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Impressum
Beim gemeinsamen Geld fängt die Freundschaft erst an
erschienen in Ausgabe 138
Die gemeinsame Ökonomie der Initiative „Club99“ im Ökodorf Sieben Linden. Ein Bericht von Martin Stengel.

Martin Stengel glaubt nicht, dass die Freundschaft beim Geld aufhören muss. Im Gegenteil, hier erst beginnen die spannenden Auseinandersetzungen. Er berichtet über seine herausfordernden Erfahrungen mit der gemeinsamen Ökonomie des Club99 im Ökodorf Sieben Linden.


Imagine no possessions, I wonder if you can, no need for greed or hunger, a brotherhood of man“ schwelgt John Lennon in seinem zeitlosen Song von einer zukünftigen friedlichen Gesellschaft. Und damit es nicht beim Träumen bleibt, bin auch ich einer der vielen Wanderer durch die Zeit und die möglichen Alternativen geworden. Vor vielen Jahren ging es für mich vor allem um die Frage nach technischen Lösungen für den in unserer Kultur unerträglich hohen Energie- und Ressourcenverbrauch. Über Begegnungen mit Menschen in alternativen Lebensformen erwuchs in mir ein immer umfassenderes Bild von den notwendigen Änderungen, wenn unser Leben auf diesem wunderbaren Planeten noch einen Sinn und eine Zukunft haben soll.
Vor etwa acht Jahren wurde das Ökodorf Sieben Linden und darin die Nachbarschaft Club99 die Basis meines Wirkens. Hier verfolgen wir ganzheitliche Ansätze für neue Lebenskulturen, von denen wir hoffen, dass sie tragfähige und lebbare Alternativen darstellen und von ihnen entsprechende Impulse ausgehen können. Ein wichtiger Aspekt ist dabei der Umgang mit Geld. Und so will ich in diesem Artikel, anknüpfend an das Thema der letzten eurotopia-Ausgabe, das Thema der gemeinsamen Ökonomie beleuchten.

Warum Reichtum teilen? – „No possessions“

Die grundlegende Vision ist die Entwicklung einer nachhaltigen Lebensweise, welche allen Lebewesen die gleiche Existenzberechtigung und Selbstbestimmung zuspricht. Neben vielen anderen sich daraus ergebenden Gedanken haben wir deshalb entschieden, dass in dieser Gemeinschaft alle finanziellen Ressourcen auf eine gerechte Weise allen Teilnehmenden zur Verfügung stehen sollen. Denn wir gehen davon aus, dass in unserer globalisierten und kapitalistischen Gesellschaft materieller Reichtum kein gerechter Zustand ist und auf irgendeine Weise immer mit Ausbeutung anderer Wesen und mit Zerstörung zusammenhängt.
Es könnte ein Hinweis auf innere Armut sein, wenn wir unseren äußeren materiellen Reichtum ausschließlich für uns selbst behalten. Stattdessen suchen wir das Gefühl von Sicherheit weniger im Materiellen, sondern lieber im Vertrauen in uns selbst, in die Gemeinschaft und in das Leben an sich. Wir stellen unsere Leistung und unseren Reichtum der Gemeinschaft zur Verfügung, indem wir sowohl unser Einkommen als auch unser mitgebrachtes Vermögen miteinander teilen. Wir wollen uns damit von der persönlichen Verhaftung an Geld und anderes Kapital lösen und das Für-das-Ganze-Denken an die Stelle des Für-mich-Denkens setzen.
Es gibt viele gute Gründe für alternatives Wirtschaften (interessierten LeserInnen möchte ich an dieser Stelle zur Vertiefung die beiden Artikel von Hans-Peter Studer und Uli Barth im eurotopia-Teil der Kurskontakte 137 empfehlen). Für mich begann die Auseinandersetzung mit gemeinsamer Ökonomie vor allem mit der Arbeit am Selbst. Für das Ganze zu denken ist ein neues geistiges Programm, das den meisten durch unsere gesellschaftliche Realität eingravierten Denkspuren zuwiderläuft. Da heißt es nicht nur, achtsam zu handeln, sondern bereits achtsam zu denken und zu kommunizieren. Doch das stellte sich als gar nicht so einfach heraus: Auch bei mir tauchten Widerstände gegen das Teilen auf, unerfreuliche Gedanken über die Anderen und mich im Vergleich, Fragen nach der „wirklichen“ Gerechtigkeit, wenn ich meine Arbeitszeit und mein Geld dem Ganzen zur Verfügung stelle. Ein offener Austausch genau darüber, der die emotionale Seite nicht außer Acht lässt, war und ist hier immer wieder hilfreich. Und so leuchtet auch das Geldthema in unseren regelmäßigen Gemeinschaftstreffen (Plenum, Forum, Intensivzeit) immer wieder auf.

