Family Care – ganzheitliche Therapiemethoden für Familien
Der Bereich, in dem der Aspekt Heilung in unserer Gesellschaft wohl am Wichtigsten ist, ist die Beziehung zu unseren Kindern. Nachdem wir im letzten Beitrag über die Misere im deutschen Gesundheitswesen berichtet haben, greifen wir hier ein positives Beispiel einer privaten Initiative auf, die sogar mit Krankenkassen zusammenarbeitet und weitere Ableger gründen wird: Das Projekt Family Care bietet holistische Therapie- und Präventionsmaßnahmen an, in der Anfangsphase des Projekts insbesondere für verhaltensauffällige und hyperaktive Kinder, um Alternativen zur Behandlung mit dem Psychopharmakum Ritalin aufzuzeigen.
Der „Informations- und Bildungskreis zur Verbreitung alternativer Medizin, komplementärer Therapien und Heilmethoden“ hat mit einem neuen Projekt begonnen. Unter dem Motto „Family Care“ bietet er Hilfe für Eltern an, die sich mit der Erziehung ihrer Kinder, die vorschnell und ungerechtfertigt als „hyperaktiv“ charakterisiert werden, überfordert fühlen und unsicher sind.
Family Care stellt für Familien Räume bereit, in denen Wissenserwerb, Kreativität und Erziehungshilfen gegeben werden, und es beschreibt Wege ganzheitlicher und schulmedizinischer Ansätze zur Behandlung von Erkrankungen. In Zeiten erhöhter Anforderungen an Eltern und Kinder soll mit Family Care ein Anlauf- und Treffpunkt geschaffen werden, der die Isolation von Familien beendet und Hilfen zur Bewältigung von Lebens- und Gesundheitsproblemen aufzeigt. Es hat sich gezeigt, dass schädigende Verhaltensweisen insbesondere durch den Mangel an wesentlichen Informationen entstehen, was in der Folge zu sozialen und körperlichen Fehlleistungen führen kann. Um hier bereits präventiv entgegenzuwirken, möchte Family Care Wissen vermitteln und damit die Möglichkeit schaffen, die Kompetenz von Familien, mit Problemen und Fragestellungen umzugehen, zu erweitern. Das gemeinsame Lernen ernährt und bestärkt den Familienzusammenhalt.
Behandlung hyperaktiver Kinder
Im Folgenden möchte ich die unterschiedlichen Angebote beschreiben, mit denen Family Care auf die Herausforderung der gesellschaftlichen Aufgabe reagiert, Familien in einem gesunden Wachsen zu unterstützen. Diese Arbeit zeichnet sich durch das Zusammenwirken von Wissen und Fähigkeiten verschiedenster Ärzte und Therapeuten aus. Bei der Beratung und Betreuung von betroffenen Eltern und ihrer Kinder hat sich z.B. die Astromedizin, durchgeführt von einer Ärztin, als sehr hilfreich erwiesen. So überraschend es auch klingen mag: durch die Auswertung der astrologischen Daten der hilfesuchenden Menschen konnten in einigen Fällen Rückschlüsse auf die Entstehung der Ursachen gezogen und diese ausgeglichen werden. Die Arbeit von Family Care ist projektbezogen. In der Gründungsphase steht die Unterstützung von Eltern oder Alleinerziehenden mit verhaltensauffälligen bzw. hyperaktiven Kindern im Vordergrund. Die bisherige konventionelle Behandlungen hyperaktiver Kinder ist durch allgemeine Hilflosigkeit gekennzeichnet. Üblicherweise wird das Psychopharmakum Ritalin verschrieben, das die