Der Dachverband Frankfurter Gespräche e.V. vertritt neue Qualitätsrichtlinien im Gesundheitsmarkt
In den vergangenen Jahren war in KursKontakte immer wieder die Rede von den sogenannten Frankfurter Gesprächen, einer Initiative von Anbietern im Markt der freien Lebensberatung, die sich selbst-kritisch mit der Qualität ihrer Arbeit und Möglichkeiten zur verbesserten Integration ihrer Angebote ins Gesundheitswesen auseinandersetzen. Aus Anlass seiner Tagung zum Thema „Gesundheit bewegt – Komplementäre Methoden auf dem Vormarsch“ stellt der Dachverband für freie beratende und gesundheitsfördernde Berufe/Frankfurter Gespräche in diesem Beitrag berufspolitisch relevante Fakten und Ergebnisse im Bereich alternativer Gesundheitskultur vor.
Gesundheit bewegt? Wen bewegt sie? Was bewegt sie? Wer bewegt sie? Diesen Fragen gehen die Frankfurter Gespräche seit 1998 nach. Erste fundierte Positionen zu diesem Themenkomplex wurden Anfang April dieses Jahres auf einer Fachtagung in Berlin vorgestellt. Die Ergebnisse ermutigen dazu, die Idee der Frankfurter Gespräche mit vielen zu teilen, denn vor allem eines wurde deutlich:
Die Zeit ist reif dafür, dass Menschen, denen das Wissen um das Wesen heilsamen Menschseins und die Umsetzung desselben ein Anliegen ist, sich mit Wegbereitern aus dem Gesundheitswesen, der Politik und der Wissenschaft zusammenschließen, um selbstbewusst, selbstbestimmt und verantwortlich ganzheitliche, heilsame Wege zu einem selbstbestimmten und sozialen Mensch-Sein und Mensch-Werden zu begehen.
Dieses Leitbild hat sich für die Frankfurter Gespräche vom Beginn als Initiative im Jahr 1998 bis heute zum über 5000 Mitglieder umfassenden Dachverband immer deutlicher herauskristallisiert. Dies auf eine praktikable Art und Weise zu erfüllen, sieht der Dachverband als seine Aufgabe.
Die neue Gesundheitsbewegung
Zu den Zielen des Dachverbands gehört es, Antworten zu finden für eine zunehmende Anzahl von Menschen, die ihre Gesundheit selbst in die Hand nehmen und frei wählen wollen, was ihnen als förderlich für ihre Gesundheit, für ihr Wohlsein und für ihre Lebensqualität erscheint. Dabei zeigt sich bei einer zunehmenden Rationalisierung und Technisierung der Schulmedizin auf der einen Seite ein steigender Bedarf nach ganzheitlichen Gesundheits- und Heilmethoden auf der anderen Seite. Menschen, die sich für sogenannte alternative Heilangebote entscheiden, tun dies unter anderem deswegen, weil in der Schulmedizin oft die erwünschten Heilerfolge ausbleiben, weil sie Nebenwirkungen bei schulmedizinischen Anwendungen befürchten oder weil sie sich in der herkömmlichen Arzt-Patient-Beziehung unzureichend wahr- und ernstgenommen fühlen (hierzu: Walter Andritzky, Alternative Gesundheitskultur, Berlin 1997).
Jedoch nicht nur Krankheit und eine diesbezügliche Heilungserwartung sind Motivation, sich um die eigene Gesundheit zu kümmern. Inzwischen besteht bei vielen Menschen der Wunsch, die eigene Gesundheit in einem umfassenderen Sinn zu gestalten, so dass neben dem körperlichen Wohlergehen auch geistige und soziale Gesundheit entsteht. Diese erweiterte Gesundheitsperspektive sucht danach, in Beziehung zu sich selbst und zur Welt in ein heilsames Miteinander hineinzuwachsen und in diesem Sinn ganz zu werden in einer selbstverantwortlichen Resonanz auf die dingliche und die mitmenschliche Welt ebenso wie auf die leiblichen, seelischen und geistigen Selbstbedürfnisse.
