Eine Vision will Wirklichkeit werden.
In der Kultur der Navajos bedeutet Hozhoni „den Weg der Schönheit gehen“. Gabi und Rudi -Kitzing ist dies die Grundlage ihres Heilprojekts. Für die beiden Visionäre gehören dazu Liebe und Achtung gegen-über der Natur, Kommunikation mit allen Mitgeschöpfen, Harmonie zwischen Individualität und Gemeinschaft sowie innere Heilung.
Es ist schön, unter der alten Eiche zu sitzen, die unser Gelände wie eine Mutter behütet. Die Sonne schickt ihre Grüße durch die herbstlich verfärbten Blätter … Seit vier Jahren arbeiten wir nun an unserem Projekt. Anfangs wollten noch mehr Menschen mitmachen, als es jedoch konkret wurde und wir vor drei Jahren den Platz fanden, haben sie sich nach und nach verabschiedet. Sie zogen ihre gesicherte Existenz diesem Abenteuer vor.
Tatsächlich war und ist es noch immer ein Abenteuer. In der Eifel fanden wir im Sommer 2003 unseren Platz: anderthalb Hektar Wald, eine seit acht Jahren unbewirtschaftete Wiese mit Bach und ein extrem sanierungsbedürftiges Haus mit immerhin Wasser- und Stromanschluss.
Wir wollten beide als Heilpraktiker arbeiten, so dass wir das Haus so instandsetzen mussten, dass wir eine Praxis anmelden konnten. Da wir beide jedoch immer eher intellektuelle Kopfarbeiter waren, standen wir nun vor der Her-ausforderung, unsere inneren Widerstände in Kreativität und Schaffenskraft umzuwandeln. Das gelingt uns nun immer besser. Innerhalb von zwei Jahren gelang es uns, einige Räume zu sanieren, aber der Rest des Hauses ist nach wie vor eine Baustelle. Wenn wir das Potenzial des Gebäudes voll ausschöpfen wollen, gehört es grundlegend saniert. Dafür ist Geld und (Wo-)Manpower nötig – doch beides haben wir zur Zeit nicht gerade im Überfluss.
Achtsam leben mit den Naturwesen
Das Land soll mit Menschen belebt werden, so meint zumindest die Eiche. Sie sagt auch: „Das Land gehört keinem bzw. allen“; es sollte keine Ware sein. Wir lassen unsere anderthalb Hektar weitgehend unberührt und wollen sie auch direkt an die Natur zurückgeben. Juristisch sind wir noch Eigentümer, und zur Zeit untersuchen wir gerade, wie man so etwas auch klar juristisch festlegen kann. Wir könnten noch zwei weitere Hektar Land für die Rückgabe an die Natur erwerben. Hierfür suchen wir noch Menschen, die Kapital zur Verfügung stellen. Ob der Kauf dann offiziell von einem Verein oder einer Stiftung getätigt wird, oder ob es noch andere Lösungen gibt, wird sich finden. Die Klärung ist auf dem Weg. Menschen, die mitmachen und dieses Land gemeinsam mit Tieren, Pflanzen und Naturwesen beleben wollen, sind willkommen.
„Die Individualität in der Gemeinschaft leben!“
Wir beiden jetzigen menschlichen Projektteilnehmer üben schon seit langem das, was wir als „die Individualität in der Gemeinschaft leben“ beschreiben, und es wird Zeit, dass noch mehr Individuen zur Gemeinschaft hinzukommen und wir gemeinsam diesen neuen Weg ausprobieren. Das Konzept ist ein tragendes Element unseres Projekts, und seine Verwirklichung hat viel zu tun mit offener Kommunikation und Leben der eigenen Kreativität, achtsamem Umgang mit sich selbst – und damit auch mit anderen.
Aber schließt sich Individualität und Gemeinschaft nicht aus? Wir sind das „Entweder-Oder“ gewohnt. Entweder das Gemeinwohl steht über allem und wird erzwungen über Gesetze, Regeln, Tabus – oder aber nur die Interessen des Einzelnen zählen: „Nach mir die Sintflut“.
Wir wollen jedoch das „Sowohl als auch“ leben. Jedes Individuum kommt hier zu seinem vollen Recht und lebt so wie es ist, und die Gemeinschaft funktioniert, lebt und profitiert sogar davon – ganz ohne Regeln. Unserer Erfahrung nach geht das gut, wenn wir das Alte, Ungelöste, das wir mit hineinschleppen in die neue Lebensform, überhaupt erst einmal in uns selbst wahrnehmen. Bei Konflikten machen wir ja meist die anderen verantwortlich: „Die müssten mal an sich arbeiten, sich verändern. Mit mir ist doch alles in Ordnung und ich tue doch mein Bestes.“ Seltsamerweise fühlen die anderen jedoch genauso, und oft genug trennt sich das, was so hoffnungsvoll und enthusiastisch begonnen hat, in Zorn, Bitterkeit und Resignation.
