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Du bist, was du isst
erschienen in Ausgabe 119
Permakultur: Die Welt könnte ein Paradies sein

AUF DER SUCHE NACH DER INTEGRALEN KULTUR
Der amerikanische Soziologe Paul H. Ray hat in einer vielbeachteten und nun auch in Deutschland diskutierten Studie nachgewiesen, dass in Amerika unbemerkt die große soziologische Gruppe der "Kulturell Kreativen" entstanden ist (rund 24% der Bevölkerung). Sie wäre dazu in der Lage, tatsächlich eine neue Kultur hervorzubringen, die so genannte "integrale Kultur", in der zukunftsfähige Aspekte aus Traditionalismus und Modernismus ein neues Ganzes bilden. Die Errungenschaften der Aufklärung wie rationale Vernunft und selbständiges Denken finden darin zur Synthese mit den im Modernismus oft als "irrational" abgelehnten Dimensionen des Menschen wie Spiritualität, Hinwendung zur Gemeinschaft und Verbindung mit der Natur. (Mehr zu Rays Studie im Internet: www.kulturkreativ.net). Noch ist diese integrale Kultur jedoch keineswegs manifest, wir erkennen sie lediglich als Potenzial, das offenbar in allen gesellschaftlichen Schichten und Strömungen gleichermaßen vorhanden ist. Mit der Artikelreihe "Auf der Suche nach der integralen Kultur" gehe ich der Frage nach, wie eine Welt aussehen könnte, die wesentlich von den Kulturell Kreativen mitgeprägt wird. Dabei suche ich vor allem nach Impulsen aus Kulturen, die sich noch weitgehend unbemerkt am Rand des gesellschaftlichen Mainstreams entwickeln, möglicherweise aber kreative Zukunftswerkstätten für die Evolution einer integralen Kultur sind.


"Du bist, was Du isst.“ Diese Weisheit trifft wohl – wie im Kleinen, so im Großen – nicht nur auf den individuellen Menschen, sondern auch auf Gesellschaft und Kultur in ihrer Gesamtheit zu. Wir erkennen heute zunehmend, dass unsere Essgewohnheiten und die Art und Weise, wie unsere Lebensmittel hergestellt werden, einen Teufelskreis geschlossen haben, der unsere Lebensgrundlage auf dem Planeten immer weiter zersetzt: Mit Beginn der totalen Profitmaximierung in der industrialisierten Landwirtschaft sind die natürlichen Ressourcen, die Qualität unserer äußeren Lebensbedingungen und die der erzeugten Produkte ständig zurückgegangen. Bezeichnenderweise haben gerade die Lebensmittel, die nur noch in seltenen Fällen zu Recht so genannt werden können, zum allgemeinen Niedergang der physischen und psychischen Gesundheit beigetragen. Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätik teilt mit, dass der bundesdeutschen Gesellschaft als Folge von Fehlernährung im Jahr 2000 Kosten von rund 148 Milliarden Mark (75,7 Millarden Euro) entstanden sind.
Die schleichende Entfremdung der Menschen von ihrer angemessenen Lebensweise hat dazu geführt, dass die – bei Licht betrachtet, schockierende – Pervertierung der Lebens?mit?telproduktion heute der Allgemeinheit überhaupt nicht mehr auffallen würde, kämen da nicht immer mal wieder beunruhigende Dinge vor: Erst das gebündelte Auftreten diverser Lebensmittelskandale hat zumindest einem Teil der Bevölkerung eine Ahnung von diesem Missstand gegeben, und endlich reagiert –wenn auch erst zaghaft – die Politik: Unter dem Banner der „landwirtschaftlichen Wende“ wirbt die grüne Minis?terin Renate Künast für die Erhöhung der Quote des biologischen Landbaus auf 20 Prozent. (Die Frage sei erlaubt, was für eine Wende das ist, wenn zu 80 Prozent alles beim Alten bleibt …)
Die Landwirtschaft – sowohl die konventionelle, als auch die biologische – ist also im doppelten Sinne in aller Munde; auch in KursKontakte war in den letzten Ausgaben über den Herbizidskandal in Mecklenburg-Vorpommern (und Schleswig-Holstein und Polen, dort allerdings von der Bevölkerung nicht reklamiert) zu lesen, von dem die MacherInnen dieser Zeitung auch persönlich betroffen waren (www.landwende.de). In der Reihe „Andere Welten – Auf der Suche nach der integralen Kultur“ stelle ich diesmal die Idee der Permakultur als konsequent nachhaltige Anbaumethode vor, die den Idealen einer zukünftigen integralen Kultur sehr nahe kommt. Immer öfter wird gefordert, dass eine global zukunftsfähige Landwirtschaft (wie auch der Rest unserer Wirtschaft) auf einer gänzlich neuen Philosophie gründen muss, welche eine innigere Beziehung der Menschen zu ihrem Planeten zum Kern hat. Eine neue Wirtschaftsweise kann eben nicht nur im bloßen Weglassen von Giften bestehen (diese Diskussion wurde tatsächlich schon in den Anfängen der Naturkostbewegung in den 70er-Jahren erledigt), sondern muss ein ganzheitliches Konzept vorweisen. Als eines der vollständigsten Modelle ist dafür die biologisch-dynamische Methode Rudolf Steiners zu nennen, die materielle und trans-materielle Aspekte verbindet, allerdings auch auf dem eigenen Weltbild der Anthroposophie aufbaut. Eine ähnlich tiefe Verknüpfung von ackerbaulicher Empirie und innerer Haltung ist Grundlage der so genannten Perma?kul?tur, die sich von der anthroposophischen Art des Landbaus vor allem darin unterscheidet, dass sie keine fest definierte Technik an sich darstellt, sondern eher eine bestimmte Denk- oder, besser, Fühlweise bezeichnet, die im Folgenden umrissen werden soll.