Der Wert der Selbstversorgung – „No need for greed or hunger“

Zu einem nachhaltigen Lebensstil gehört die direkte Sorge um meine und unsere Lebensgrundlagen. Selbstversorgung ist für die Menschen im Club99 der direkte Weg zur Existenzsicherung. In der „normalen“ gesellschaftlichen Realität aber werden die wenigsten Arbeiten in Haushalt und Familie als wertvoll angesehen. Es sind eher Selbstverständlichkeiten, „für die man ja keine Ausbildung braucht“. In der modernen globalisierten Welt werden lebenserhaltende Tätigkeiten wie z.B. der Anbau und die Ernte von Lebensmitteln mit Stundenlöhnen unter 5 Euro „entlohnt“, während Ingenieure oder Manager, die solche und andere Tätigkeiten planen, verwalten und finanzieren, das Zehn- bis Hundertfache „verdienen“. Ich hatte selbst schon die Ingenieurslaufbahn eingeschlagen. Aber mir wurde immer bewusster, wie überall auf der Welt die Menschen, die unsere Lebensgrundlagen in Form von Rohwaren und Gütern produzieren oder pflegende Tätigkeiten ausüben, am schlechtesten bezahlt werden. Der Wohlstand unserer Gesellschaft stammt aus dieser modernen Art des Kolonialismus, der gierig auf die ganze Welt zugreift. Ein weiteres Absurdum liegt in den modernen abhängigen Arbeitsverhältnissen, in denen die so genannten Arbeitgeber die Geschicke der Arbeitnehmer weitgehend bestimmen und entsprechend hofiert und hoch bezahlt werden. Doch wer gibt hier eigentlich wem seine Arbeit? Ist dies nicht derjenige, der für den Profit des anderen arbeitet, also der Arbeiter oder Angestellte selbst?
Will ich mich von all diesen pervertierten Wertmaßstäben lösen und frei werden in der Gestaltung meines Arbeitsalltags und -umfelds, muss ich mich um die Aufhebung der unterschiedlichen Bewertung von Arbeit kümmern. Ein Lebensstil, in dem Selbstversorgung einen größeren Platz einnimmt, in dem aber verschiedene Tätigkeiten zur Existenzsicherung gleichzeitig stattfinden, verlangt hier geradezu nach einer gemeinsamen Ökonomie mit allen Beteiligten. Im Club99 entscheiden wir gemeinsam darüber, was getan werden muss, und es sind auch all diese Tätigkeiten gleich viel wert. In einer gerechten Ökonomie wird die Arbeitszeit, in der sich die Beteiligten für das Gemeinwohl engagieren, gleich bewertet. Die Selbstversorgung wechselt damit zur ernstzunehmenden Alternative, den eigenen Lebensunterhalt direkt zu verdienen.
Andere Vorteile der informellen häuslichen Ökonomie liegen darin, dass der Lohn der Selbstversorgung allen Beteiligten direkt zufließt und nicht aufwendig verwaltet bzw. behördlich genehmigt und versteuert werden muss. Selbstversorger werden freier in der Gestaltung ihrer Arbeitsumstände.