Anpassungsfähigkeit der Kinder beeinflusst, so dass diese für ihre Umwelt „tragbar“ werden. Aber auch Hyperaktivität hat ihre Entstehungsgeschichte. Diese Faktoren werden in der Beratung durch Family Care einbezogen, um nicht das Symptom der Hyperaktivität zu beseitigen, sondern die krankmachenden Ursachen zu identifizieren und zu bearbeiten. Geschieht das nicht, bahnt man den betroffenen Kindern durch die Verschreibung von Ritalin einen Weg in die Abhängigkeit. Sie lernen, dass Medikamente zu einer „normalen“ Lebensbewältigung gehören, ja, dass ohne diese ein normales Leben nicht möglich ist. Späterer Drogenmissbrauch ist eine beobachtbare Folge des heutigen Umgangs mit Hyperaktivität. Es ist deutlich, dass dringend ein umfassendes Umdenken nötig ist, um den bereits entstandenen Teufelskreis von psychischer, gelernter Abhängigkeit von Medikamenten zu durchbrechen. Eine der Grundlagen der Arbeit von Family Care ist die Erkenntnis, dass ein Kind ein geordnetes und gesundes Umfeld braucht, um sich zu einer gereiften Persönlichkeit zu entwickeln. Lebensumfeld, Lebenseinstellung und der Umgang im mitmenschlichen Miteinander gestalten die Basis von Erkrankungen mit. Bestehende Wechselwirkungen aufzuzeigen und krankmachende Verkettungen zu lösen, entspricht einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen und seine speziellen Lebensbedingungen.
Ganzheitliche Therapiekonzepte
Im Rahmen von Family Care werden über ein Therapeuten-Netzwerk entsprechend den Anfragen der Kunden die individuell passenden Therapeuten und Ärzte vermittelt. Auf diese Weise braucht der Kunde nicht lange zu suchen und spart außerdem Kosten der ärztlichen Beratung. Dies trägt auch zu einer Entlastung der explodierenden Kosten im Gesundheitswesen bei. Wesentlich ist auch die Zusammenarbeit mit Krankenkassen, die das Konzept von Family Care begrüßen, insbesondere in Bezug auf die Behandlung hyperaktiver Kinder. Mit der GEK Gmünder Ersatzkasse wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen, der ein dreijähriges Forschungsprojekt mit dem Thema „Ganzheitliche gesunde Alternativen zur Behandlung mit Psychopharmaka“ zum Inhalt hat. Die Kosten der Beratungen von Family Care werden von der GEK für deren Mitglieder erstattet sowie auch die Kosten einer Veranstaltungsreihe „Orientierungshilfen für Eltern hyperaktiver Kinder“, bei der Therapeuten und Ärzte ihr Fachwissen einbringen. In Kürze werden Gespräche mit weiteren Krankenkassen und Krankenversicherungen stattfinden.
Neuartige Konzepte wie die von Ursula Rohrbach (Schweiz) entwickelte Therapieform „a-autonom, d-dynamisch, s-sensitiv“ für Kinder, die von dem so genannten Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) betroffen sind, oder das holistische, generationsübergreifende Selbst-Heilungskonzept „Die Heilung der familiären Blutlinie – die Arbeit mit dem Hologramm“, entwickelt von der Tiefenpsychologin Theresia Wuttke-Laube, werden als Aus- und Weiterbildung im Institut angeboten. Darüber hinaus finden Referate von Fachärzten statt, die sich spezifisch mit den multikausalen Ursachen der Störungen der Kinder befassen.