Dieser bedeutsame Paradigmenwandel von einem Krankheitsbewusstsein zu einem Gesundheitsbewusstsein (auch die Krankenkassen nennen sich heute gerne Gesundheitskassen) wurde maßgeblich von Persönlichkeiten wie dem Begründer der humanistischen Psychologie Abraham Maslow oder dem Medizinsoziologen Aaron Antonovsky beeinflusst. Letzterer hat das Konzept der Salutogenese entwickelt, das Eingang in das Selbstverständnis und die Zielvorstellungen der Weltgesundheitsorganisation der UNO gefunden hat. Die Salutogenese definiert Gesundheit als einen „Zustand des vollständigen körperlichen, psychischen und sozia-len Wohlbefindens und nicht bloß die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechlichkeit“ und beschreibt das Erreichen von Gesundheit als einen individuellen Gestaltungsprozess: „Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort, wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben. Gesundheit entsteht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben, sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen.“ (WHO – Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung, 1986)
Auch der Gesundheitsmarkt spiegelt dieses neue Bewusstsein. So ist es nicht verwunderlich, dass heute eine Vielfalt von Angeboten, die Wachstum und Gesundheit versprechen, den Markt überschwemmen: von Astrologie bis Yoga über Atemschulung, Aura Soma, Ayurveda, Bioenergetik, Familienaufstellung, Felden-krais, Geistheilen, Kinesiologie, Kunsttherapie, mediale Lebensberatung, Reiki und viele, viele mehr. Merkmale dieser Angebote sind unter anderen, dass sie sich oft auf traditionelles und ethnomedizinisches Wissen östlicher wie westlicher Kulturen berufen. Sie berücksichtigen die Einheit von Leib, Seele und Geist, und dementsprechend werden sowohl leibliche als auch weltanschaulich sinnstiftende und spirituelle Aspekte in die gesundheitsfördernde Arbeit mit Menschen integriert.
Die Wirkungsbeschreibungen solcher Methoden beziehen sich oft auf die Subjektivität seelischen und geistigen Erlebens. Diese Subjektorientierung erschwert für die komplementärmedizinischen Angebote naturwissenschaftlich objektivierende Wirkungsnachweise und somit auch die Anerkennung in einer Kultur, welche in ihrer modernen Tradition dem kartesischen Wissenschaftsparadigma verpflichtet ist.
Es handelt sich hier um Entwicklungen im Bereich der Gesundheitskultur, die dazu führen, dass einer funktionalen, technisierenden und materialistisch ausgerichteten Schulmedizin ein humanistisches und spirituelles Menschen- und Weltbild und Gesundheitsbewusstsein gegenübergestellt wird.
Neue gesellschaftliche Strömungen und Leitbilder werden immer auch experimentell, mit Brüchen und Widersprüchen geboren. Dies führt in manchen esoterischen Marktsegmenten bisweilen zu subjektiven, irrationalen und suggestiven Angeboten, die in einer am Wesen des Menschen orientierten integrativen Gesundheitskultur genauso fehl am Platz sind wie eine einseitig rationalisierende Medizintechnik. Hier bedarf es bei den Vertreterinnen und Vertretern einer neuen Gesundheitskultur eines scharfen und selbstkritischen Blicks und eines achtsamen Umgangs mit dem neuen Sujet.
Gesetzliche Reglementierungder neuen Gesundheitsbewegung
Zur notwendigen Selbstkritik wurden alle initiativen und kreativen Anbieterinnen und Anbieter auf dem alternativen Gesundheitsmarkt seit 1996 durch einen Gesetzesentwurf, von dem allerdings nur die wenigsten wussten, herausgefordert: dem Lebensbewältigungshilfegesetz (LBHG), das die Bedingungen der freien Anbieter auf dem Gesundheitsmarkt maßgeblich durch Gesetzeskraft regulieren und auch einschränken sollte.
Die Begründerinnen und Begründer der Initiative der Frankfurter Gespräche waren einige politisch wachsame Protagonisten der neuen Gesundheitsbewegung. Sie machten auf die ersten Entwürfe des LBHG aufmerksam und initiierten in Frankfurt eine offene Gesprächsrunde. Diese Initiativgruppe traf sich regelmäßig, um die Entwicklung des LBHG zu beobachten, auszuwerten und im Sinn der freien Anbieter Alternativen zu diskutieren. Zunächst in einer eher abwehrenden und abwartenden Haltung gegenüber den als bedrohlich erlebten Vorlagen des LBHG im Bundesrat erkannten die Frankfurter Gespräche immer mehr auch die Berechtigung und gleichzeitige Herausforderung, die in einem Gesetzesentwurf lag, der sich vor allem im Sinn des Verbraucherschutzes starkmachte .