Eine neue Art von Produktivität – „I wonder if you can“

Kritiker der gemeinsamen Ökonomie – und hin und wieder bin ich selbst ein solcher – stellen manchmal die Frage, wie es denn um die Produktivität in solch einem Wirtschaftssystem bestellt ist. Dies ist eine schwierige Frage und von innen heraus wahrscheinlich kaum neutral zu beantworten. Grundsätzlich will ich ja weg von der Akkumulation von Besitztümern, die nicht lebensnotwendig sind. Sinn meines und unseres Arbeitens soll sein, das zum gesunden Leben Nötige in einer Art und Weise herzustellen oder zu erhalten, die eine nachhaltige Lebensfreude unterstützt. Damit beantwortet sich die Frage nach der Produktivität in unserer „GemÖk“ unter diesen Kriterien. Wir brauchen nicht Reichtum oder Überfluss, sondern ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben! Ohne Zweifel ist hier Kooperation ein Schlüssel zum Erfolg. Hier liegt das Potenzial der Synergie, das Ganze kann zu mehr werden als die Summe seiner Einzelteile, insbesondere, wenn jeder Einzelne im gemeinsamen Wirtschaften seinen entsprechenden Platz findet: Tue das, was dir am meisten entspricht und dich in deiner Entwicklung weiterbringt. Und verbinde dich so mit dem Ganzen, deinen Mitmenschen, deinen Mitgeschöpfen, dass du die Bedürfnisse des Ganzen wahrnehmen kannst.
In meinem immer wiederkehrenden Stolpern über die Unterschiede zwischen mir und meinen Mitmenschen starre ich so manches Mal auf den Anderen, bewerte dessen Sein und Tun, messe es an meinem Tun und meiner Wahrnehmung dessen, was mir als nötig erscheint. Wie wohl viele von uns bin ich bei der Suche nach dem Selbstwert immer noch auf den Vergleich mit den anderen geeicht. Und manchmal sagt mir das Ego dann, „dass ich doch blöd wäre, so weiter zu schuften; wo die anderen sich doch viel weniger Mühe geben.“ Ja, vielleicht ist es blöd, so viel zu schuften, dass man mit dem eigenen Leben unzufrieden ist. Vielleicht liegt es vor allem an der inneren Haltung dem Arbeitsleben gegenüber. Vielleicht erwartet der Eine auch Leistungen vom Anderen, die dieser für den gemeinsamen Lebensstandard gar nicht als notwendig erachtet. Solange das eigene Glück nicht aus dem selbstverantwortlichen Tun entsteht, liegt der Fehler wohl darin, dass man sich selbst mit den falschen Dingen oder mit den richtigen in einem Maß beschäftigt, wie man es nicht wirklich will. In den von Emotionen begleiteten Auseinandersetzungen in unserer Gemeinschaft, die sich auch um die Beiträge der Einzelnen im Rahmen des gemeinsamen Wirtschaftens drehen, ist dies für mich und andere meistens eine erhellende Erkenntnis.
Wenn wir uns übereinander beschweren, bedeutet dies in der Regel Distanz und Rückzug. Die Erfahrung lehrt mich, dass gegenseitige Kritik häufig nicht das Wohlbefinden des anderen Menschen und seine Bereitschaft zur Veränderung bzw. seine Freude an der Arbeit fördert. Wie kann man das ändern? Ich habe erfahren, dass folgende Regeln die Annahme von Kritik erleichtern: Lobe die Taten des anderen und das Erreichte neunmal so oft wie du dich über die Mängel beschwerst. Teile deine ganze Wahrnehmung der Situation mit und mache sichtbar, aus welcher Motivation heraus du kritisierst. Zeige Wege und Möglichkeiten auf, die du als gute Lösung für alle siehst. Und warte im Zweifelsfall mit der Kritik, bis du die Situation wirklich verstanden und erkannt hast. Das Denken für das Ganze braucht Training, und ich muss noch lernen, meine Mitwelt mit einem ganzheitlichen Blick zu erkennen.
Die Prägung durch alte Denkmuster zeigt sich auch daran, dass wir jedes Jahr versuchen, in einer Art Abrechnung einen detaillierten Überblick über unsere Finanzen zu erhalten. Wieviel haben wir gemeinsam erarbeitet und wieviel hat jeder einzelne dazu beigetragen? Was brauchen wir für unseren nächsten Hausbau, und wie sieht also unsere nähere Zukunft aus? Wer von uns ist rentenversichert, und was können wir uns sonst noch oder deswegen nicht mehr leisten? Noch weiß ich nicht, für welche dieser Fragen sich der buchhalterische Aufwand und die entsprechende Denkweise überhaupt lohnt. Was sagen uns die Antworten über den Sinn unseres Lebens, was haben sie mit der später eintretenden Zukunft überhaupt zu tun? Es gibt andere gemeinsame Ökonomien, bei denen treffen sich alle Beteiligten einfach in regelmäßigen Abständen und packen alles Geld auf den Tisch, um es dann gemeinsam zu verteilen. Geld ist eine der unendlichen Energieformen – und Energie soll vor allem fließen.