Die Transformation der Egokisten
Früher erlebten wir beide immer wieder, dass unsere unbewussten Thematiken unser Verhalten steuerten und die Verletzlichkeiten und „Egokisten“ immer wieder aufleben ließen und zu Konflikten mit den Egokisten des/der anderen führten. Wo Kisten mit ihren Ecken und Kanten aufeinanderprallen, erzeugen sie unweigerlich Verletzungen. Diese Kanten gilt es abzurunden, damit aus den Kisten Kugeln werden, das Ego sich in ein sich selbst achtendes, kreatives Individuum verwandelt, das immer weniger Verletzlichkeiten in der Interaktion mit anderen aufweist. Kugeln können miteinander und aneinander rollen, wobei alle heil bleiben. Wir kennen dieses Bild von der Ziehung der Lottozahlen. Und jemand, der sich selbst in allen Aspekten seines Seins achtet, respektiert auch seine Mitmenschen. Zusammenleben wird dann einfacher und offener, keiner opfert sich mehr auf und fühlt sich dann ausgenutzt. So weit unsere Zweier-Erfahrung auf dem Weg von der Egokiste zur Kugel. Wir suchen experimentierfreudige Leute für den „Dreier“, „Vierer“, „Fünfer“ usw.
Besonders subtil sind die Egokisten natürlich im Verhältnis Mann-Frau. Uns geht es darum, das traditionelle Rollenverhalten ganz abzulegen und unsere jeweilige neue Identität als Mensch zu finden, unsere weiblichen und unsere männlichen Aspekte kennenzulernen und zu leben, um beides mehr und mehr zusammenfügen zu können.
Heilung und Kommunikation mit Tieren
Auch in unserer heilerischen Arbeit hat eine Neuorientierung stattgefunden. Wir beide haben jeder für sich auf unseren jeweiligen Fachgebieten über einen längeren Zeitraum mit uns selbst experimentiert und dabei spannende Entdeckungen gemacht und Veränderungen in uns selbst vollzogen. Rudi experimentierte mit den Platonischen Körpern und ihren harmonisierenden Energien, Gabi experimentierte mit Klängen und hat dabei ihren Herzton entdeckt. Mittlerweile bringen wir beides zusammen und stellen fest, dass ganz rasch und sehr sanft auch tiefliegende Blockaden gelöst werden können. Dieses „Joint venture“ nennen wir „Sanfte Heilung mit Form und Klang“. (Mehr dazu auf unserer Internetseite.)
Ein weiter Aspekt unseres Projekts ist die Kommunika-tion mit Tieren. Auch hier hat sich einiges gewandelt. Während wir Tiere anfangs als Helfer z.B. für therapeutische Zwecke betrachteten, sehen wir in ihnen mittlerweile eigenständige und gleichberechtigte Wesen, die zwar andere Bewusstseinsformen darstellen, aber letztlich genauso auf ihrem Weg sind wie wir. Vor diesem Hintergrund lernen wir allmählich, respektvoll miteinander umzugehen und neue Erfahrungen zu machen. Bisher lebten hier nur Hauskatzen, die uns schon viel gelehrt haben – und wir sie. Andere Tiere, wie Esel, Pferde oder Gänse, stehen auf unserer Wunschliste.
Einladung zum Abenteuer
Das ist unser Stand nach drei Jahren „Hozhoni“. Wir sind jetzt soweit, dass wir uns öffnen können. Wir haben den Wunsch, uns zu vergrößern und uns auf das Abenteuer Kommunikation einzulassen im Kontext einer größeren Gemeinschaft. Dafür sind wir aufgebrochen und haben nun auch den Mut, es zusammen mit anderen Menschen umzusetzen.
Wer sich von unserem Bericht angesprochen fühlt und im Hozhoni-Projekt mit uns gemeinsam seinen eigenen Weg der Schönheit gehen und in die Gemeinschaft einbringen möchte, ist herzlich willkommen, an diesem Abenteuer teilzuhaben. ´
Rudi Kitzing (57), Dipl.-Mathematiker und Heilpraktiker, verließ vor elf Jahren eine sichere Position in der Industrie, um sein Leben zu verändern. Neben dem Hozhoni-Projekt hat er besonderes Interesse an Freier Energie, am Lebensstoff Wasser, am Musizieren, Malen und In-der-Natur-Sein.
Gabi Kitzing (55), Lehrerin und Heilpraktikerin, kündigte vor Jahren ihr Beamtenverhältnis, um sich der heilerischen Arbeit zu widmen. Darüber hinaus liebt sie Tanz und Gesang sowie alles, was mit der Natur zusammenhängt; sie gestaltet gerne mit den Elementen der Natur.
Information & Kontakt
Rudi & Gabi Kitzing, Längsbachstraße 5
D-56766 Berenbach, Tel. (02676) 952942, Fax 952965
garubidi@hozhoni.de, www.hozhoni.de
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