Artikel
Kulturkreatives Spektrum (108)
Andere Welten (55)
Freie Gesundheitsberufe (22)
eurotopia (166)
Matriarchale Perspektiven (35)
Holon (77)
Editorial (30)
Briefe aus Amerika (6)
Anders Lernen (47)


Ausgabe 166 (12)
Ausgabe 165 (12)
Ausgabe 164 (12)
Ausgabe 163 (13)
Ausgabe 162 (13)
Ausgabe 161 (15)
Ausgabe 160 (12)
Ausgabe 159 (11)
Ausgabe 158 (13)
Ausgabe 157 (11)
Ausgabe 156 (15)
Ausgabe 155 (13)
Ausgabe 154 (12)
Ausgabe 153 (16)
Ausgabe 152 (12)
Ausgabe 151 (13)
Ausgabe 150 (14)
Ausgabe 149 (14)
Ausgabe 148 (16)
Ausgabe 147 (13)
Ausgabe 146 (13)
Ausgabe 145 (13)
Ausgabe 144 (11)
Ausgabe 143 (13)
Ausgabe 142 (12)
Ausgabe 141 (13)
Ausgabe 140 (15)
Ausgabe 139 (14)
Ausgabe 138 (12)
Ausgabe 137 (11)
Ausgabe 136 (14)
Ausgabe 135 (12)
Ausgabe 134 (8)
Ausgabe 133 (6)
Ausgabe 132 (9)
Ausgabe 131 (9)
Ausgabe 130 (10)
Ausgabe 129 (8)
Ausgabe 128 (9)
Ausgabe 127 (8)
Ausgabe 126 (6)
Ausgabe 125 (8)
Ausgabe 124 (9)
Ausgabe 123 (6)
Ausgabe 122 (7)
Ausgabe 121 (7)
Ausgabe 120 (3)
Ausgabe 119 (5)
Ausgabe 118 (1)
Ausgabe 115 (1)
Ausgabe 114 (11)

Zuletzt besucht
Artikel: Von Egokisten zu Glückskugeln

Artikel: Informelles Lernen

Artikel: Kooperative Kleinexistenzen

Artikel: Mama Bapu

Artikel: Die Macht der Geldschöpfung


Über uns
Impressum
Editorial
erschienen in Ausgabe 159
Liebe Leserinnen,
liebe Leser,
der „Große Hadronenkollidierer“ in Genf kaputt, die Wallstreet kaputt, und selbst die bayerische CSU kaputt. Haben wir’s nicht kommen sehen? Hochmut kommt vor dem Fall. Es dauert halt manchmal etwas länger, bis die Fallhöhe erklommen ist, aus der ein Absturz sich wirklich lohnt, wirklich die Dinge ändert.
Zu dumm nur, dass keiner der drei Götter­stürze groß genug ist, die Dinge wirklich zu ändern. Der größte und komplizierteste Kultkreis, den der Mensch je ersonnen hat, wird bis zum Frühjahr repariert sein. Ohne Absolution der gewappelten CSU-Spezln wird im Land der Bayern auch weiterhin nix gehen. Und was den Zusammenbruch der ­Geldkirche angeht, so hören wir und staunen: „Könnten wir all die Hasardeure der Wall Street scheitern lassen, ohne Ihnen und Ihren Familien zu schaden, würde ich es tun“ – so begann George Walker Bush die Rechtfertigung für ­seinen milliardenschweren „Rettungsplan“. Aber er kann es nicht tun, sollen weitere Pleiten, Jobverluste und eine weltweite Rezession vermieden werden.
Mich wundert ja nicht viel, aber das wundert mich nun doch: Ganz still ­verhalten sich die engagierten Bürger dieser Welt angesichts des unvorstellbaren Betrags von 700 000 000 000 Dollar, die nun – ja, wofür genau ausgegeben werden? Um „faule Kredite“ zu kaufen? Sagen wir es schlichter: um die Unverantwortlichsten der Unverantwortlichen schadlos zu halten, um die Wirtschaftsmaschine, die uns alle in den Ruin treibt, nicht ins Stottern geraten zu lassen, um weitermachen zu können wie bisher, nur ein kleines bisschen „sicherer“.
Mit einem Viertel der Rekordsumme könnte die Weltgemeinschaft einen der beschämendsten Notstände der Menschheit lindern und die Zahl der extrem Armen und Hungernden bis 2015 halbieren. Das ist eines der acht Millenniumsziele, auf die sich die Mitgliedsstaaten der UNO geeinigt haben, um eine zukunftsfähige und nachhaltige Weltentwicklung sicherzustellen.
Warum bleibt alles so ruhig? Man stelle sich vor, die Länder Afrikas würden sagen, „Freunde, wenn ihr nicht binnen Wochenfrist 700 Milliarden Taler rüberwachsen lasst, damit wir unser größtes Elend endlich beseitigen können, dann streiken wir auf ganzer Linie!“ Oder die Kinder dieser Welt würden 700 Milliarden Dollar fordern, jetzt sofort und in ganzer Summe, zur Verbesserung der Ernährung, der Gesundheitsfürsorge, der Bildung? Was würde passieren?
Das ist, was passiert: Auf dem Armutsgipfel anlässlich der jüngsten Vollversammlung der UNO wurden – immerhin! – 16 Milliarden Finanzhilfe in den nächsten Jahren in Aussicht gestellt. (Der gesamte „Umsatz“, den das Auffliegen des Geldschwindels in wenigen Wochen verursacht hat, ist inzwischen höher als das jährliche US-Kriegsbudget. Das liegt derzeit bei 1,2 Billionen Dollar …).
Herzlich, Ihr
Johannes Heimrath

  Autoren


Heimrath, Johannes

Partner
sge-button
© by Human Touch Medienproduktion GmbH, info@kurskontakte.de