Der ganzheitliche Ansatz von Family Care hilft hyperaktiven Kindern.
Ein Team von Fachärzten, Heilpraktikern und Beratern hat im Jahr 2001 unter dem Dach des Instituts „Family Care“ zu einem Forum für interdisziplinäre Zusam-men-arbeit in Düsseldorf zusammengefun-den. Indem die Teammitglieder ihr spezielles Fachwissen einbrachten, konnten die Ursachen von Hyperaktivität sowie Lern- und Wahrnehmungsstörungen identifiziert werden. Auf dieser Basis wurden ganzheit-liche Therapiekonzepte entwickelt, die inzwischen als gesunde und wirkungsvolle Alternativen zur üblichen Behandlung mit Psychopharmaka erprobt sind.
Vor zwei Jahren begann in Düsseldorf ein Pionier-Projekt: Eine Gruppe von Therapeutinnen und Therapeuten wollte, alarmiert durch die steigende Gabe von Psychopharmaka an verhaltens-auffällige Kinder und Jugendliche, neue Wege in der ganzheitlichen und schulmedizinischen Therapie solcher Kinder aufzeigen. Unter dem Namen „Family Care“ sollte ein Anlauf- und Treffpunkt geschaffen werden, der Aufklärungsarbeit leistet und verschiedenste Hilfen zur Bewältigung von Gesundheits- und Lebensproblemen der Kinder aufzeigt. Anfangs war es ein Experiment mit unsicherem Ausgang, doch die Behandlungserfolge bestärkten das Team darin, seinen Ansatz weiter zu verfolgen. Bis heute wurden rund 200 Kinder und Jugendliche am Institut Family Care über die Hintergründe von Hyperaktivität und Wahrnehmungsstörungen informiert und aufgeklärt und an ganzheitlich orientierte Therapeuten und Berater weitergeleitet. So hat sich das Experiment zu einem Konzept entwickelt, das unter dem Namen „Family Care – Das Düsseldorfer Modell“ veröffentlicht wird und zukünftig auf weitere Städte übertragen werden soll. Ab Jannuar 2004 kooperiert Family Care mit dem ZDN-Institut, der Gesellschaft zur Dokumentation für Naturheilverfahren in Essen, wo die Arbeit nun wissenschaftlich begleitet und dokumentiert werden soll.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Von den Anfängen des Projekts an war allen Beteiligten klar, dass ein wirklich wirkungsvoller Therapieansatz nur in der interdisziplinären Zusammenarbeit von -Therapeuten verschiedenster Richtungen entwickelt werden könnte. Die Schulmedizin begrenzt ihren Blickwinkel hinsichtlich der Ursachenklärung nur auf biologische und psychosoziale Faktoren, so dass sich demzufolge auch die Therapiemöglichkeiten hierauf beschränken. Dies hat wiederum ein stetiges Ansteigen von medikamentöser Behandlung in der Symptombekämpfung zur Folge. Seit 1990 sind die verordneten Mengen von 0,3 Millionen Tagesdosierungen auf 18,3 Millionen im Jahre 2001 um mehr als das 60-fache angestiegen. Und dies, obwohl der Wirkungsmechanismus der Substanz der Methylphenidat-haltigen Arzneimittel (Ritalin und Medikinet) immer noch nicht bekannt ist und nur geringe Kenntnisse über mögliche Spätfolgen bestehen.
Unsere Arbeit während der letzten zwei Jahre hat weiterhin deutlich gemacht, dass die bisher üblichen Diagnose- und Therapieansätze nicht in der Lage sind, die Ursachen für die Schwierigkeiten der Kinder eindeutig festzustellen. In dieser Beziehung herrscht eine allgemeine Hilflosigkeit, die Diagnosen stützen sich in den meisten Fällen nur auf Vermutungen. Auch diese Hilflosigkeit bewirkt, dass zunehmend medikamentöse Behandlung empfohlen wird – man verspricht sich eine wie auch immer geartete Wirksamkeit der Medikamente und geht am eigentlichen Problem vorbei.
