Artikel
Kulturkreatives Spektrum (108)
Andere Welten (55)
Freie Gesundheitsberufe (22)
eurotopia (166)
Matriarchale Perspektiven (35)
Holon (77)
Editorial (30)
Briefe aus Amerika (6)
Anders Lernen (47)


Ausgabe 166 (12)
Ausgabe 165 (12)
Ausgabe 164 (12)
Ausgabe 163 (13)
Ausgabe 162 (13)
Ausgabe 161 (15)
Ausgabe 160 (12)
Ausgabe 159 (11)
Ausgabe 158 (13)
Ausgabe 157 (11)
Ausgabe 156 (15)
Ausgabe 155 (13)
Ausgabe 154 (12)
Ausgabe 153 (16)
Ausgabe 152 (12)
Ausgabe 151 (13)
Ausgabe 150 (14)
Ausgabe 149 (14)
Ausgabe 148 (16)
Ausgabe 147 (13)
Ausgabe 146 (13)
Ausgabe 145 (13)
Ausgabe 144 (11)
Ausgabe 143 (13)
Ausgabe 142 (12)
Ausgabe 141 (13)
Ausgabe 140 (15)
Ausgabe 139 (14)
Ausgabe 138 (12)
Ausgabe 137 (11)
Ausgabe 136 (14)
Ausgabe 135 (12)
Ausgabe 134 (8)
Ausgabe 133 (6)
Ausgabe 132 (9)
Ausgabe 131 (9)
Ausgabe 130 (10)
Ausgabe 129 (8)
Ausgabe 128 (9)
Ausgabe 127 (8)
Ausgabe 126 (6)
Ausgabe 125 (8)
Ausgabe 124 (9)
Ausgabe 123 (6)
Ausgabe 122 (7)
Ausgabe 121 (7)
Ausgabe 120 (3)
Ausgabe 119 (5)
Ausgabe 118 (1)
Ausgabe 115 (1)
Ausgabe 114 (11)

Zuletzt besucht
Artikel: Die Menschen lieben und die Dinge gebrauchen –und nicht die Dinge lieben und die Menschen gebrauchen

Artikel: Räume räumen

Artikel: Wir brauchen Modelle der Hoffnung
,
Artikel: Keine Furcht vor dem Wandel


Über uns
Impressum
Editorial
erschienen in Ausgabe 165
Liebe Leserin,
lieber Leser,
haben Sie nicht auch das Aufatmen gehört, das dieser Tage durch die kleine Welt der Petroleumwirtschaft ging: Ein Ölfund wie seit zehn Jahren nicht mehr! Leicht auszubeuten, im Atlantik, 1100 km vor Westafrika. Ein dreifaches Aufatmen, erstens, weil nun doch alles nicht so schlimm ist (man lässt verlauten, wir hätten Zeit gewonnen, alternative Energiequellen besser zu erschließen – aber wer weiß schon, dass der Anteil der Ölkonzerne an der Welt-Gesamtinvestition in die „Renewables“ nur im Promillebereich liegt?), zweitens, der gute Ölpreis verschwindet nicht komplett in komplizierter Fördertechnik (es bleibt auch weiterhin was übrig für das Good Ol’ Boys’ Network), und drittens weiß man in diesen Kreisen besser als anderswo, zu welchem Verhalten der stammhirngesteuerte Mensch generell neigt: Kaum scheint die unmittelbare Gefahr etwas nachzulassen, lehnt man sich wieder zurück (zum Standardmodell siehe letztes Editorial …).
Doch die Dreistigkeit, mit der die ­kleine Welt der Petroleumwirtschaft der ­großen Welt der Menschen, die ihr ­Unbehelligtsein über alles lieben, entsprechend Sand in die Augen streut, ist schon beeindruckend. So hat Exxon, das größte börsennotierte Unternehmen auf dem Planeten, seit 2004 rund 250 Millionen Euro jährlich in die Erforschung energieeffizienter Maßnahmen inves­tiert – wohl gemerkt: lediglich in Techniken, die das Öl- und Gasgeschäft des Multis verlängern helfen. Jetzt meldet Exxon stolz, in den nächsten Jahren erstmals in die Entwicklung alternativer Treibstoffe aus Meeres­algen investieren zu wollen: insgesamt rund 420 Millionen Euro. Die Hälfte davon geht allerdings an ein Technologieunternehmen, das einem der gerissensten Privatisierer von Allgemeingütern gehört: dem Genspezia­lis­ten Craig Venter, der sich im Zug seiner Forschungen zur Sequenzierung des menschlichen Genoms Tausende von Patenten auf Leben gesichert hat. Und nun zur finanziel­len Situation von Exxon: Als Gewinn für das Jahr 2008 – mitten in der „Finanzkrise“ – meldet der Ölgigant 31 Milliarden Euro …
Warum sollte uns das interessieren? Die englische Schriftstellerin A S Byatt legt einer schwedischen Bienenforscherin namens Fulla Biefeld den bemerkenswerten Satz in den Mund: „Wir sind ein Tier, das seine gesamte Intelligenz benötigen wird, um die Auswirkungen ebendieser Intelligenz zu lindern.“
Wahr ist’s: Die Beschäftigung mit den klimarelevanten Folgen unserer Lifestyles wird uns mehr als alles andere für den Rest unseres Lebens und das Leben unserer Kinder und Kindeskinder begleiten, ob wir wollen oder nicht. Es ist immerhin besser, zu wollen, denn es wird nicht einfach sein, die Common Goods, die guten Dinge, die allen gehören und die unser aller Leben ermöglichen, zu verteidigen. Auch und nicht zuletzt gegenüber unserer neuen Regierung …
Herzlich, Ihr Johannes Heimrath

  Autoren


Heimrath, Johannes

Partner
sge-button
© by Human Touch Medienproduktion GmbH, info@kurskontakte.de