Förderung von Begabungen
Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Talente-Förderung der Kinder: Schauspielgruppen, Yogakurse, intuitives Malen, Töpfern, Trommeln und Musizieren, Schachkurse und vieles mehr werden im Institut angeboten, auch Seminare, Workshops, Vorträge oder Gesprächsgruppen für Eltern und Erzieher. Das Team des Family-Care-Instituts besteht zur Zeit aus zwölf Therapeuten und Beratern, die zusammenarbeiten und miteinander in engem Austausch stehen. Da sich immer mehr Familien und Erziehende aus allen Teilen Deutschland an das Institut wenden, sind weitere Beratungsstellen in den Metropolen des Landes geplant. Dieses Engagement entspringt der Überzeugung, dass es wichtig ist, unsere Gesellschaft verantwortungsbewusst mitzugestalten und im medizinischen Bereich wieder zu einem hohen ethischen Anspruch zu gelangen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Hilfe für Betroffene schnell zugänglich zu machen. Jeder Beitrag hilft, die Belastungen innerhalb der Familien zu lindern und Prozesse zu fördern, die unsere Kinder unterstützen, sich zu verantwortungsbewussten und mitfühlenden Menschen zu entfalten, die die richtigen Entscheidungen treffen können.Bei diesem Projekt ist aktive Mitarbeit nicht nur gewünscht, sondern notwendig. Eine solche Vision ist nicht allein zu tragen, denn sie zielt nicht auf einzelne Privatpersonen, sondern ist als Antwort auf eine große gesellschaftliche Herausforderung entstanden.
Hauptursachen von ADS und KISS
Nach Überzeugung von Dr. med. M. Djalali, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, liegen die Hauptursachen für ADS und Hyperaktivität in einem Mangel an emotionaler Bestätigung und Bestärkung in der prä-, peri- und postnatalen Phase, d.h. wie die Kinder die Zeit der Schwangerschaft und ihre Geburt emotional erleben. Fast alle dieser Kinder fühlen sich im Mutterleib nicht genügend wahrgenommen oder in ihrem Dasein bestärkt. Ihre Geburt müssen sie emotional völlig allein gelassen bewältigen. Einerseits werden unsere Erkenntnisse über die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Kindes in dieser Zeit immer umfangreicher – Forschungen der pränatalen Psychologie bestätigen in der Tat, dass das affektive Erleben und Erfahrungen aus der prä- und perinatalen Phase, dem Geburtsvorgang selbst und der postnatalen Phase besonders ausschlaggebend sind für unsere psychische Gesundheit. Andererseits findet dieses Wissen paradoxerweise keinerlei Verwendung in der modernen Geburtshilfe und unserem Umgang mit Neugeborenen. Im Gegenteil, der heutige technisch-sachliche Umgang mit Schwangerschaft und Geburt erstickt die Entwicklung einer harmonischen emotionalen Beziehung zwischen Mutter und Kind – und damit verbunden zwischen Vater und Kind – schon im Keim. So wird die Voraussetzung für die Entwicklung der Fundamente einer gesunden Psyche zerstört. Hier zeigt sich, dass wir uns auch in diesem Problembereich viel intensiver mit der Prophylaxe auseinandersetzen müssten. Die spätere Therapie muss daher ihre Ansatzpunkte in den erwähnten Grundursachen der ADS und Hyperaktivität finden: dem Mangel an emotionaler Bestätigung und Bestärkung, den das Kind prä- und postnatal erlebt hat.
Im Zusammenhang mit ADS wird häufig auch das KISS-Syndrom genannt, das ebenfalls eine differenzierte Betrachtung seiner Ursachen und (Spät-)Folgen verlangt. Bei „Kopfgelenkinduzierten Symmetrie-Störungen“, kurz KISS, handelt es sich um Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter, für welche die obere Halswirbelsäule als Verursacher im Mittelpunkt steht. Diese Entwicklungsstörungen gehen weit über Probleme des Bewegungsapparates hinaus. Die meist einfache und effektive Behandlung erfolgt durch eine gezielte Manualtherapie. Als Spätfolgen übersehener KISS-Probleme im Kleinkindalter erscheinen neben dem kindlichen Kopfschmerz Wahrnehmungsstörungen mit ihren Konsequenzen wie Schulschwierigkeiten, Hyperaktivität, Haltungs- und Koordinationsstörungen, Probleme im Bereich der Fein- und Grobmotorik sowie soziale Integrationsstörungen, so Dr. med. H. Biedermann, Arzt für Chirurgie/Chirotherapie. Das Erkennen und Differenzieren von sich überschneidenden Symptomatologien, aber auch deren Prophylaxe, erfordert ein interdisziplinäres Zusammengehen Vieler, nicht nur aus ärztlichen Fachrichtungen.