Team-Arbeit musste erlernt werden
Die Ärzte, Heilpraktiker und Berater, die sich regelmäßig zu den monatlichen Treffen der interdisziplinären Zusammenarbeit zusammenfanden, standen zunächst vor der Herausforderung, ihr jeweiliges Fachwissen in die Arbeitsgruppe einzubringen. Da das Team aus 21 Personen bestand, war hier eine große Offenheit jedes Einzelnen gefragt. Anfangs hatte jeder ein starkes Interesse daran, neues, teilweise unbekanntes Wissen aufzunehmen. Die Arbeit in der Theorie erwies sich als sehr fruchtbar, in der Praxis allerdings teilweise als äußerst schwierig. Besonders für die Ärzte bestand eine Hemmschwelle, Patienten an weiterbehandelnde oder beratende Therapeuten oder Berater weiterzuleiten. Es wurden Bemerkungen laut wie: „Das kann ich doch alles allein“, oder „Wenn es dem Patienten durch meine Behandlung besser geht, braucht er doch nirgendwo anders mehr hinzugehen“. Es wurde deutlich, dass manche doch eher einseitige Meinungen vertraten und ihre Therapiemethode für das Allheilmittel hielten, nach dem Motto: „Wenn erst einmal das Amalgam ausgeleitet ist, ist das Kind wieder in seiner Balance.“ Dass es darum geht, neben der körperlichen auch die emotionale Ebene in ein ganzheitliches Therapiekonzept einzubeziehen, hielten einige für nicht erforderlich. Als sich aufgrund der unterschiedlichen Meinungen das Team auf 12 Personen reduziert hatte, wurde die Zusammenarbeit in der Praxis wesentlich überschaubarer und effektiver. Nachdem dann auch die ersten Behandlungserfolge sichtbar wurden, entspannte sich die Atmosphäre. Eine große Hürde war genommen, und der Glaube an das, was die Gruppe bisher zusammenhielt, hatte sich verwirklicht: Hyperaktivität, Lern- und Wahrnehmungsstörungen können durch ganzheitliche Therapiekonzepte, die Körper, Seele und Geist gleichermaßen berücksichtigen, ausbalanciert werden. Dies macht eine Behandlung mit Psychopharmaka in den meisten Fällen überflüssig.
Die Praxis zeigte zudem, dass das Erkennen und Differenzieren von sich überschneidenden Symptomen, aber auch deren Prophylaxe, die Zusammenarbeit vieler Fachrichtungen – nicht nur ärztlicher – erfordert. Zunächst geht es darum, die Ursachen für die Probleme des Kindes einzugrenzen. Dazu hat das Family-Care-Team ein besonderes Konzept entwickelt, das sich während der zweijährigen Erprobungsphase bestens bewährt hat. Dieses Vorgehen, das wir die „Kleine Ursachenanalyse“ nennen, soll hier stichpunkthaft dargestellt werden:
!Information und Aufklärung:
Zunächst findet ein Vorgespräch mit den Eltern statt, die anschließend einen spezifischen Fragebogen zum bisherigen Entwicklungsverlauf des Kindes sowie zu Schwangerschaft und Geburt erhalten.
!Psychosomatische Analyse :
Im Rahmen dieser Analyse werden emotionale Blockaden getestet, wobei insbesondere auch prä-, peri- und postnatale Blockaden berücksichtigt werden.
!Testung von Wirbelsäulen-Fehlfunktionen:
Hier geht es um Blockaden im Halswirbelbereich, das so genannte KISS-Syndrom (Kopfgelenk-induzierte Symmetriestörungen).
!Stimmfrequenzanalyse:
Die Stimmfrequenzanalyse hat sich zur Kontrolle eventueller Belastungen durch Umweltgifte wie Quecksilber oder Blei, durch Neurotransmitter, Aminosäuren, Spurenelemente oder geopathische Belastungen als aufschlussreich erwiesen.
!Psychosoziale Kontextanalyse:
Diese Computer-Auswertung gibt wichtige Informationen über die Charakterstruktur des Menschen und zeigt seine persönlichen Bedürfnisse sowie seine Talente und Potenziale auf. Hier können die Eltern Hinweise bekommen, welches Umfeld das Kind speziell benötigt, um sich seinen Anlagen entsprechend entwickeln zu können.
Aufgrund der Analyse ergibt sich, welche Therapiemöglichkeiten der Familie vorgeschlagen werden. Family Care empfiehlt bestimmte Therapeuten und Berater. Abschließend findet ein Abschlussgespräch mit den Eltern statt.
