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Ein Kongress mit Folgen
erschienen in Ausgabe 159  PDF-Version (137.65 KB)
Bericht vom ersten Kongress für Integrale Politik

Kein geringeres Anliegen, als Politik und Wirtschaft wieder in lebensdienliche Gesamt­zusammenhänge einzubetten, hatte die Ini­tiatoren des ersten Kongresses für integrale Politik zusammengeführt. Freiheit und Menschenwürde im ganzheitlichen Sinn, eine nachhaltige Gemeinwohlorientierung und ein kontaktvoller Umgang mit unserer nichtmenschlichen Mitwelt waren die zentralen Themen in diesem siebentägigen Prozess.
Nun hat er stattgefunden, der erste Kongress für integrale Politik! Vor rund eineinhalb Jahren hatte dynamik5 die Initiative dazu ergriffen. Das Netzwerk Holon stand als Träger im Hintergrund und als Ausfallbürge bereit, und die Konvergenz-Gesellschaft mit den Erfahrungen der letzten fünf Holon-Sommertagungen im Gepäck als aktive Vorbereitungsgruppe. Die Parteien „Die Violetten“ aus Deutschland und „Integrale Politik“ aus der Schweiz wurden eingeladen, den Kongress zusammen mit den Nicht-Partei-Organisationen vorzubereiten. Im Frühjahr 2007 stand der gemeinsame Programmrat aus den fünf einladenden Trägerorganisationen, so dass die praktischen Vorbereitungen beginnen konnten.
Vom 3. bis 10. August 2008 kamen dann über hundert Menschen aus etwa einem Dutzend Parteien oder sonstigen politischen Organisationen, NGOs und Basisinitiativen zusammen, um sich in der Tagungsstätte St. Arbogast im vorarlbergischen Götzis gemeinsam über die aktuellen Notwendigkeiten zur Zusammenschau von Spiritualität, integralem Bewusstsein und Politik zu verständigen. Das hervorragend geführte Tagungshaus, welches schon frühere Holon- und dynamik5-Treffen auf angenehme Art unterstützt hatte, trug auch diesmal wesentlich zum Gelingen des Kongresses bei.
Ein gutes Drittel der Teilnehmenden bestand aus den Schweizer Mitgliedern von dynamik5 sowie der IP. Ein kleineres Drittel waren die Mitglieder der Violetten aus Deutschland und das dritte Drittel waren die Mitglieder oder Abgesandten der verschiedenen anderen Gruppierungen, des Club of Budapest, verschiedener Wilber-Initiativen, von Holon, Konvergenz, dem Netzwerk Viergliederung, Talent Schweiz, Anima Mundi Akademie, dem Forum für eine integ­rierte Gesellschaft und anderen, unter anderem auch einigen Gästen aus Österreich und Luxemburg.
Das im Zentralteil in fünf Thementagen gegliederte Programm, die meditativen, rituellen, musikalischen und auch körperlich bewegenden Komponenten und die regelmäßigen Treffen in den regionalen Zusammenhängen (genauer haben wir das Programm in der letzten Ausgabe dargestellt) haben einen gemeinsamen Prozess von großer Weite und Komplexität und ungewöhnlicher Intensität ermöglicht. Am Schluss haben die Vertreter der fünf Trägerorganisationen den sorgfältig vorbereiteten Entwurf eines Manifests in ungewöhnlich konstruktiver Atmosphäre gemeinsam überarbeitet und verabschiedet. Diesen können wir an dieser Stelle noch nicht im Wortlaut veröffentlichen, wohl aber seine inhaltlichen Schwerpunkte:
In der Ausgangslage werden drei große Problemfelder benannt: das psychisch-individuelle, das ­sozial-kollektive und das ökologisch-weltzentrische. Über die Hauptansatzpunkte, in diesen drei Problemfeldern positive Veränderungen zu bewirken, konnte trotz sehr unterschiedlicher Terminologien erstaunlich rasch eine weitgehende Einigung erreicht werden. Und selbst bei der Benennung konkreter Handlungen und Maßnahmen ließen sich viele Gemeinsamkeiten feststellen und formulieren. So war man sich einig im Ruf nach „seelentragenden, selbständigen und vernetzten Lebensgemeinschaften mit der Möglichkeit der Selbstversorgung“, nach Stärkung des Subsidiaritätsprinzips und der Regionen, nach direkter Demokratie sowie danach, dass Nationen auch Souveränität nach oben an eine demokratisch legitimierte Welt­föderation abgeben sollen. Wir werden das Manifest in der nächsten Ausgabe detaillierter vorstellen.

Folgekongress ist angedacht
Den Initiatoren des Kongresses war wichtig, dass hier nicht nur Vorstände und Programme zusammenkommen, sondern dass die konkreten Menschen, die in den verschiedenen Organisationen mitarbeiten, sich in einem gemeinsamen Prozess kennenlernen. Das ist in hohem Maße gelungen. Es wird einen zweiten Kongress geben, vielleicht in zwei oder in vier Jahren. Aber daneben wird die entstandene Synergie auch in weitere gemeinsame Aktionen münden. Zum einen werden die einen oder anderen auf dem Kongress entstandenen regionalen Zusammenkünfte sich fortsetzen, zum andern wird aber auch gemeinsam am Entwurf einer Charta für ein demokratisches ­Europa gearbeitet werden, um den demokratieabträglichen Tendenzen der gegenwärtigen Verfassungsentwürfe eine positive Alternative aufzuzeigen. Weitere gemeinsame Aktivitäten, derzeit unter dem Arbeitstitel „Agenda 2012“ subsumiert, werden wir regelmäßig auf den Holon-Seiten in KursKontakte vorstellen.
Direkte Folgeveranstaltungen, die die Impulse und Themen des Kongresses aufnehmen und im Norden Deutschlands bündeln und vertiefen, sind die Herbstkonferenz vom 26. bis 28. September und das Konvergenz-Labor vom 30.10. bis 2.11. in der „Weltbühne“ in Heckenbeck. Langfristig ist in einer engen Kooperation von Konvergenz-, Holon-, dynamik5- und „Violetten“-Mitgliedern die Vernetzung ihrer Aktivitäten im südlichen Niedersachsen und der gemeinsame Einstieg in eine nachhaltige Regionalarbeit zwischen Harz und Weser anvisiert. Einige Ankündigungen auf dem Kongress geben Anlass zur Hoffnung, dass Ähnliches demnächst auch in anderen Regionen entstehen wird. Wir bleiben am Ball! ♠



  Autoren

Andreas Valentin, Gandalf Lipinski

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