Beispiel einer Therapie
Alexander H. ist 25 Jahre und wandte sich an das Institut, da ihm kürzlich ADS diagnostiziert und Ritalin empfohlen wurde. Da er starke Bedenken hatte, sich auf diese Behandlung einzulassen, war er auf der Suche nach gesunden Alternativen. Alexander war arbeitslos, sein letzter Arbeitgeber hatte ihm aufgrund seiner Konzentrationsschwierigkeiten gekündigt. Alexander war von großem Selbstzweifel geplagt und fragte sich, wo die Ursachen für seine Schwierigkeiten, die ihn schon seit frühester Kindheit begleiteten, zu suchen seien. Er lebte noch bei seinen Eltern. Freundschaften mit dem anderen Geschlecht traute er sich nicht einzugehen, da er meinte, den Anforderungen einer Beziehung nicht gewachsen zu sein. Sein Vater war schon Ende 40 gewesen, als das Kind zur Welt kam, und hatte wenig Verständnis für seine Lebhaftigkeit gezeigt. So bekam er nur negative Rückmeldungen auf sein Verhalten und immer mehr das Gefühl, nicht „richtig“ zu sein, was immer wieder zu unkontrollierten emotionalen Ausbrüchen führte, die sich auch auf der physischen Ebene in ausdruckstarker Bewegung äußerten. Nach einer astromedizinische Analyse konnten wir feststellen, dass hier keine Krankheit vorliegt und das Defizit in seiner Bewegungsstruktur daher rührt, dass er einerseits ein starkes Geltungsbedürfnis hat, sich andererseits jedoch fürchtet, wirklich nach außen zu gehen, da er sich nicht in seiner inneren Balance befindet. Dies führt zu einem immensen inneren Spannungsfeld und einem unkontrollierten Bewegungsdrang. In seinem Geburtshoroskop ist ersichtlich, dass auf der einen Seite ein starkes Bedürfnis nach Harmonie und auf der anderen Seite eine sehr spontane und impulsive Art, nach außen zu gehen, besteht, die er in seiner momentanen Situation nicht in eine Balance bringen kann. Dieses ambivalente Spannungsfeld gilt es nun, zu harmoniseren. Da Alexander mit Süßigkeiten kompensiert, ist auch dringend eine Ernährungsumstellung zu empfehlen. Unser Therapievorschlag war eine homöopathische Behandlung zur Unterstützung des inneren Gleichgewichts, eine kinesiologische Behandlung zur Auflösen von Blockaden, Psychotherapie und begleitend eine Ernährungsumstellung auf vitamin- und ballaststoffreiche Kost. Wir empfahlen Kanufahren, um seine Bewegungsabläufe in eine Balance zu bringen, und Radfahren oder Joggen, damit sein physischer Körper stark ausgelastet wird. Darüber hinaus wurde eine Schlafplatzentstörung, eine Überprüfung von Wasseradern, geologischer Brüche, Radioaktivität am Schlafplatz und eine Feng
Shui-Raumharmonsierung durchgeführt. Alexander hat mit den Therapien begonnen und wird von einer Psychotherapeutin begleitet. Er hat seine Ernährung umgestellt und joggt täglich eine Stunde. Im Sommer möchte er mit dem Kanufahren beginnen. Inzwischen hat er eine neue Arbeitsstelle bei einer Krankenversicherung, die ihm ermöglicht, von zuhause aus zu arbeiten. Seine Eltern stellen ihm ein nach Feng-Shui-Kriterien ausgerichtetes Büro zur Verfügung. Wir sind regelmäßig mit ihm in Kontakt und freuen uns über seine Entwicklung. ´
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