Durch die Kooperation mit dem ZDN-Institut in Essen werden sich weitere Möglichkeiten der Ursachenklärung ergeben. Seit Janaur ist Family Care nach Essen in das Gebäude des ZDN umgezogen. Hier stehen Räumlichkeiten zur Verfügung, die mit der Technik von erprobten Verfahren der Regulationsdiagnostik ausgestattet sind. So kann ab Januar zusätzlich die „Große Ursachenanalyse“ angeboten werden, in der die „kleine“ Analyse enthalten ist. Die große Analyse findet im Rahmen einer therapeutischen Beratung statt und enthält folgende Schritte:
!Bioelektronische Funktionsdiagnostik:
Mit Hilfe einer Weiterentwicklung der elektrischen Testung von krankhaften Zuständen und der „Elektro-akupunktur nach Voll“ werden Allergene und Unverträglichkeiten getestet.
!Irisdiganose:
Diese holographische Heilmethode diagnostiziert anhand von kleinen Veränderungen der Regenhaut (Iris) des menschlichen Auges Krankheitszustände. Die Augen sind nicht nur ein Spiegel unserer Seele, sondern auch sehr gut als eine Konstitutionsbestimmung zur Krankheitsdiagnose geeignet.
!Dunkelfeldmikroskopie:
Bei dieser Methode wird festgestellt, ob sich im Blut pathologische Formen ausmachen lassen. Durch die Untersuchung des Blutes unter dem Dunkelfeldmikroskop erhält man Aufschluss über den Zustand des Immunsystems und die Funktionsfähigkeit der Blutzellen mit einer Veränderung des Blutbildes, die einer Erkrankung vorausgeht. Somit können Krankheiten im Vorfeld erkannt werden, bevor sie durch offensichtliche Symptome in Erscheinung treten.
!Lüscher Farbtest:
Dieser Test misst den seelisch-körperlichen Zustand sowie Belastbarkeit, Leistungsfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit. Für das rasche Erkennen psychischer Störungen und deren Bedeutung für das Krankheitsgeschehen ist der Lüscher Test als objektive Methode besonders geeignet.
!Infrarotanalytik:
Diese Methode basiert auf den Messungen der Temperaturwerte verschiedener Körperpunkte und untersucht definierte Einflüsse unter bestimmten Bedingungen.
!Baubiologische Umfeldanalyse:
Wasseradern, Erdverwerfungen, Steinverwerfungen, Globalgitternetze, Curry-Linien und Elektrosmog sind Mitverursacher von Schlaflosigkeit, Überaktivität, Lern- und Konzentrationsstörungen, Nervosität, Depressionen und vielem mehr.
Die „Große Ursachenanalyse“ ist besonders dann zu empfehlen, wenn sich schon Begleiterkrankungen manifestiert haben, z.B. Asthma, Allergien, Neurodermitis, Kopfschmerzen, Bettnässen oder Konzentrationsschwäche.
Schwangerschaft und Geburt prägen
Die Forschungen der letzten Jahre haben deutlich werden lassen, wie entscheidend der Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt ein Kind beeinflussen. Auch die Auswirkungen von Umweltfaktoren und der Ernährung sind erheblich – alles Faktoren, die von der Schulmedizin eher nur als Randerscheinungen eingestuft werden. Noch vor fünfzig Jahren hat sowohl die Wissenschaft wie auch die Tiefenpsychologie ein neugeborenes Baby meist als ein Bündel verschiedener Reflexe, als ein menschliches Wesen, das noch nichts wahrnimmt und noch nichts erlebt, eingeschätzt. Es wird Zeit, dass diese Vorstellungen ergänzt bzw. gänzlich über Bord geworfen werden. Es waren vor allem Tiefenpsychologen, die beim sorgfältigen und empathischen Begleiten ihrer Patienten entdeckt haben, dass das Seelenleben schon während der Schwangerschaft beginnt.
