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| Kongress und Agenda 2012 |
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Gandalf Lipinski skizziert die Perspektiven der spirituell-politischen Zusammenarbeit im Netzwerk Holon.
Kaum ist der erste Kongress Geschichte und das umseitige Manifest erstmals veröffentlicht, konkretisieren sich bereits die Pläne für die Vorbereitung des nächsten Kongresses im Sommer 2012. Neben drei Vorbereitungskongressen ist ein kulturkreativer Pilgerzug angedacht. Zunächst soll jedoch das von möglichst vielen Menschen getragene Manifest im Rahmen der anstehenden Wahlen in die breite Öffentlichkeit gelangen.
Bis zum 1. März besteht für alle Organisationen und Einzelpersonen, die dem Manifest, das auf den beiden vorherigen Seiten 30 und 31 erstmals veröffentlicht wird, zustimmen, die Möglichkeit, dem Kreis der Erstunterzeichner beizutreten. Danach soll es gedruckt und einer größeren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wir verstehen das Manifest unter anderem als das Angebot einer Plattform für kulturkreative Menschen, um politisch zusammenzufinden.
Der gemeinsame Programmrat hat seine Arbeit bereits wieder aufgenommen, um den zweiten Kongress vorzubereiten. Dieser soll aller Voraussicht nach im Sommer 2012 stattfinden. Bis dahin werden eine Reihe weiterer gemeinsamer Projekte, die wir auf dem Kongress unter dem Arbeitstitel „Agenda 2012“ zusammengefasst haben, in die Wege geleitet. Einige davon wollen wir hier kurz vorstellen.
Manifest, Wahlen, Europa
Das Manifest soll ab Ostern nach Möglichkeit auch in politische Diskussionen und Zusammenhänge weit über das kulturkreative Spektrum hinaus eingespeist werden. Eine Möglichkeit dazu soll die Beteiligung an Wahlen eröffnen. Die Europawahlen und die Bundestagswahl sind hier die ersten Herausforderungen in diesem Jahr. Die Arbeit an einem eigenen positiven Verfassungsentwurf (der „Charta für ein demokratisches Europa“) hat bereits begonnen, ein Arbeitskreis dazu hat sich bereits im Januar gebildet. Hier geht es darum, nicht nur die bereits existierenden Entwürfe zu analysieren oder zu kritisieren, sondern ein eigenes konstitutionelles Gerüst zu entwickeln, in welches die Themen und Inhalte des Manifests auch verfassungsrechtlich begründet und eingebaut werden können.
Zusammenarbeit in den Regionen
Genauso wichtig wie die zentralen Vorhaben ist uns aber auch der Beginn einer Zusammenarbeit auf regionaler Ebene. Im südlichen Niedersachsen kommen zur Zeit verschiedene Kultur- und Bildungsvereine, Regionalwährungs- und Grundeinkommensinitiativen zusammen. Vom 20. bis 22. März findet in der Weltbühne Heckenbeck ein gemeinsames Frühlingstreffen zum Thema „Wirtschaft, Demokratie und Gemeinschaft“ statt. Initiativen und Einzelpersonen aus dem südlichen Niedersachsen stellen bereits vorhandene Projekte und Ansätze für eine gerechte und nachhaltige Wirtschaftsweise vor.
Integrale Akademie
Da der zweite Kongress größer und professioneller vorbereitet werden soll, wird diesmal auch früher und breiter mit der Suche nach Sponsoren begonnen. Vielfach war zudem der Wunsch artikuliert worden, auch die innere Vorbereitung auf die kommenden Ereignisse zu verbessern und hierbei zu kooperieren. Verschiedenste Veranstaltungen der einzelnen Gruppen in Sachen interner Fortbildung und Schulung, sei es in fachlichen oder eher menschlich-kommunikativen Kompetenzen, sollen untereinander geöffnet und ausgetauscht werden. Unter dem Stichwort „integrale Akademie“ verstehen wir also derzeit nicht den Aufbau einer zentralen Einrichtung, sondern die Vernetzung bereits existierender Seminare und Ansätze unter den beteiligten Organisationen.
