Gandalf Lipinski reflektiert Freiheit und Gemeinschaft vor dem Hintergrund von 6000 Jahren Patriarchat. Teil 6: „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ oder: Die Geburt der Moderne.
Im 19.Jahrhundert verwandelte die Industrialisierung den größten Teil Europas (und jeweils etwas verzögert auch die USA und Japan) von Grund auf. Je nach der eigenen sozialen Lage erlebten nicht wenige den Fortschritt von Wissenschaft und Technologie als die große „Befreiung der Produktivkräfte“, als Aufbruch in scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten und nicht zuletzt als enorme Steigerung ihres persönlichen Reichtums. Die meisten aber, die von nichts anderem mehr leben konnten als vom Verkauf ihrer Arbeitskraft, erlebten das Durchstarten der Megamaschine bis zum ersten Weltkrieg zunächst als immer härter werdende Sklaverei.
Die zu Beginn der Moderne einsetzende „Landflucht“ hatte nichts mehr mit der mittelalterlichen Parole „Stadtluft macht frei!“ zu tun. Sie war eher eine Vertreibung und Zwangsrekrutierung für die aufkommenden Fabriken. Keineswegs freiwillig, sondern je nach Herrschaft entweder durch Gewalt und Willkür oder durch Drehen an der Abgabenschraube oder „gesetzliche“ Bodenreformen, wurden die Menschen aus den Dörfern, wo sie sich selbst lange Zeit hatten ernähren können, vertrieben und in die Städte gezwungen. Nach der Sklaverei der Antike und der Leibeigenschaft des Mittelalters wurden die Industriearbeiter in eine neue Form der Unterwerfung gezwungen, die ihnen formal zwar die eine oder andere neue Freiheit brachte, sie ökonomisch und seelisch aber noch stärker an das System ihrer Herrscher band. Mit den dörflichen und großfamiliären Zusammenhängen waren ihnen auch noch die letzten Reste gemeinschaftlicher Einbindung und Selbstversorgung genommen.
Nur wer keine andere Möglichkeit mehr sah, sich und die Seinen zu ernähren, begab sich „freiwillig“ in die moderne Sklaverei der bezahlten Lohnarbeit. Das hieß mitunter ein 12- bis 14 Stundentag, Siebentagewoche, Kinderarbeit (auch in Bergwerken) ab acht Jahren, und „Wohnen“ von zehn und mehr Menschen in einem Raum.
Was auch immer später an Zivilisationskritik aus adeligen, bürgerlichen und feingeistigen Kreisen hervorging, die Industriearbeiter des 19. Jahrhunderts waren die ersten, die am eigenen Leib und im totalen Umfang das ertragen mussten, was wir auch heute im Zug der Verlagerung von „Arbeitsplätzen“ in die Dritte Welt befürchten müssen: das ständige Drehen an der Ausbeutungsschraube und eine sich de facto steigernde Rechtlosigkeit.
Die Herren der Welt
Im relativ stabilen Parlamentarismus Großbritanniens drückt sich in dieser Zeit die gleiche Sklavenhaltermentalität aus wie im antiken Senat des republikanischen Rom. Die Mitglieder der Gentry (der besitzenden Oberschicht) bleiben weitgehend unter sich. Ein Gentleman ist ein Besitzender, der nicht arbeiten muß und auf diese Weise freigestellt ist, in der Politik mitzuwirken. Menschen, die arbeiten müssen, um zu leben, bleiben von der Führung der Staatsgeschäfte ausgeschlossen. Erst als die Arbeiter aufbegehren und „sozialistische Umtriebe“ die Herrschenden beunruhigen, werden – sehr zögerlich und sparsam dosiert – in einigen Ländern arbeitsrechtliche und wahlrechtliche Zugeständnisse gemacht.