Die zuspitzende Frage der am LBHG interessierten Parteien lautete, inwieweit freie und alternative Gesundheitsangebote dem (bedürftigen) Verbraucher durch unlautere Suggestionen und Manipulationen, wie sie bei sogenannten Sekten vermutet werden, schaden können. Eine Enquetekommission erhielt vom Bundestag den Auftrag, durch eine Untersuchung zu prüfen, ob eine derartige Gefahr von alternativen Anbietern auf dem Gesundheitsmarkt ausgehe. Das Ergebnis der Untersuchung konnte die Hypothese nicht erhärten.
Dennoch war in Anbetracht der vielfältigen und unterschiedlichsten Angebote von Gesundheitsförderung die Skepsis vor allem in den Reihen der Verbraucherschützer zunächst nicht beschwichtigt, und erst 2005 wurde der Gesetzesentwurf des LBHG im Bundesrat abgelehnt – auch unter Einflussnahme der Frankfurter Gespräche.
Dachverband Frankfurter Gespräche
In der detaillierten Auseinandersetzung mit den Entwürfen des LBHG hatte die Initiative der Frankfurter Gespräche zunehmend die Berechtigung der impliziten Kritik der Parteien an den alternativen Gesundheitsangeboten erkannt – und damit auch eine wichtige Zielsetzung. Diese führte im Februar 2002 zur Gründung des Dachverbands für freie beratende und gesundheitsfördernde Berufe – Frankfurter Gespräche e.V.
Heute geht es dem Dachverband darum, dass Anbieterinnen und Anbieter auf dem freien Gesundheitsmarkt in einer beruflichen Selbstverpflichtung ihre Angebote für selbstbestimmte Verbraucherinnen und Verbraucher transparent darstellen und professionell anwenden: Dazu gehören zum einen die Transparenz der Methoden, die Transparenz der Dienstleistungsbeziehung und die Transparenz der Ergebnisse. Zum anderen bedarf es nachvollziehbarer Befähigungsnachweise der Anbieter und eines Berufskodexes, der Ethik und Qualität der freien Anbieter für die Verbraucher ersichtlich werden lässt. Und es geht darüber hinaus noch um mehr, nämlich um Selbstorganisation und Selbstregulierung einer neuen Gesundheitskultur.
Mit Blick auf die Abwendung eines LBHG – und damit einer Reglementierung von oben – geht es dem Dachverband Frankfurter Gespräche auch darum, dass sich bewusste Gesundheitsanbieter und bewusste Verbraucher in basisdemokratischen Prozessen (Netzwerken, Foren, Betroffeneninitiativen) darüber verständigen, was aus Sicht der Beteiligten im Sinn einer ganzheitlichen und bedürfnisgerechten Lebensgestaltung notwendig ist. Schlüssig begründete Marco Bischof (in der folgenden Aufzählung mit geringen Auslassungen zitiert) in seinem Vortrag auf der Fachtagung „Gesundheit bewegt“ den gesundheitsstiftenden Charakter von Selbstorganisation auch im Bereich der komplementären Gesundheitskultur:
Neues Gesundheitsverständnis:
– Gesundheit wird eine Frage des Lebensstils und der ganzheitlich verstandenen Lebensqualität.
– Spirituelle Faktoren, wie Werte, persönliche Sinngebung und Lebensziele, spielen dabei eine zentrale Rolle.
– Das neue Gesundheitsverständnis entspricht der ganzheitlichen Auffassung der hippokratischen Tradi-tion in der westlichen Medizin und der östlichen Medizinsysteme. (Bischof & Lassek 2000)
Komplementäre Gesundheitskultur:
– Die jüngsten Entwicklungen im komplementären Gesundheitsmarkt entsprechen voll und ganz diesem neuen Verständnis von Gesundheit.
– Auch hier erscheint Gesundheit in engster Verknüpfung mit Fragen des Lebensstils und der Weltanschauung.
– Nach diesem Verständnis erfordert Gesundheitspflege eine allgemeine Lebensberatung, wie sie vom konventionellen Gesundheitssystem nicht angeboten wird.
– Fragen der Gesundheit sind von Wertefragen und weltanschaulichen Fragen nicht mehr zu trennen.