Seit 1924 hat sich, eingeleitet durch das Buch von Otto Rank, „Das Trauma der Geburt“, eine „stille Revolution“ vollzogen. Leider ist dieses Wissen noch nicht in dem notwendigen Umfang im allgemeinen Bewusstsein vorhanden oder gar verankert, so dass umfassend Primärprävention betrieben werden könnte. Wenn wir bedenken, dass viele Kinder bei uns ungewollt und unter schwierigen Bedingungen oder ohne Einwilligung eines Elternteils entstehen, so wird auch die Zeugung als Trauma verständlicher. Jedes ungeborene Kind durchlebt und durchleidet in einem hohen Ausmaß die die Ängste und Gefühle seiner Eltern. Der Mangel an emotionaler Bestätigung in der Schwangerschaft, der als einer der Hauptverursacher von Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen mit und ohne Hyperaktivität (ADS/ADHS) anzusehen ist, findet paradoxerweise keinerlei Beachtung in der modernen Geburtshilfe. Dabei könnte eine Vielzahl von präventiven Maßnahmen ergriffen werden, wie eine haptonomische Eltern- und Kindbegleitung während der Schwangerschaft (Die Eltern berühren sanft den Bauch, um die Beziehung mit dem Kind zu stärken), Tomatis-Therapie, integrative Atemtherapie, klassische Homöopathie, Spagyrik oder biodynamische Arbeit mit Eltern und Babys, um nur einige zu nennen.
Auch die Geburt selbst kann eine extrem schmerzhafte, verwirrende und beängstigende Erfahrung für das Kind sein. Dazu gehören Geburten unter Verwendung von Medikamenten, Geburtszangen und Saugglocken, mit Kaiserschnitt, extrem langen Wehen und Sauerstoffnot etc.
Eine der in unserer praktischen Arbeit am häufigsten beobachtete Störung ist die „Kopfgelenkinduzierte Symmetrie-Störung“ kurz KISS genannt. Hier handelt es sich um eine Entwicklungsstörung im Säuglings- und Kleinkindalter, für die die obere Halswirbelsäule als Verursacher steht. Bei solchen Störungen sind Disbalancen programmiert, wie kindlicher Kopfschmerz, Wahrnehmungsstörungen mit ihren Konsequenzen, wie Schulschwierigkeiten, Hyperaktivität, Haltungs- und Koordinationsstörungen, sowie Probleme im Bereich der Fein- und Grobmotorik. Auch können dies die Ursachen für soziale Integrationsstörungen sein. Zur Behandlung des KISS-Syndroms bieten sich Manualtherapie, craniosakrale Osteopathie, Compens Bioenergetik und andere ganzheitliche Therapiemethoden an.
Gesunde Ernährung
Wir als Eltern haben die Verantwortung, die uns anvertrauten Kinder mit hochwertiger Nahrung zu versorgen. Studien haben ergeben, dass 95 Prozent der ADS/ADHS-Kinder an Magnesiummangel leider. Hyperaktive Kinder weisen einen niedrigeren Serotoninwert auf als andere Kinder, was zu Lethargie, Depressionen und Essensgelüsten führen kann. Wir haben in solchen Fällen gute Erfahrungen mit einem Vitalstoffergänzungsmittel gemacht, das Afa-Alge vom Klamatsee enthält.
Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Kinder und Jugendliche ohne Frühstück aus dem Haus gehen und vor dem Mittagessen höchstens einen Pausensnack (Schokoriegel etc.) zu sich nehmen. Wen wundert es da, dass diese jungen Menschen teilweise an Hypoglykämie leiden (Unterzuckerung)? Studien haben weiterhin ergeben, dass zu den Ursachen von ADS/ADHS ein Mangel an essenziellen Fettsäuren gehören kann.
Wir empfehlen daher, für die Kinder Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch von ökologisch arbeitenden Betrieben zu kaufen, um auszuschließen, dass Nahrungsmittel mit Hormonen und Pestiziden verseucht sind. Außerdem sollten die handelsüblichen, massiv zucker- und lebensmittelfarbstoffhaltige Frühstücksceralien vermieden werden, ebenso Getränke, die Schadstoffe oder Phosphorsäure enthalten, wie es in Cola-artigen Getränken und Nahrungsmitteln vorkommt.(Phosphorsäure entzieht dem Körper Magnesium). Zu vermeiden sind ebenso Lebensmittelfarbstoff, Zucker, Konservierungsstoffe und Zusätze und geräucherte Fleischprodukte, z.B. Pökel- oder Frühstücksfleisch, Würste und Schinkenspeck, denn diese enthalten schädliche Nitrate.
Weiterbildung in Ganzheitlichkeit
Im Rahmen der interdisziplinären Zusammenarbeit von Family Care galt es, Therapieansätze aus dem schulmedizinischen Bereich und der Komplementär-Medizin wirkungsvoll zu ergänzen, so dass der multikausale Zusammenhang der Störungen erkennbar wird.