Der deutsche Versuch von 1848/49, durch die Vereinigung im Deutschen Bund wenigstens dieselben bürgerlichen Freiheiten wie in Frankreich zu erringen, scheitert gleichermaßen am Parlament in der Frankfurter Paulskirche wie an der Bedrohung durch preußische Bajonette. Erst als Bismarck Deutschland durch eine Reihe geschickt eingefädelter Kriege endlich 1871 unter preußischem Kommando zum zweiten „Deutschen Kaiserreich“ vereint, entsteht im Herzen Europas ein zentralistisches, militärisch-industrielles und autoritäres Staatsgebilde, welches sich nun auch anschickt, am Wettlauf der Imperien teilzunehmen, die den Rest der Welt unter sich aufteilen.
Während die ökonomische Isolierung der Menschen, ihre Absprengung von allen Resten eines sie nährenden Landes und einer sie schützenden Gemeinschaft sich nun rapide beschleunigt und auf die ultimative Verfügbarkeit als Konsument und Arbeitskraft unserer heutigen modernen Welt zusteuert, beginnt sich daneben aber auch immer wieder ein neues Bewusstsein zu regen.
Das Bewusstsein der Freiheit entsteht neu
Schon die deutsche Frühromantik formulierte erstmals in größerem Stil eine tiefer empfundene antimaterialistische und antirationalistische Kulturkritik. Damals sprach natürlich niemand von „spiritueller Politik“ oder „ganzheitlichem Bewusstsein“. Dafür waren die großen Geister zu Zeiten von Schiller, Herder, Goethe und anderen aber noch sehr darauf bedacht, Verstand und Vernunft voneinander zu unterscheiden.
Die utopischen- oder Frühsozialisten stiegen mehr ahnend als wissend zu den Wurzeln einer grundlegenderen Patriarchats- und Kapitalismuskritik hinab. Nach den eher religiös motivierten Amerikaauswanderern waren sie die ersten, die neue Formen von Gemeinschaften nun auch politisch und sozial motiviert bildeten. Im Anarchismus schließlich fanden und formulierten sich die Kräfte, die das herrschende System am radikalsten kritisierten. Doch obwohl sie nicht „den Staat übernehmen“, sondern ihn durch eine freie Assoziation sich vernetzender Gemeinschaften und Regionen ersetzen wollten, blieben auch sie durch ein gewisses Nichterkennen patriarchaler Genese und Grundstrukturen erkenntnismäßig oftmals noch im System gefangen.
Der „wissenschaftliche“ Sozialismus der Marxisten wiederum war mit den Hauptsäulen des modernen Patriarchats zu hundert Prozent identifiziert, namentlich mit dem Materialismus, dem Staat und der Wissenschaft. Die Vergottung dieser drei ließ nicht zu, dass aus den authentischen Aufbruchsimpulsen des Sozialismus auch eine ganzheitliche und spirituelle Bewegung wurde.
In den letzten drei Jahrzehnten vor dem ersten Weltkrieg entstand im deutschen Kulturraum aber noch eine Kraft, in der die geistigen Impulse sowohl der religiösen Erneuerer sowie der Materialismus- und Rationalismuskritiker als auch der Frühromantiker, der Frühsozialisten und der Anarchisten sich verband mit allgemeiner Zivilisationskritik, mit dem Bedürfnis eines gesunden Lebens, mit ganzheitlicher Kultur- und Bildungsarbeit, Natur- und Wanderbegeisterung und nicht zuletzt dem Aufbau neuer Gemeinschaftsformen: die Lebensreformbewegung!
Die Lebensreform
Diese erste „New-Age“-Bewegung im deutschen Kulturraum war breiter, zahlreicher, komplexer und teilweise tiefergehend als das Lager der „Kulturkreativen“ von heute. Spiritualität und Politik gehörten ebenso selbstverständlich zusammen und dazu wie bewusste Ernährung, Bildung von Gemeinschaften, Rituale oder die Kritik des Zinssystems.