– Obwohl es auch fragwürdige Erscheinungen gibt, muss in diesem Zusammenhang ein beträchtlicher Teil der neuen religiösen Bewegungen als positives Zeichen einer neuen Autonomie und Selbstregulation in weltanschaulichen Dingen betrachtet werden. (Bischof 2003)
– Wie dies schon länger in politischen Dingen der Fall ist, kann man eine Tendenz zum kritischen und selbstbestimmten Umgang mit weltanschaulichen und religiösen Haltungen und Überzeugungen beobachten. (Ray & Anderson 2000)
Selbstregulation im Gesundheitsmarkt
– Auch in Bezug auf professionelle Standards und Qualitätskontrolle sollte das Prinzip der Selbstregulation beherzigt werden.
– Der Prozess der Anerkennung der Komplementärmedizin in Großbritannien kann als positives Beispiel dienen.
– Es geht darum, sich zu organisieren und sich selbst Regeln zu geben, bevor andere eingreifen.
Ergebnisse der Fachtagung„Gesundheit bewegt“
Der auslösende Anlass für die Fachtagung war die Fertigstellung einer Pilotstudie, welche die Frankfurter Gespräche in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg durchgeführt hatten. Mit dieser Studie wollte der Dachverband in Erfahrung bringen, welche Rolle die freien Angebote in Lebensberatung und Gesundheitsförderung bzw. Prävention arbeitsmarktpolitisch spielen, inwieweit die freien Anbieterinnen und Anbieter organisiert sind, und ob unter ihnen ein Qualitätsbewusstsein und Qualitätsmanagement existiert. (Eine Zusammenfassung mit Ergebnissen der Studie finden Sie unter www.frankfurter-gespraeche.de.)
Ziel der Tagung war es, aus dem Kreis alternativer Insider herauszutreten und sich als junger Dachverband vor Vertreterinnen und Vertretern etablierter Instanzen zu artikulieren. Gleichzeitig wollten die Frankfurter Gespräche in Erfahrung bringen, wie Funktionäre und Lobbyisten aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen die bisherigen Ergebnisse des Fachverbands und seine Satzungsziele einschätzen. Dementsprechend waren Referentinnen und Referenten sowohl aus dem Kreis der neuen Gesundheitskultur eingeladen, als auch Vertreterinnen und Vertreter aus öffentlichen Positionen wie Ellis Huber, ehemaliger Vorstand der Bundesärztekammer Berlin und jetzt Vorstandsmitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Professor Wilfried Belschner von der Fakultät klinische und Gesundheitspsychologie an der Universität Oldenburg, der Wissenschaftsautor Marco Bischof, Joachim Speicher als Leiter der Paritätischen Psychiatrischen Dienste und Landesgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Rheinland-Pfalz, Robert Reichstein als Wirtschaftsvertreter mit dem Schwerpunkt Qualitätsmanagement und Bernhard Wallner von der Solidargemeinschaft Artabana.
Als wegweisendes Fazit der Tagung ergaben sich für den Dachverband eine Reihe weiterführender Impulse und Ergebnisse: Es wurde klargestellt, dass die Bürger in Hinblick auf die sogenannte Komplementärmedizin schon längst mit den Füßen abgestimmt haben: Untersuchungen zeigen, dass 75% der deutschen Bevölkerung alternative Heilmethoden für sich in Anspruch nimmt, auch wenn etablierte Instanzen im Gesundheitssektor und der Naturwissenschaft diese Entwicklung noch nicht anerkennen wollen. Das heißt, es besteht unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine hohe Nachfrage nach ganzheitlichen Gesundheitsmethoden.
Joachim Speicher vom Paritätischen Wohlfahrtsverband bestätigte diese Aussage und erweiterte sie dahingehend, dass der Begriff „komplementär“ heute genausogut auf die Schulmedizin angewendet werden kann. Im Gesundheitsbewusstsein unserer Gesellschaft überwiegt ein Bedürfnis nach ganzheitlichen und inte-g-rativen Methoden, bei vielen Menschen nehme eher die Schulmedizin den komplementären Status ein. Mit dem persönlichen Budget sei eine gesetzliche Grundlage geschaffen, nach der die Wahl der „richtigen“, also gesundheitfördernden Methode heute viel mehr in die Selbstbestimmung der Klienten bzw. Patienten gelegt werden kann (siehe auch www.budget.paritaet.org).
Zukunftsperspektiven
Aufgrund der Ergebnisse der Studie wurden die Frankfurter Gespräche darin ermutigt, die Arbeit an der Qualitätssicherung zu fokussieren und einen Qualitätsprozess für die freien Anbieterinnen und Anbieter zu entwickeln, der dem komplexen Feld einer ganzheitlichen und integrativen Gesundheitskultur Rechnung tragen kann.