Mit dem von Dr. Schlebusch geleiteten ZDN-Institut hat Family Care in dieser Hinsicht einen idealen Kooperationspartner. Das ZDN hat seit 1993 eine Erprobungsregelung mit Krankenversicherern begonnen. Durch den Einsatz von besonderen Therapieeinrichtungen und natürlichen Heilweisen soll bei Versicherten mit chronischen Erkrankungen eine Besserung erzielt werden. So können Betroffene kostengünstig und gleichzeitig auf hohem medizinischen Standard therapiert werden.
Das ZDN hat erkannt, dass Ärzte und Heilpraktiker im Bereich der Ganzheitsmedizin oft einen Nachholbedarf haben, und bietet eine Fortbildung an, an der auch die Family-Care-Therapeuten und -Berater teilnehmen werden. In dieser einjährigen Ausbildung steht alles unter dem Prinzip der Ganzheitlichkeit und fußt auf dem Gedanken der Grundregulation. Das bedeutet, dass bei einer Krankheit niemals nur die Erkrankung des einzelnen Organs und der Psyche betrachtet wird, sondern immer die Regulationsbemühungen des Geistwesens Mensch, das danach strebt, die gestörte Einheit von Körper, Seele und Geist wieder in die richtige Funktion zu bringen. Heilen ist demnach die Kunst, die Selbstheilungskräfte des Einzelnen zu aktivieren, indem Blockaden gefunden und beseitigt werden und die Menschen ihr Gleichgewicht wiederfinden. Alte und neue Wissenschaften werden in dieser Fortbildung aufgezeigt und sinnvoll zusammengeführt. Auf der Basis solcher Ausbildungen kann eine neue Generation von Ärzten und Therapeuten heranwachsen, die erfolgreich die Medizin der Zukunft mitgestalten.
Zukunftspläne
In Zukunft werden wir zusammen mit dem ZDN die Pressearbeit intensivieren, regelmäßige Pressekonferenzen initiieren und einen Pressedienst einrichten. Außerdem sind weitere Symposien in Planung. Das erste internationale Symposium organisierte Family Care im November 2002 in Düsseldorf, eine weitere solche Veranstaltung fand im September 2003 in Berlin statt. Mitveranstalter waren der IBATH e.V., Informations- und Bildungskreis für alternative Medizin, komplementäre Medizin und Heilmethoden, und die IKA, Internationale Kinesiologie Akademie.
Ein weiteres Projekt ist die Gründung einer Stiftung, die es finanzschwachen Familien ermöglicht, die bis jetzt nicht vom öffentlichen Gesundheitswesen geförderten Therapien zu bezahlen. Aber es besteht auch Hoffnung, dass durch die Dokumentation der Behandlungserfolge die Krankenkassen in Zukunft zunehmend davon überzeugt werden können, mit Projekten wie Family Care zu kooperieren. Erste Gespräche in dieser Richtung haben bereits stattgefunden. Die gesetzliche Grundlage nach §20SGB V zur Förderung der Gesundheitsvorsorge fordert klar die Unterstützung von Primärprävention, und das ist der Bereich, in dem wir ansetzen. „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist für Family Care Programm und konkretes Projekt zugleich.Seit Januar bieten wir einen Anlauf- und Treffpunkt für Eltern und Kinder in Essen an. Familien fühlen sich heute oft alleingelassen und überfordert. Da ist es wichtig, mit anderen in Austausch zu treten und über Probleme zu sprechen, die allzuoft unter den Tisch gekehrt werden. Lebendige soziale Zusammenhänge sind überhaupt die beste Voraussetzung, dass Kinder alle Aspekte ihrer Persönlichkeit entfalten können und sich aktiv in die heutige Welt einbringen.
Ein Fallbeispiel – Julia, 8 Jahre
Im ersten Gespräch mit den Eltern berichtete die Pflegemutter: „Julia (Name geändert) kam im Alter von drei Jahren zu uns. Sie wuchs in einem milieugeschädigten Elternhaus auf – im Elternhaus der Mutter hatte es das Thema Missbrauch gegeben. Die Mutter war später alleinerziehend und wurde mit dem Kind nicht mehr fertig. Julia hat einen älteren Bruder von 12 Jahren, der bei seiner Großmutter aufwächst. Mit einem neuen Partner bekam die Mutter noch ein Kind, das ihr vom Jugendamt weggenommen wurde.