Pilgerzug
Der Programmrat regt zudem an, über einen Pilgerzug für nachhaltige Demokratie nachzudenken, der im Sommer 2010 oder 2011 stattfinden könnte. Dabei ist an eine zwar gemeinsam organisierte, aber dennoch dezentrale Veranstaltungsserie gedacht. Die Orte, an denen die beteiligten Gruppen sich schwerpunktmäßig befinden oder die ihnen aus anderen Gründen für ihren jeweiligen thematischen Aspekt wichtig sind, könnten in einer gemeinsamen Themen- und Zeitfolge aufeinander bezogen sein. Eine gemeinsame Berichterstattung über die verschiedenen Veranstaltungen und auch über an verschiedenen Orten gleichzeitig stattfindende Aktionen könnten den Zusammenhang noch verdeutlichen. Und diejenigen, welche die Zeit, Lust und Möglichkeit zum Wandern haben, könnten gemeinsam entweder den ganzen Weg (der zum Beispiel von Klein Jasedow bis ins Tessin führen würde) oder Teilabschnitte davon erwandern.
Drei zentrale Vorbereitungskonferenzen
Vom 31. Juli bis zum 2. August 2009 wird eine erste und kürzere, von dynamik5 ausgerichtete Vorbereitungskonferenz in der Schweiz stattfinden. Dazu sind diesmal hauptsächlich die Vorstände und Funktionsträger der veranstaltenden Organisationen eingeladen. Der Programmrat möchte sie zu einem gemeinsamen Brainstorming zur Thematik und Gestaltung des zweiten Kongresses sowie weiterer Projekte der Agenda 2012 einladen. Vom 5. bis zum 9. August 2010 wird die zweite Vorbereitungskonferenz in der „Alten Mühle“ bei Bad Gandersheim stattfinden. Hierzu sollen auch die TeilnehmerInnen des ersten Kongresses und die Vertreter neu hinzukommender Organisationen eingeladen werden. Sie wird von den „Violetten“ vorbereitet werden. Die dritte Vorbereitungskonferenz wird vom 9. bis zum 13. August 2011 wieder in St. Arbogast stattfinden. Durch die frühzeitige Bekanntgabe der Termine für diese drei Treffen möchten wir den dazukommenden Gruppen und Organisationen die Möglichkeit bieten, sich langfristig und gemeinsam auf den Kongress vorzubereiten.
Der zweite Kongress
Der zweite Kongress ist vom 5. bis zum 12. August 2012 geplant. Er soll unter anderem auch künstlerisch vorbereitet werden. So denken wir zur Zeit an eine in den Kongress integrierte Theaterproduktion. Zu Themen und Gestaltung des zweiten Kongresses wird der Programmrat sich erst nach dem ersten Treffen mit den Trägerorganisationen im Sommer 2009 äußern. Es gibt aber schon jede Menge gute Ideen und einige konstruktive Kritiken vom ersten Mal, die in die Planung einfließen werden.
Und nun du …?
Das alles hört sich nach viel Arbeit an. Ist es auch! Aber gleichzeitig werden wir ja auch mehr. Und es gibt unendlich viele Möglichkeiten, den Kongress und die Agenda 2012 zu unterstützen und mit zu prägen. Jede der fünf Trägerorganisationen freut sich über deine/Ihre Kontaktaufnahme. Und selbstverständlich sind gerade jetzt auch weitere Initiativen und Gruppen eingeladen, den gemeinsamen Prozess mitzugestalten.Zum Beispiel mit einer Unterschrift unter unser Manifest!
Wenn Sie das Manifest unterstützen wollen, schreiben Sie bitte folgenden Text: „Hiermit erkläre ich meine/unsere Zustimmung zum Manifest des ersten Kongresses für integrale Politik 2008 in St. Arbogast“, versehen mit Namen (und ggf. Organisation), Unterschrift und – wenn gewünscht – Adresse und Telefon), an:
Sekretariat dynamik5, CH-3000 Bern, info@dynamik5.org oder an: Konvergenz-Gesellschaft, Methfesselstraße 4,
37581 Bad Gandersheim
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Autoren |
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Lipinski, Gandalf
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Partner
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