Vegetation ohne Lücken

Geprägt wurde der Begriff – abgeleitet von Permanent (Agri-)culture – von den beiden Australiern Bill Mollison und David Holmgren, die 1974 ein gleichnamiges Buch vorstellten, in dem sie ihre Vision davon beschrieben, „wie sich menschliche Lebensräume stabil und ökologisch gestalten lassen“. Wie diese Formulierung andeutet, ging es ihnen nicht allein um einen anderen Weg in der Landwirtschaft, sondern – ähnlich dem ganzheitlichen anthroposophischen Ansatz – um eine effiziente Kombination verschiedenster Fachbereiche wie Biologie, Architektur, Forstwirtschaft, Tierhaltung, Agrikultur. Sie propagierten eine Kreislaufwirtschaft, die alle ihr zur Verfügung stehenden Ressourcen so schonend und intelligent wie nur möglich zu nutzen weiß, die aus Erfahrung und Beobachtung mit der Natur und nicht gegen sie arbeitet und die Wert darauf legt, mit dem geschaffenen Öko-System keine anderen Systeme negativ zu beeinflussen. Heute ist allgemein bekannt, dass eine reine Monokultur von zudem noch überzüchteten Pflanzen unnatürlich und deshalb besonders anfällig für Bakterien-, Viren-, Pilz- und Insektenbefall sowie Wettereinflüsse ist, was den hohen Bedarf an Pestiziden und synthetischen Düngern im konventionellen Anbau erklärt. Die Antwort der Permakultur besteht darin, eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen an einem Ort anzusiedeln, in dem Bewusstsein, dass in einem naturnahen System eine Pflanze die andere schützt. Als eine von vielen möglichen symbiotischen Konstellationen sei hier das Beispiel der Tomate genannt, welche durch ihre Ausdünstungen die Möhrenfliege fernhält. Man erkannte, dass viele Pflanzen, die normalerweise als lästige „Unkräuter“ gelten, positive Aspekte auch in ein auf wirtschaftlichen Ertrag ausgerichtetes System hineinbringen. Offenbar brauchen Pflanzen, um sich wohlzufühlen, nicht nur die entsprechenden Nährstoffe, Licht und Wasser. Ihr Wachstum wird auch ganz entscheidend von ihrer Beziehung zu anderen Pflanzen, zum Ort und letztlich auch zum Menschen beeinflusst. Aus diesem Grund unterscheidet man in der Permakultur nicht explizit zwischen Kulturpflanzen und Unkräutern oder versucht „Schädlinge“ zu töten. Vielmehr wird jeder Spezies ihr gleichberechtigter Platz in der Natur zugestanden. Auf der ethischen Ebene entspricht dies einer Abwendung vom Hierarchie- und Konkurrenzgedanken hin zur Partner?schaft und Kooperation auch im zwischenmenschlichen Bereich.