Vertrauen und Liebe – „A brotherhood of men“

Wie ist das eigentlich mit unseren Beziehungen in gemeinsamer Ökonomie? Und was wird aus unseren Freundschaften, aus der Liebe zu den Mitmenschen? Jemanden zu lieben heißt, die eigene Liebe zu verschenken. Wirklich lieben kann ich nur ohne Erwartung einer Gegenleistung. Und lieben heißt, den anderen so anzunehmen, wie er ist. In einer gemeinsamen Ökonomie lassen wir uns auf einer Ebene aufeinander ein, auf der die meisten Menschen voneinander – scheinbar – unabhängig sind oder es sein wollen. Üblicherweise verlassen moderne Menschen sich lieber auf sich selbst, wollen bekommen, was sie verdienen, und wollen ihr Leben eigenständig meistern.
Was eine gemeinsame Haushaltsführung nach sich zieht, hatte ich schon mehrfach erlebt: Da zieht man mit dem guten Freund oder der langjährigen Freundin zusammen, und plötzlich stören einen Dinge an ihm oder ihr, mit denen hatte man vorher gar nichts zu tun! Sei es nun das muffelige Morgengesicht, das man noch gar nicht kannte, oder eben: der befremdende Umgang mit Geld, der mangelhafte Beitrag zur Haushaltskasse, die teuren Telefongespräche. Wie war die Freundschaft doch vorher unbeschwert von diesem Thema; und es war so leicht gewesen, den anderen mal großzügig vom eigenen (!) Geld zum Essen einzuladen.
Hier beginnt die wahre Prüfung: Wie großzügig, wie bedingungslos ist meine Liebe und meine Freundschaft? Wie solidarisch kann ich mit einem Menschen sein, wenn sich das Gefühl dazu gesellt, von ihm abhängig zu sein? Es gilt nun, das positive Lebensgefühl zu nähren, das darin liegt, sich gegenseitig Vertrauen zu schenken, dass das Leben mit dem Mitmenschen „reicher“ wird. Gemeinsamer Geldbesitz ruft nach gegenseitiger Unterstützung durch die eigenen Fähigkeiten und nach Unterstützung der Fähigkeiten des Anderen. Nur wenn ich den Anderen wachsen lasse, wachsen wir gemeinsam. Geteiltes Geld bedeutet, den Anderen grundsätzlich so anzunehmen, wie er ist, und alle Veränderungswünsche dieser Grundhaltung unterzuordnen. Nur wenn ich beim Anderen wertschätze, was er kann und wie er sich für das Leben engagiert, kann ich mich mit daran freuen.
Das ist das Ende des Konkurrenz-Denkens und des Sich-Vergleichens, um besser dazustehen und dadurch Selbstwert zu erlangen. Und das verlangt das Ende der Schuldzuweisungen an den Anderen, wo das eigene Glück sich nicht richtig einstellen will. In diesem Sinn kann „GemÖk“ zu einem inneren Wachstum eines echten Vertrauens in das Leben und damit in sich selbst beitragen – unabhängig von Geldbesitz. In dem Verlust der Einbildung von individueller Sicherheit und von Selbstwert durch eigenen Geldbesitz liegt die Chance, auf andere Existenzgrundlagen zu bauen, die mehr mit mir als lebendigem Wesen zu tun haben: Selbstvertrauen, Kooperationsfähigkeit, Erwartungslosigkeit, Dankbarkeit. Dies zu lernen ist eine meiner Grundaufgaben auf dem Weg zu einem selbstbestimmten und dauerhaft glücklichen Leben. Die Praxis einer „GemÖk“ wirkt hier unterstützend.
Wie schrieb Hans-Peter Studer noch in Kurskontakte 137: „Wir werden den Sinn und damit das Glück in unserem Leben weit eher finden, wenn wir bewusst nach Wegen suchen, wie wir Dinge, die uns wichtig erscheinen, nicht gegen, sondern mit und für andere gestalten können. Nicht der finanzielle Profit, sondern Kreativität, zwischenmenschliche Beziehung und Liebe werden dabei im Zentrum stehen – die Liebe zu uns selbst, zu unseren Mitmenschen und zu unserer Mitschöpfung.“