Die bereits entwickelten Ethik- und Qualitätsrichtlinien bilden eine tragfähige Basis für diese Arbeit. Der Dachverband erhielt wichtige Impulse für diese Aufgabe.
Von allen Seiten wurde eine Selbstorganisation der freien Anbieter befürwortet, bevor der Staat (wieder) versucht, den freien Markt gesetzlich zu regeln. Als Mittel der Selbstregulierung wurde vorgeschlagen, Foren und Netzwerke zu schaffen, in denen die Anbieterinnen und Anbieter ihre Methoden transparent für die Anwender darstellen und abgrenzen. Aber auch für die Verbraucherinnen und Verbraucher soll es solche Foren geben, in denen diese ihre Erfahrungen mit entsprechenden Angeboten veröffentlichen können (Beschwerdeforen, Schwarze Listen, wie sie in Holland und England erfolgreich bestehen).
Der Schritt, dass die Frankfurter Gespräche mit ihren Anliegen an die Öffentlichkeit getreten sind, wurde sehr begrüßt, da die Zeit reif ist, dass qualifizierte Anbieter auf die Nachfrage integrativer Gesundheitsangebote mit Blick auf die Verbraucher kompetent antworten. Noch wüssten zu wenige von den wegweisenden Zielen des Dachverbands. Es sei jedoch wichtig, weitere Mitglieder ins Boot zu holen, um auf diese Weise den Markt der qualitätsorientierten freien Anbieterinnen und Anbieter zu klären und zu selektieren.
In Zukunft wird KursKontakte den Frankfurter Gesprächen entsprechenden Raum zur Information und Diskussion zur Verfügung stellen. Sie werden hier also regelmäßig Beiträge der Frankfurter Gespräche finden. Wir hoffen, dass so ein fruchtbarer Dialog zwischen Verbrauchern, Anbietern und allen an einer ganzheitlichen Gesundheitskultur Interessierten beginnt, der zu einer ganzheitlichen Gesundheitsgestaltung des Einzelnen wie unserer Gesellschaft beitragen kann. ´
Literaturhinweise:
Walter Andritzky: Alternative Gesundheitskultur, VWB-Verlag, Berlin 1997
Aaron Antonovsky: Salutogenese. Zur Entmystifizierung der Gesundheit, Dgvt-Verlag, Tübingen 1997
Marco Bischof: Selbstorganisation in der komplementären Gesundheitskultur (Vortrag gehalten am 4.April 2006 in Berlin auf der Fachtagung „Gesundheit bewegt“)
Abraham Maslow: Psychologie des Seins, München 1973
Paritätischer Wohlfahrtsverband: Kompetenzzentrum
Persönliches Budget www.budget.paritaet.org
WHO Europa Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung 1986, www.euro.who.int
Birgit Naphausen M.A. phil. ist Vorstandsmitglied der Frankfurter Gespräche und Kunsttherapeutin in freier Praxis, Mitglied im Leitungs- und Dozententeam des A.K.T. – Forum für analytische und klinische Kunsttherapie in München.
Kontakt: Tel. (08807) 8379, b-naphausen@kunsttherapie.com
Weiterführende Infomationen
Mitgliedsverbände der Frankfurter Gespräche
3 H Organisation Deutschland e.V., www.3HO.de
A.K.T. – Forum für analytische und klinische Kunsttherapie, www.kunsttherapie.com
Berufsverband für Atempädagogik und Atemtherapie e.V.,
www.info-atemtherapie.de
Bund der Yoga Vidya Lehrer e.V. (BYV),
www.yoga-vidya.de
Europäischer Verband für Kinesiologie e.V.,
www.kinesiologie-verband.de
Frankfurter Ring e.V., www.frankfurter-ring.org
Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland,
www.shiatsu-gsd.de
Internationale Kinesiologie Akademie IKA,
www.kinesiologie-akademie.de
Mahindra Institut – Europäische Akademie für Ayurveda,
www.mahindra-akademie.com
Taijiquan und Qigong Netzwerk Deutschland e.V. .
www.taijiquan-qigong.de
Wolfgang Schmidt-Reinecke (Einzelmitglied),
www.buero-wjs.de
Kontakt:
Frankfurter Gespräche – Geschäftstelle, Sonja Blank,
Oberkleener Straße 23, D-35510 Butzbach
Tel. (0700) 88866655
info@frankfurter-gespraeche.de
www.frankfurter-gespraeche.de
|