Permakultur spart Arbeit und Energie

Grundsätzlich besagt die Philosophie der Permakultur, dass LandwirtInnen, ArchitektInnen, LandschaftsdesignerInnen oder StromerzeugerInnen eine Menge Arbeit (in Form von Energie) einsparen können, wenn sie mit Sachverstand, Naturkenntnis und unter Einbeziehung aller natürlichen Ressourcen eines ökologischen Systems planen. Zu berücksichtigen sind hierbei Boden, Menschen, Tiere, Pflanzen, Wind, Wasser, Sonne, Erdenergie, aber auch zeitliche Faktoren wie etwa die Jahreszeit oder der Mondstand. Ein optimales ökologisches System sollte mit minimalem menschlichen Energieaufwand nach einiger Zeit fast von alleine funktionieren. Spätestens an dieser Stelle wird ein kritischer Geist wahrscheinlich die Effizienz dieser Methode, besonders im Hinblick auf ihre Verwendbarkeit bei der Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung anzweifeln: „Schön und gut, aber das funktioniert doch höchstens in ganz kleinem Rahmen!“ Skeptiker werden überrascht sein zu erfahren, dass die mittlerweile jahrzehntelange Praxis überall auf der Welt gezeigt hat, dass der Ertrag auf Permakulturflächen den Ertrag auf vergleichbaren konventionell bearbeiteten Böden in der Regel mühelos übersteigt – abgesehen davon, dass die volkswirtschaftlichen Folgekosten durch Umweltbelastung entfallen! Kein Wunder, dass die erfolgreichen Anwender der Permakul?tur die riesigen agrarindustriellen Flächen, wie wir sie aus den ehemaligen sozialistischen Ländern, aus Nordamerika oder in Nordostdeutschland kennen, scharf kritisieren. Diese entsprechen weder der Natur, noch einer seiner Natur gemäßen Lebensweise auch des modernen Menschen. Dezentralisierung wäre hier die Zauberformel, mehr noch als die im Lauf der Geschichte etwas ramponierte „Bodenreform“. Vielleicht ist es an der Zeit zu begreifen, dass hier die große Chance liegt, global auftretenden Problemen wie Landflucht, Massenarbeitslosigkeit oder Raubbau durch die Agrarindustrie entgegenzutreten. Die Landwirtschaft könnte durchaus durch politischen Willen wieder in überschaubare Bahnen gelenkt und der Beruf des Landwirts zu einer naturnahen, sinnvollen Tätigkeit rück- und zugleich weiterentwickelt werden.

Wohin sind 1000000 Höfe verschwunden?

Effektive alternative Systeme sind inzwischen durchaus vorhanden. Eine großangelegte Studie der Münchner Schweisfurth-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass bei einer hundertprozentigen Ökologisierung der deutschen Landwirtschaft sozusagen als Nebeneffekt hunderttausende von Menschen einen neuen Arbeitsplatz finden würden. Seit den 50er-Jahren haben in Deutschland etwa eine Million Kleinbauern ihren Betrieb und ihr Land aufgegeben. In einem derartigen Umbau der deutschen und europäischen Agrarstruktur würde die Permakultur eine hervorragende Rolle spielen können. Aber auch in den nicht industrialisierten Gebieten der so genannten Dritten Welt, wo größtenteils noch Kleinfelderwirtschaft betrieben wird, kann die Permakultur einen wertvollen Beitrag leisten. Dort wird mit etwas Verzögerung ein bekanntes Problem aus den Ländern des Nordens deutlich: Durch kulturelle Veränderungen ist das Wissen um die ursprüngliche regionale Anbaumethode verlorengegangen, was oftmals Missernten, Bodenerosion und schließlich fortschreitende Versteppung des Landes zur Folge hat. Permakultur, die ja tatsächlich keine „neue“, sondern vielmehr die um neue Erkenntnisse und Techniken bereicherte „alte“ Methode des für die jeweilige Klimazone seit Menschengedenken angemessenen Ackerbaus bezeichnet, hat hier schon wahre Wunder vollbracht, indem sie z.B. an einigen Orten den Prozess der Versteppung und Verwüstung aufhalten oder sogar umkehren konnte. Es erstaunlich zu sehen, welche Heilkraft und letztlich Aktualität in den traditionellen landwirtschaftlichen Methoden steckt, wenn sie mit einem neuen Bewusstsein und diesem entsprechenden neuen Technologien kombiniert werden.

