesen Seiten Matriarchatsforscherinnen und -forscher zu Wort kommen lassen. Den Anfang bildet der Einführungsvortrag zum Kongress von Heide Götter-Abendroth.
|
PDF-Version (216.27 KB) |
| |
| Wüsten-Wunder |
|
Jens Heisterkamp schildert die Sekem-Initiative in Ägypten Autoren:
Jens Heisterkamp
SPUREN EINER NEUEN KULTUR
Immer öfter spricht man von der neuen Bevölkerungsgruppe der „Kulturell Kreativen“ – sie sollen ein Viertel der westlichen Gesellschaften ausmachen (http://www.kulturkreativ.net). Kulturell Kreative gibt es in allen Schichten. Ihr aktiver Kern schafft die Bau-steine einer neuen, „integralen“ Kultur, die auf Nachhaltigkeit setzt. Vernunft und selbständiges Denken finden darin zur Synthese mit Spiritualität, Hinwendung zur Gemeinschaft und Verbindung mit der Natur. Noch ist diese auftauchende Kultur keineswegs manifest. Mit dieser Artikelreihe gehe ich der Frage nach, wie eine Welt aussehen könnte, die von den Kulturell Kreativen mitgeprägt wird. Anlässlich der Verleihung des alternativen Nobelpreises an Ibrahim Abouleish im letzten Dezember soll sein eindrucksvolles Projekt hier in einer Reportage vorgestellt werden, die bereits im Jahr 2002 in der Zeitschrift „info3“ erschien. Der Autor ist zugleich Chefredakteur des Magazins, das der Frage nach der Bedeutung der Anthroposophie in unserer Zeit gewidmet ist. Jochen Schilk
|
PDF-Version (175.18 KB) |
| |
|
|
Partner
|
|
|