Von all dem sind heute allenfalls noch einige Begriffe und Phänomene wie „Jugendbewegung“ und „Wandervogel“ bekannt, die aber nur Teilaspekte des Ganzen spiegeln und nicht die gesamte Bewegung in voller Breite und Tiefe erfassen. Sicher, es waren zunächst und vor allem junge Leute, die sich im „Wandervogel“ fanden. Aber so wie sich in den Jahren der Revolutionen die Turnvereine mitnichten aufs Turnen beschränkten, ging es auch der Wanderbewegung nicht nur um das Wandern an sich. Wir können sie durchaus als eine Vorform ganzheitlich-tiefenökologischer Aktivitäten begreifen, stellte sie doch die Leibesaktivität des Gehens in der Natur bewusst in Zusammenhang mit philosophischen und politischen Reflexionen über den Zustand der Gesellschaft und ihr Verhältnis zur Natur; es ging der Wanderbewegung um die Wahrnehmung und sinnliche Erfassung des Zusammenhangs von Landschaft, Geschichte und Kultur des bewanderten Gebiets.
Die Naturbegeisterung jener Jahre lässt sich aber auch im Zusammenhang sehen mit den Dichtern und Denkern der Frühromantik rund hundert Jahre zuvor. Auch der Frühromantik ging es ja nicht nur um den deutschen Wald, sondern auch um das Zusammenleben der Deutschen in Freiheit und Gemeinschaft. Doch während die spätere Romantik eher reaktionäre Züge annahm und sich in die vergangenen Sozialformen eines idealisierten Mittelalters hineinträumte, war die Jugendbewegung im wilhelminischen und Weimarer Deutschland ganz auf die soziale Reform ihrer eigenen Gesellschaft und auf die Entwürfe nachhaltiger Gemeinschaft und freiheitlicher Gesellschaft hin orientiert.
Das hervorstechendste gemeinsame Merkmal all ihrer unterschiedlichen Strömungen war die fast vollständige Ablehnung aller Formen und Strategien, die die jeweiligen Vordenker ihrer verschiedenen weltanschaulichen Lager predigten. So gab es bürgerliche, sozialdemokratische, anarchistische, später kommunistische, unpolitische, christliche, jüdische, völkische und naturreligiöse Wandervereine und Lebensgemeinschaften, die aber allesamt den Rezepten ihrer jeweiligen Altvorderen skeptisch gegenüberstanden und untereinander oft mehr Berührungspunkte fanden als mit den Etablierten ihrer jeweiligen Herkunftslager.
Während in den etablierten Parteien und Organisationen z. B. Sozialdemokraten und Kommunisten oder jüdische und völkische Kräfte einander immer mehr zu Feinden wurden, arbeiteten die Jungen sowohl in den Wander- als auch in den Dachverbänden der aufblühenden Kommunebewegung konstruktiv zusammen. Egal, ob man links, rechts, auf Kleinfamilie, Vielehe oder reine Frauengemeinschaft fixiert, katholisch, jüdisch oder naturreligiös war, man hatte selbstverständlich eine gemeinsame Kasse, „kommunistische“ Eigentumsvorstellungen und weitere gemeinsame Ideale. So ist zum Beispiel auch bei den eher konservativ/rechten (zu der Zeit aber damit keineswegs nationalsozialistischen) „völkischen“ Kommunen genauso selbstverständlich von der eigenen „kommunistischen“ Ökonomie die Rede wie bei den jüdischen Gemeinschaften, die sich in ihren Weimarer Kommuneprojekten unter anderem auch auf den Aufbau der Kibbuz-Bewegung in Israel vorbereiteten. Die gemeinsame Grundlage war der Gemeinschaftsgedanke, den viele damals eben nicht als Ausstieg aus der Gesellschaft, sondern als reale Alternative zu den systemimmanenten Ansätzen der alten Parteien betrachteten.
