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| Artikel von Ausgabe 138 (12) |
| Editorial |
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Autoren:
Johannes Heimrath
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| Menschenbild - Weltbild - Gesellschaftsbild |
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Ein Veranstaltungsbericht von Bernd Herxen Autoren:
Bernd Hercksen
Das ganzheitliche Gesellschaftsprojekt Dynamik5 traf sich im November letzten Jahres am Dornacher Goetheanum, um Fragen eines neuen, tragfähigen Weltbilds zu erörtern. Bernd Herxen fasst das Referat von Gil Ducommun über die integrale Weltanschauung nach Jean Gebser und Ken Wilber zusammen.
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| Terra lucida -die durchlichtete Erde |
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Mitglieder des Holon-Netzwerks stellen sich vor. Diesmal: Die Anima Mundi Akademie. Von Siegfried Prumbach Autoren:
Siegfried Prumbach
Angesichts der schrecklichen Katastrophen in der Welt - täglich verhungern aus Armut 130000 Menschen, vor allem Kinder - ist es mehr als richtig, von unserem Überfluss zu geben und Geld für die Hinterbliebenen zu spenden. Allein das Leid kann dadurch nicht gemindert werden. Diese Unterstützung, wie dringend sie auch nötig ist, hat keinen Einfluss auf die Ursache solcher Katastrophen.
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| Das Schuldgeld-Syndrom |
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Ein Abfall vom Glauben. Von Eberhard Hierse Autoren:
Eberhard Hierse
Geld ist knapp und wertvoll, denn die meisten haben zu wenig davon und arbeiten hart dafür – so sie glückliche Besitzer eines Arbeitsplatzes sind. Den ersten Teil dieser Aussage sollen wir, die wir für wertvolles Geld arbeiten müssen, glauben. Der zweite Teil ist eine Tatsache. Eberhard Hierse zeigt, wer das Geld wie macht und warum die „Geldmacher“ zu viel davon haben und die allermeisten zu wenig. Er überlegt, wie Geld beschaffen sein müsste, von dem alle genug haben, und das dennoch wertvoll ist.
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| Netzwerkarbeit |
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Werner Binder denkt über Schritte zu einem neuen Bewusstsein nach. Autoren:
Werner Binder
Netzwerke funktionieren nicht von alleine. Sie bedürfen bestimmter Voraussetzungen oder Ordnungen und folgen in der Entwicklung Prozessen, die es zu erkennen gilt. Werner Binder, einer der Gründer von Holon, berichtet aus seinem Erfahrungsschatz über die Netzwerkarbeit.
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| Nummer Vier lebt! |
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Gibt es das, einen klassischen Wirtschaftswissenschaftler, der „kulturell kreativ“ ist? Eberhard Hierse hat ihn gefunden: Thomas Betz Autoren:
Eberhard Hierse
Das Jugendstilhaus liegt in Kreuzberg am Landwehrkanal. Ich steige in den vierten Stock und betätige den Jugendstil-Klingelgriff an der Jugendstiltür. „Füße abtreten!“, grüßt Thomas Betz, 44.
Das ist für ihn ein besonderes Alter. 44, zweimal die Vier. Vieren allenthalben in der Wohnung. Fotos von Nummernschildern und Hausnummern voller Vieren, eine Billardkugel (natürlich die 4), ein Vier-Pfennig-Stück von 1932 hinter Glas („Bei finanzieller Not Scheibe einschlagen“), alles dreht sich um seine Glückszahl, die Vier. Ich störe ihn gerade beim Abspülen, das er sehr genau nimmt. Da fällt mir ein: Ich befinde mich in einem Haus mit der Nummer 4 im 4. Stock, und Thomas ergänzt: „Auch mein Keller ist natürlich der mit der Nummer 4, und die Nummer meiner Kreditkarte enthält die ‚4444‘, vier Mal hintereinander die Vier! Das ist nur noch feinstofflich zu erklären!“ Doch der Wirtschaftswissenschaftler verehrt nicht nur seine Zahl, sondern auch hingebungsvoll die Rolling Stones, den Regisseur Stanley Kubrick, den Physiker Albert Einstein und das tschechische (und nicht etwa das US-amerikanische) Budweiser-Bier: In der Küche ist eine Extra-Ecke für diesbezügliche Devotionalien eingerichtet.
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| Geld-Demokratie |
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Immer mehr Regiogeld-Initiativen wollen regionale Wirtschaftskreisläufe ankurbeln.Ein Überblick von Thomas Seltmann Autoren:
Thomas Seltmann
Die Regionalwährung „Chiemgauer“ aus Prien am Chiemsee steht Pate beim Geld der Antiglobalisierer, das in Deutschland eine unerwartete Blüte erlebt. „Regio ergänzt Euro“ ist das Motto der zur Zeit bundesweit zwölf Bürgeriniativen, die dem Kaufkraftabfluss aus ihren Regionen entgegenwirken wollen. Weitere vierzig Initiativen bereiten eigene Projekte vor.