Julia benötigt besonders viele Liebe und Harmonie. Sie ist extrem sensibel und feinfühlig und nimmt jede negative Stimmung auf, die sie sehr verunsichert. Sie ist hyperaktiv, kann sich nicht konzentrieren und geht in eine Sonderschule, obwohl es scheint, dass sie sehr intelligent ist. Auch ist sie noch Bettnässerin. Wir möchten ihr helfen, in eine Balance zu kommen, damit sie die Schule wechseln kann. Julia macht bisher eine analytische Therapie und wurde auch kinesiologisch behandelt. Dies hat ihren Zustand aber noch nicht ausreichend verbessert. In dieser Situation hörten wir von Family Care und hoffen auf weitere Hilfe.“
Die Ursachenklärung brachte eine Reihe von Zusammenhängen zutage: Julia ist ein hochsensibles und sensitives Kind. Aus ihrem Geburts-Astrogramm ist ersichtlich, dass sie, als sie auf die Welt kam, nicht das vorgefunden hat, was sie für ein gesundes Wachstum benötigt hätte – Liebe, Geborgenheit und Harmonie. Das Bedürfnis nach Harmonie und schöngeistigen Lebensinhalten ist bei ihr sehr ausgeprägt. Sie benötigt seitens der Eltern eine besonders geordnete Struktur. Gefühlsmäßig muss sie wissen, worauf sie sich verlassen kann. Aufgrund ihrer früheren familiären Situation ist sie traumatisiert und hat emotionale Blockaden, sie konnte kein Urvertrauen entwickeln. Darüber hinaus besteht eine hohe Belastung mit Quecksilber und eine Pilzbelastung sowie ein Magnesiummangel. Die bioelektronische Funktionsanalyse sagte über Julia aus, dass bereits Regulationsblockaden bestehen.
Als Therapie empfahlen wir Compens-Bioenergetik zur Harmonisierung des Emotionalkörpers, eine Quecksilberausleitung, die Beseitigung der Pilzbelastung, klassische Homöopathie, Vitalstoff- und Mineralstoffergänzung, die Gabe von Magnesium und regelmäßiges Trinken von energetisiertem Wasser. Außerdem schlugen wir ein Powertraining vor mit Joggen, Leichtathletik und Bodenturnen. Ihre Kreativität könnte das Erlernen eines Instruments wie Cello oder Harfe am besten fördern. Zur Stärkung ihres Verantwortungsgefühls empfahlen wir, dass sie sich um ein Kleintier kümmern könnte, z.B. einen Zwerghasen.
Der Pflegevater berichtete über die bisherigen Therapien: „Zunächst begannen wir mit der Information der Compens-Bioenergetik. Nach der ersten Information konnten wir mit jedem Tag eine positive Veränderung feststellen. Julia wurde von Tag zu Tag zugänglicher, immer weniger starrköpfig und wesentlich ausgeglichener. Wir hatten das Gefühl, als wäre sie ein Jahr älter geworden. Sie machte seit 8 Tagen nicht mehr ins Bett. Am 10. Tag verschlechterte sich ihr Zustand, sie war fast wieder wie vorher. Dies war für uns das Zeichen, weitere Compens-Bioenergetik-Informationen anzugehen. Nach der zweiten Information bekam Julia eine starke fieberhafte Erkältung. Es kam uns vor, als würde sie ihre emotionalen Belastungen regelrecht ausschwitzen. Danach wurde sie wieder ausgeglichener, und nach weiteren Behandlungen stabilisierte sie sich. Als dann die Ausleitung von Amalgam eingeleitet und mit der Beseitigung der Pilzbelastungen begonnen wurde, reagierte sie wieder mit auffälligem Verhalten. Aus der Schule bekamen wir diesbezüglich sehr unterschiedliche Rückmeldungen. Zeitweise schien sie wesentlich aufmerksamer und konzentrierter, dann wieder driftete sie in die Hyperaktivität. Grundsätzlich sehen wir besonders im häuslichen Bereich, dass sie eine sehr positive Entwicklung gemacht hat, glücklicher und lebensbejahender ist. Wir wissen, dass es noch ein Prozess von einigen Monaten ist, bis sie sich soweit harmonisiert hat, dass sie mit beiden Füßen fest auf der Erde steht.“
|