Auf dem Weg

Insgesamt empfinde ich den Weg der „GemÖk“ als stimmig für das Leben in Gemeinschaft. Wenn ich die Ungerechtigkeiten in der Welt beseitigen will, muss ich bei mir selbst anfangen. Mein Fair Trade soll möglichst für alle meine ökonomischen Beziehungen gelten und nicht nur für den Konsum von Kaffee und Schokolade. Eine der Belohnungen dafür ist das gute Gefühl, wenn wir zu mehreren etwas unternehmen: Jemand von uns zahlt „für den ganzen Clan“ und jeder fühlt sich gleichzeitig einladend und eingeladen …
„You may say, I’m a dreamer, but I’m not the only one. I hope some day you’ll join us, and the world will live as one.“


Club99 und die gemeinsame Ökonomie

Der „Club99” ist eine der Nachbarschaften im Ökodorf Sieben Linden. Die Mitglieder verabreden sich jedes Jahr neu zu dem fortlaufenden „Experiment” eines konsequent so-zial-ökologischen Lebensstils innerhalb des gemeinsam bewohnten Geländes. Zu den Grundgedanken gehört, dass alle Wesen auf dieser Erde miteinander verbunden sind und in ihrer Selbstbestimmung und -verwirklichung geachtet werden. Daraus ergeben sich für die Gemeinschaftsmitglieder soziale und materielle Vereinbarungen, wie z.B. achtsame Kommunikation, die Verwendung von regionalen, regenerativen und veganen Ressourcen und andere. Sie versuchen, Gerechtigkeit auf allen finanziellen Ebenen herzustellen. Sie teilen erstens das laufende Einkommen von Honorar bis Rente in voller Höhe miteinander: Jeder von ihnen kann nach seinen Bedürfnissen von allem verdienten Geld profitieren. Damit wird die unterschiedliche Honorierung der Arbeiten von Haushalt bis Seminarleitung ausgeglichen.
Zweitens wird persönlicher Besitz in Form von Geld, aber auch wertvolles Eigentum gemeinsam verwaltet und umverteilt. Alle entscheiden gemeinsam, was mit allem Geld geschieht. Die Verteilung des Vermögens auf alle Mitglieder erstreckt sich über 21 Jahre. Das heißt, dass alle, die gleich lang dort zusammen leben, den gleichen Summenanteil aller eingebrachten Vermögen besitzen und bei Ausstieg den gleichen Betrag mitnehmen können. Alle gemeinsam geschaffenen Güter gehören der Gemeinschaft und damit jedem zu gleichen Teilen; sie können aber bei einem Ausstieg nicht mit Sicherheit ausgelöst werden: Das Überleben der Gemeinschaft hat hier Vorrang.

Infos und Kontakt:
Telefon (039000) 90621 (Club99) und 51235 (Ökodorf Sieben Linden), club99@siebenlinden.deverein@oekodorf7linden.de, www.siebenlinden.de


  Autoren

Stengel, Martin

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