Paradies in Österreichs „Sibirien“

In letzter Zeit wurde in verschiedenen Medien (u.a. im „Spiegel“ und in „PhönixTV“) über den österreichischen Bergbauern Josef Holzer berichtet, der, seitdem er Anfang der 60er-Jahre den väterlichen Hof im Lungau übernommen hatte, ein wahres Paradies für Mensch, Tier und Pflanze erschaffen hat. In extremer Berglage bis zu 1500 Höhenmetern und in einer Region, die mit 4 °C Jahresdurchschnittstemperatur Österreichs Kältepol markiert, zieht Holzer statt der üblichen Fichtenmonokultur unter anderem Kirschen, Kürbisse, Spargel, Pfirsiche, Kiwis und sogar Zitrusfrüchte. Gegen den Widerstand der Forst- und Landwirtschaftsbehörden und zum Entsetzen seiner Nachbarn begann er bereits vor dreißig Jahren, seinen Berghang zu terrassieren und verschiedene unkonventionelle Methoden zu erproben. So sind im Laufe der Zeit auf seinem Grund annähernd 70 kleine Wasserflächen entstanden, belebte Biotope, in denen Holzer zum Teil Fische züchtet. Auf Hügelbeeten wächst Gemüse neben seltenen Heilpflanzen, gleich hektarweise erntet der Visionär robustes Urgetreide wie mannshohen Roggen – in Handarbeit, versteht sich. Die ehemalige Fichtenmonokultur wurde durch 14000 Obstbäume ersetzt, von denen kein Botaniker geglaubt hätte, dass sie in dem rauhen Bergklima überleben, geschweige denn Früchte tragen würden. Doch Josef Holzer strafte alle Widersacher Lügen. Vor sieben Jahren wurde sein üppiger Garten Eden von dem Wiener Universitätsprofessor und Umweltpionier Bernd Lötsch „entdeckt“; seitdem kann er sich vor Besuchern kaum retten. Die Termine für ein Seminar oder einen Rundgang mit dem charismatischen und lebensweisen Bauern sind Monate im Voraus ausgebucht. Innerhalb weniger Jahre ist sein Krameterhof zum Mekka für Wissenschaftler und Permakulturanhänger aus aller Welt geworden, andere Bauern holen sich hier Anregungen, und Nachbarn überlassen ihm ihren Grund zum „re-naturieren“. In mehreren südamerikanischen Ländern betreut der Bergbauer aus den Salzburger Alpen mittlerweile Permakulturprojekte, seine unkonventionellen Landwirtschaftsmethoden waren im Jahr 2000 Österreichs Beitrag zur EXPO. „Dass das, was ich seit dreißig Jahren mache, Permakultur ist, habe ich erst vor ein paar Jahren erfahren“, sagt Josef Holzer. „Ich habe einfach getan, was im Sinne der Natur ist. Nur ein bisschen lenken muss man die Natur – und sie ansonsten für sich arbeiten lassen …“ Tatsächlich könnte seine Methode ebensogut einem Permakultur-Lehrbuch entnommen sein. Anstatt den Boden maschinell zu pflügen, lässt der ansonsten keineswegs technologiefeindliche Bauer (wenn es z.B. um die Terrassierung mittels Bulldozern oder die Nutzung des Internets geht) diese Arbeit von einer Schweineherde erledigen, die die Erde auf der Suche nach Nahrung aufwühlt, jätet und gleichzeitig düngt. Den Bedarf an Strom deckt Holzer durch ein kleines Wasserkraftwerk selbst. Das Geheimnis seiner unglaublichen Erfolge mit den Pflanzen liegt wohl in einer auf enorme Naturkenntnis gestützten Intuition: Wenn es um die Bedürfnisse seiner Schützlinge geht, so rät er, die Kreisläufe der Natur nachzuvollziehen und sich in ihre Lage zu versetzen, „dann kommt man darauf, was sie brauchen.“