Auf dieser sozial/ökonomisch/politischen gemeinsamen Basis war dann auch geistig-kulturell eine große Vielfalt möglich. Neben den klassisch-politischen gab es ja auch die religiös-konfessionellen Zuordnungen, daneben aber ebenfalls Phänomene, die wir eher den derzeitigen Kulturkreativen als unseren Vorgängern vor hundert Jahren zuschreiben würden: nämlich eine zunehmend transkonfessionelle Spiritualität ebenso wie die Wiederentdeckung und Pflege vorchristlicher und naturreligiöser Momente. Und das bereits in der autoritären Gesellschaft des wilhelminischen Kaiserreichs! Selbst im wesentlich liberaleren England war die Befassung mit dem heidnischen Hexenkult noch bis ins Jahr 1952 gesetzlich verboten!
Und gerade die parteipolitische Offenheit vor allem der Jugend-, aber auch der Lebensreformbewegung überhaupt, ihr eher praktisch-sozialer als politisch-grundsätzlicher Charakter, ihr geradezu dogmatisch-unpolitischer Zusammenhalt stellt dann auch den großen Schwachpunkt dar, der sie in den dreißiger Jahren zu Fall bringen sollte.
Sogar während und nach dem ersten Weltkrieg brachte diese breite Strömung noch so machen Ansatz zwischen Kapitalismus und Sozialismus, so manchen „Dritten Weg“ hervor. Silvio Gesell, Rudolf Steiner, die Dreigliederungsbewegung, sogar einige der kurzen Räterepublik- Ansätze waren im Kontakt mit ihr oder von ihr inspiriert.
Erst der größte „Betriebsunfall“ der Moderne in der Entwicklung patriarchaler Gesellschaftsformen – das Abgleiten in den Faschismus und insbesondere in den Nationalsozialismus – musste sich dazwischenlegen, um die Erinnerung an den großen Aufbruch in die Freiheit, der vor rund hundert Jahren durch Deutschland ging, so fast völlig ins Reich des Vergessens abzudrängen. Ja, viele unserer Väter und Großväter haben die Nazis an die Macht gebracht, aber viele unserer Groß-, Urgroßväter und -mütter haben eben auch die größte, ganzheitlichste, komplexeste und radikalste Freiheitsbewegung mit ins Leben gebracht, die der deutschsprachige Raum bisher kannte: Radikaler und tiefer in ihrer Kulturkritik als die 68er, wesentlich zahlreicher an Kommunen, Menschen und Vielfalt als die Ökodorfbewegung in der heutigen Bundesrepublik und komplexer in der Zusammenschau gesellschaftlicher Themen als alle politischen, alternativen bzw. kulturkreativen Kräfte bis zum heutigen Tag stellt die bunte und vielfältig schillernde Jugendbewegung vor und um den ersten Weltkrieg herum gleichermaßen die ganzheitliche Fortsetzung des „geheimen Deutschlands“ (so die Bezeichnung Rüdiger Sünners für die geistige Blüte der Goethe-Zeit) wie den Vorläufer unserer aktuellen Vernetzungen dar.
Die große Perversion
Der Mantel des Vergessens über diesen Lichtblick wurde durch die nationalsozialistische Katastrophe ausgebreitet. Die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts, der erste Weltkrieg, hatte nicht nur Tod und Zerstörung gebracht, nicht nur materielle und körperliche Wunden geschlagen. Er hatte millionenfach auch geistige und seelische Wunden hinterlassen. Eine Welt war untergegangen, die Ideale einer Zivilisation, die sich mit industrieller Macht und Effizienz selbst in den Untergang getrieben hatte, standen auf dem Prüfstand. Die erste deutsche bürgerliche Demokratie kannte kaum Demokraten. Entwurzelung, Orientierungslosigkeit und ein millionenfacher leidenschaftlicher Idealismus, der aber keine glaubhaften gesellschaftlichen Anknüpfungspunkte mehr fand, eine tiefe politische Enttäuschung und Skepsis gegenüber einem kapitalistischen System, das so viel Leid und Zerstörung hervorgebracht hatte, das war der Seelenstoff, um den nicht nur Liberale, Sozialisten und die Lebensreformer, sondern eben auch die Nationalsozialisten rangen.