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| Komplementärwährungen |
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Der sanfte Weg in eine neue Zivilisation. Der Schweizer Ökonom Hans-Peter Studer sprach mit dem Geldexperten Bernard Lietaer. Autoren:
Hans-Peter Studer
Wie Jonathan Dawson in der Ausgabe 135 von KursKontakte am Beispiel der Gemeinschaften Findhorn und Damanhur gezeigt hat, sind regionale Komplementärwährungen – wie z.B. der „Chiemgauer“ hier in Deutschland – erfolgreich bei der Förderung der regionalen ökonomischen und sozialen Entwicklung. Obwohl es auf der Welt mittlerweile 2600 solcher regionaler Währungen unterschiedlicher Ausprägung – komplementär zu den nationalen – gibt, werden diese von Politikern und Ökonomen immer noch als Spleen einiger Alternativer belächelt. Der international bekannte Währungsfachmann Bernard Lietaer hingegen, dessen Lebensgeschichte bereits in einem Portrait in KursKontakte Nr. 129 (www.kurskontakte.de) dargestellt wurde, betont die große Bedeutung solcher Komplementär-währungen für eine grundlegende ökonomische und -kulturelle Transformation. Die Einführung von Komplentärwährungen sei ein sanfter Weg hin zu einer anderen Welt.
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| Leben und Lernen |
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Viele Eltern sind auf der Suche nach Alternativen zur Schule. Anke Caspar-Jürgens gibt den Erfahrungsbericht einer Mutter wieder, der zugleich ein Aufruf zur Vernetzung betroffener Eltern ist. Autoren:
Anke Caspar-Jürgens
In unserer Zeit der Postmoderne sind besonders in Deutschland die modernen Formen des Lernens so gut wie unbekannt. Alternativschulen, die Vorläufer der gegenwärtig sich formierenden Bewegung für ein konsequent selbstverantwortliches Lernen im Leben, lassen bei der Mehrheit unserer MitbürgerInnen immer noch einen Schauder über den Rücken laufen: „Diese Kinder sind arm dran, sie werden im Leben nicht bestehen.“ Das Gegenteil ist der Fall, wie es internationale Studien zur Genüge belegen.
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| Mut und Neugier auf das, was kommen will |
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Wie Gemeinschaft durch Kreativität entsteht. Ein Bericht aus dem ZEGG von Barbara Stützel. Autoren:
Barbara Stützel
Die Sängerin und Schauspielerin Barbara Stützel berichtet aus ihrem kreativen Leben in der ZEGG-Gemeinschaft bei Berlin. Sie ist der Überzeugung: Kunst kommt nicht von Können, sondern aus der Lust am Gestalten. Kreativität ist nicht nur auf die Künste beschränkt, sondern sollte das ganze Leben durchdringen. Sie zeigt auf, wie in ihrer Gemeinschaft die Kunst den Alltag mitgestaltet und so zu einem Sprungbrett in ein aufregendes Leben wird.
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| Beim gemeinsamen Geld fängt die Freundschaft erst an |
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Die gemeinsame Ökonomie der Initiative „Club99“ im Ökodorf Sieben Linden. Ein Bericht von Martin Stengel. Autoren:
Martin Stengel
Martin Stengel glaubt nicht, dass die Freundschaft beim Geld aufhören muss. Im Gegenteil, hier erst beginnen die spannenden Auseinandersetzungen. Er berichtet über seine herausfordernden Erfahrungen mit der gemeinsamen Ökonomie des Club99 im Ökodorf Sieben Linden.
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| Lebens-Aufgabe |
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Jochen Schilk schildert das Leben des Ethno- und Ökoaktivisten Thierry Sallantin. Autoren:
Jochen Schilk
Als ich Thierry Sallantin im Sommer 2003 zum ersten Mal in einem Hochtal der französischen Pyrenäen begegnete, trug er auf immerhin 1600 Metern Seehöhe nichts als einen roten Lendenschurz. Jetzt, im Februar 2005, will er auf seiner Vortragstournee auch in unserer Dorfgemeinschaft vorbeikommen, und ich frage mich, wie sich der Mann, der 14 Jahre im südamerikanischen Regenwald verbracht hat, gegen die Unbilden des nordeuropäischen Winters schützt. Fast enttäuscht bin ich, als er schließlich in einem Outfit erscheint, das eher an Inuits als an Indios erinnert … Noch am Abend seiner Ankunft kommentiert er für uns einen Film über die Situation in Französisch-Guyana (siehe Kasten), und am folgenden Tag habe ich Gelegenheit, bei einer langen Wanderung seine außergewöhnliche Lebensgeschichte zu hören. Thierry erzählt sie in einem Mischmasch aus Deutsch und Englisch, eingefärbt mit einem charmanten französischen Akzent.
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