Permakultur ist kulturell kreativ

Bill Mollison, der Permakultur-Pionier, erhielt bereits vor zwanzig Jahren (1981) für seine Arbeit den alternativen Nobelpreis. Zwei Jahre zuvor hatte er das erste Permakultur-Institut ins Leben gerufen, dessen Hauptaufgabe er in der weiteren Verbreitung dieser Philosophie sieht. Wichtig scheint ihm auch hervorzuheben, dass Permakultur eine ganzheitliche Philosophie und damit eben mehr ist als nur intelligente Gartenplanung oder die Renaturierung eines Stücks Ödland, um sich selbst mit gesunder Nahrung zu versorgen. Die ökologischen Herausforderungen für die Menschheit immer im Blick, lautet sein Credo: „Wir sollten uns der Tatsache bewusst sein, dass unsere eigene Anstrengung nur sehr bescheiden sein kann; es ist aber die Gesamtheit vieler bescheidener Arbeiten, die eine beeindruckende Wirkung hat.“
Und in der Tat scheint die Denkweise der Permakultur, die Mollison selbst als „integrierte Planung“ bezeichnet, für viele Menschen ein gangbarer Weg aus der ökologischen Krise zu sein. In vielen Ländern auf allen Kontinenten haben sich mittlerweile regionale Permakultur-Institute gegründet. In diesen unabhängigen Zentren findet Weiterbildung, Know-how-Austausch, Diskussion, der Tausch mit Samen und Setzlingen sowie Vernetzung mit anderen Gruppen oder Projekten statt. Ein weiterer Ansatz ist oftmals die gemeinsame Finanzierung von Landkauf und die Erprobung geldloser Tauschringe. In vielen Gemeinschaften der internationalen Community?szene wurde der Gedanke der Permakultur aufgegriffen, und auch in Ökologie und Geomantie beginnt er sich zunehmend durchzsetzen. Wie weit all dies bereits einen integralen Ansatz im Sinne der Kulturell Kreativen verwirklicht, lässt sich bei erster Annäherung an das Thema nur ahnen. Einer, der es nicht nur weiß, sondern auch artikulieren kann, ist Permakultur-Autor Graham Bell, für den eine ökologische Wirtschaftsweise nicht irgendeine beliebige Alternative darstellt, sondern schlicht die einzig angemessene ist:
„Wir können unser immenses Wissen und unsere Fähigkeiten wieder konstruktiv statt destruktiv einsetzen, und zwar in Übereinstimmung mit natürlichen Prozessen. Ich beschreibe weder ein goldenes Zeitalter, zu dem wir alle zurückkehren sollten, noch lehne ich die moderne Technologie von Grund auf ab. Es lohnt sich allemal, einige alte Ideen aufzugreifen und sie – zusammen mit neuen und nützlichen Erfindungen – an unser heutiges Leben anzupassen. Die Zukunft ist das, was wir daraus machen. Die einzige Sicherheit besteht darin, dass sich die Dinge ständig ändern.“ ´



Permakultur

relevante Internetseiten:
Permakultur im deutschsprachigen Raum: http://www.permakultur.de
Josef Holzers Bergbauernhof: http://www.krameterhof.at
Permakultur in Afrika:http://home.snafu.de/usp/eco-zip.htm
Permakultur auf Hawaii:http://www.taraprocess.com/koerperlandschaft.html
Integrale Kultur: http://www.kulturkreativ.net

weiterführende Literatur
Ausführliche und nützliche Einführung in das Thema:
Graham Bell, Permakultur praktisch. Schritte zum Aufbau einer sich selbst erhaltenden WeltPala Verlag, Darmstadt, 1994 ISBN 3-923176-92-9
Das Permakulturmanifest schlechthin:
Bill Mollison, David Holmgren, Permakultur – Landwirtschaft und Siedlungen in Harmonie mit der Natur, Pala Verlag, Darmstadt, 2. Aufl. 1984ISBN 3-923176-04-X



  Autoren

Schilk, Jochen

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