Und diese waren unter anderem erfolgreich, weil sie an authentischen Bedürfnissen anknüpften. Doch wo die Ansätze der Lebensreformer komplexe und nicht gleich jedem sofort einleuchtende Antworten boten, verstanden es die Nazis, echte Bedürfnisse durch vereinfachte und schließlich verfälschte Antworten umzuleiten und auf andere Mühlen zu lenken.
Der Ruf „Lebensraum im Osten“ z. B. war in der Weimarer Republik verbunden mit der Idee, weitgehend ungenutzte landwirtschaftliche Flächen aus Großgrundbesitz im Osten des Reichs Gemeinschafts- und Selbstversorger-Projekten zur Verfügung zu stellen. Auch der tiefe und echte Wunsch nach einem anderen als dem Sozialismus marxistisch-leninistischer Prägung konnte teilweise durch Parolen und Aktionen vor allem der SA aufgegriffen und umgebogen werden. Auch wenn die tiefere Analyse dieses Prozesses den Rahmen dieses Artikels sprengen würde, soll doch hier wenigstens als thesenhafter Schluss erwähnt werden: Erst die geschickte Aufnahme positiver und zentraler Impulse der Lebensreformbewegung und deren demagogische Umwandlung zu „geistiger Anti-Materie“ schuf und ermöglichte die emotionalen Grundlagen für die Akzeptanz und den Erfolg der Nazi-Propaganda!
Und so gehört neben 60 Millionen Toten und nie dagewesenen Verbrechen auch eine nachhaltige kollektive geistig-kulturelle Traumatisierung der Deutschen zu den dauerhaften Folgen der braunen Epoche.
Wenn wir den historischen Blick hundert Jahre und dann 200 Jahre zurückrichten, können wir feststellen, dass hier im deutschen Kulturraum eine so fundamentale, umfassende und komplexe Kritik am patriarchalen militärisch-kapitalistischen Grundmuster erwachsen ist, ein Bewusstsein vom notwendigen Zusammenhang von Freiheit und Gemeinschaft, ein fundiertes Wissen um gesellschaftlich destruktive Mechanismen, wie z. B. das Zinssystem, dass wir eigentlich dieses Erbe voller Stolz antreten dürften. Durch die braune Perversion jedoch, durch die Umwandlung an sich positiver Werte wie kollektive Intelligenz, überschaubare Regionalstrukturen, Heimat, gemeinschaftsspendende Rituale, Entwicklung eines intelligenten Willens, spirituelle und andere Werte, die die Megamaschine eher aushebeln würden, hin zu „Volksgenossen“, „Triumph des Willens“ und schließlich zur „Endlösung“ und anderer Zusammenballungen „geistiger Antimaterie“ ist uns dieses Erbe bis heute entfremdet und versagt. In keinem anderen Land der Welt wecken Worte oder Wortkombinationen wie „Gemeinschaft, Ritual, Zinsknechtschaft, Spiritualität und Politik“ soviel Misstrauen und Argwohn wie in Deutschland. Die lebensdienlichen Grundimpulse der Lebensreformer sind in Deutschland von einem noch nicht geräumten Minenfeld nationalsozialistischer Blindgänger überlagert.
Eine geistige Befreiung, die es uns gesamtgesellschaftlich wieder ermöglichen würde, zu den Wurzeln authentischer Gemeinschafts- und Gesellschaftsgestaltung vorzudringen, ist schwer vorstellbar ohne eine wesentlich tiefere Befreiung als bisher. Und solange der geistig nicht aufgearbeitete Nationalsozialismus wie eine Betonplatte aus Tabus und Denkverboten über unseren Wurzeln liegt, haben es ganzheitliche oder spirituelle Politikansätze in Deutschland doppelt und dreifach schwer. Es würde sich lohnen, diese Aufgabe anzunehmen. Unter der Betonplatte schläft unser wahres kulturelles Erbe.
Um Freiheit und Gemeinschaft heute und den Blick auf unsere Perspektiven geht es in der nächsten und vorerst letzten Folge. ♠
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