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Impressum
Artikel von Ausgabe 134 (8)
Wir brauchen uns nur zu erinnern
Barbara Aigmüller und Clemens Zerling porträtieren den Biotechnologen Christoph Fischer

Autoren: Barbara Aigmüller Clemens Zerling

"Wir müssen erkennen, wie unsere Umwelt und wir selbst funktionieren und dass die Erde ein lebendiger Organismus ist. Wenn wir gedankenlos so weitermachen wie bisher, haben wir bald ein sehr ernsthaftes Problem. Es reicht nicht, irgendwelche Produkte oder Szenarien zu entwickeln. Der Mensch muss sich ebenfalls mit entwickeln. Alles liegt in mir. Diese Erkenntnis muss sich durchsetzen. Wir sind der Schöpfer, wir beeinflussen die Qualität von Wasser, Luft und Erde. Beim Wasser können wir es jetzt schon sichtbar machen. Alles reagiert ständig auf uns, auf unser Denken, Reden und Tun. Augenblicklich reagiert alles auf unsere Ängste und spiegelt uns das, was wir befürchten. Den derzeitigen Niedergang an vielen Fronten halte ich im wesentlichen für hausgemacht!“

 
Kooperative Kleinexistenzen
Alice M. Krins stellt kreative Lösungansätze gegen die wachsene Armut in den Industrieländern vor.

Autoren: Alice M. Krins

Die großen Worte unserer Politiker zu möglichen Auswegen aus der stetig wachsenden Arbeitslosigkeit berühren kaum noch jemanden. Wer es nicht aus bitterer Erfahrung kennt, weiß zumindest soviel: Der Zug ist abgefahren, mit immer neuen „Maß-nah-men“ kann niemand den Abwärtstrend stoppen. Für ländliche Gegenden sagen Urbanistik-Forscher einen drastischen Bevölkerungsrückgang in den nächsten 20 Jahren voraus. Aber: Es gibt sie, die Menschen, die sich nicht vertreiben lassen, sondern wieder von und mit der Erde leben. Die Initiative von Alice Krins deutet die Richtung an.

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Lasst uns begeisterte Lerner sein!
Anke Caspar-Jürgens präsentiert Argumente einer kanadischen Homeschoolerin und kommentiert Pläne zur Bildungsreform.

Autoren: Anke Caspar-Jürgens

Wer nicht erlebt hat, wie das Lernen von Kindern, auch der Erwerb von anspruchsvollem Wissen, zu Hause stattfindet, hat meist viele Fragen, wie und ob das möglich ist. Das ist auch in Ländern so, in denen Home-Education legal ist, denn die Institution Schule gilt überall als die Norm. Diana Sandberg aus British Columbia, deren Kinder zu Haus gelernt haben (jetzt, als Teenager, möchten sie in eine Schule ihrer Wahl gehen), hat in einem fiktiven Interview alle Fragen zusammengefasst, die ihr in der Regel zu diesem Thema gestellt werden. Der Beitrag erschien erstmals im kanadischen „Homeschooling Magazine“ im Jahr 1997. In der Folge verwende ich anstelle von Home-Education die deutsche Übersetzung „Bildung zu Hause“.


 
„Nur Stämme werden überleben!“
Iris Kunze über Gemeinschaften und Ökodörfer als Lebensformen auf dem Weg aus der sozialen und ökologischen Krise

Autoren: Iris Kunze

Was bedeutet die Prophezeiung des Indianerführers Vine Deloria Jr. heute? Können Gemeinschaften als moderne Stammeskulturen Modelle für eine zukunftsfähige Lebensweise sein? Iris Kunze erforschte in der Kommune Niederkaufungen und im Ökodorf Sieben Linden, welche Ansätze bereits vorhanden sind und wie sie gesellschaftlich wirken.

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Blütezeit für Ökodörfer im Senegal
Jonathan Dawson berichtet über die beispielhafte Arbeit des Global Ecovillage Network (GEN)

Autoren: Jonathan Dawson

Nachhaltigkeit bedeutet in Entwicklungsländern den schonenden Umgang mit knappen natürlichen und finanziellen Ressourcen. Einfache naturnahe Techniken und basisnahe gemeinschaftliche Lösungen können auf einer reichen kulturellen Tradition afrikanischer Dörfer aufbauen. Jonathan Dawson erzählt von einer Erneuerungsbewegung, die sich im Senegal immer weiter auszubreitet.

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Gemeinschaften als zukunftweisende Lebensform?
Peter Dangelmayer stellt die Ergebnisse einer empirischen Studie vor

Autoren: Peter Dangelmeyer

Erstmals wurde in einer wissenschaftlichen Studie der Universität Kassel in Kooperation mit der Kommune Niederkaufungen erforscht, worin tatsächlich die Vorteile einer gemeinschaftlichen Lebensweise für die Umwelt und die soziale und ökonomische Lebensqualität liegen. Das von Peter Dangelmayer vorgestellte Ergebnis ist ermutigend und gleichzeitig eine Herausforderung zu weitergehenden Konsequenzen. Denn von wirklicher Nachhaltigkeit sind selbst Gemeinschaftsprojekte noch weit entfernt.

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Suche nach dem Ort der Stille
Ausdruck eines Wertewandels: Retreat-Center als moderne Klöster

Autoren: Wolfgang Schmidt-Reinecke

Im Zentrum von Hamburg-St.Pauli haben junge Leute eine ehemalige Schiffsschraubenfabrik in ein Meditations-Zentrum verwandelt. In Berlin erfuhr laut einem STERN-Bericht eine frühere Autowerkstatt eine erstaunliche Umwidmung zu einer spirituellen Rückzugsoase für berufstätige Großstädter. Noch öfter jedoch sind es in idyllischer Landschaft in historischen Villen und Schlössern eingerichtete Retreat-Center, die mit einem großen Angebot für Körper, Geist und Seele das zunehmende Inter-esse vieler Zeitgenossen nach individuellen Lebensalternativen und ideo-logiefreien Sinnerfahrungen beantworten.



 
Zauber-Eicheln
Der Wiederaufbau unseres Planeten beginnt mit dem Pflanzen von Wald. Jochen Schilk berichtet über Aufforstungsprojekte in aller Welt

Autoren: Jochen Schilk

SPUREN EINER NEUEN KULTUR
Die „Kulturell Kreativen“ sollen ein Viertel der westlichen Gesell-schaften ausmachen (http://www.kulturkreativ.net). Ihr aktiver Kern schafft die Bausteine einer neuen, „integralen“ Kultur, die auf Nachhaltigkeit setzt. Vernunft und Selbstverantwortung finden darin zur Synthese mit Spiritualität und Gemeinschaftssinn. Noch ist diese auftauchende Kultur keineswegs manifest. Mit dieser Artikelreihe lade ich ein, über eine Welt nachzudenken, die von den Kulturell Kreativen mitgeprägt wird.
Nach den beiden vorangegangenen Beiträgen über historische und aktuelle Gemeinschaftsgarten-Projekte befasse ich mich diesmal mit erfolgreichen Aufforstungsprojekten. In der nächsten Ausgabe von KursKontakte werde ich die Reihe über mögliche andere, grünere Welten mit einem Baumpflanz-Special abrunden.

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