Wir gründen eine Lesergenossenschaft
Es ist so weit …
Wir haben den Namen für das neue Magazin,
das die altgediente KursKontakte im Jahr 2010 ablösen wird, gefunden! Das neue Heft heißt »Oya«. Die Unterzeile lautet: »Wie wir in Zukunft leben wollen«.
»Oya« – das klingt erstmal schön, es ist kurz, ungewöhnlich und wirkt einprägsam auf dem Titelblatt. Und das Überraschende ist: In vielen Sprachen bedeuten die drei Buchstaben viele schöne Dinge:
Im Glauben der nigerianischen Yoruba ist Oyá die Göttin der Transformation. Sie fegt als »Wind des Wandels« über veraltete Strukturen hinweg und lässt dort, wo Ungerechtigkeit und Unterdrückung herrschen, keinen Stein auf dem anderen. Dabei
ist sie stets der Wahrheit und Gerechtigkeit verpflichtet. Oyá repräsentiert also genau die Kraft,
die wir für eine kulturkreative Zeitschrift in diesen herausfordernden Zeiten brauchen!
Im Japanischen bezeichnet oya das Prinzip der Elternschaft (Vater, Mutter, der Elternteil, die Eltern), und japanische Shin-Buddhisten wenden sich mit der Anrede »Oya-sama« ehrfurchtsvoll an Amida, den behütenden und nährenden Vater-Mutter-Aspekt Buddhas. Im Türkischen bedeutet oya »Zierspitze« oder »Borte« und dient auch als Mädchenname. In der Sprache der nordamerikanischen Miwok-Indianer ist oya (= »herbeirufen« oder »der bzw. die von der Zwergschnepfe spricht«) ebenfalls ein Name für Jungen und Mädchen, und bei den Maidu-Indianern bezeichnet óya eine medizinkundige Person, die im übertragenen Sinn das »Gift« aus dem Körper eines Kranken saugt.
Es gibt weitere schöne Bedeutungen in anderen Sprachen – liegt es womöglich an dem freundlichen Klang von »Oya«, dass dieses Wort immer etwas Lebensbejahendes transportiert? Für uns jedenfalls ist es Programm: Die Zeitschrift Oya wird mit lebensfördernden Inhalten aufgeladen sein.
Wie wird sich Oya von
KursKontakte unterscheiden –
und was bleibt?
– Das Redaktionsteam von KursKontakte bleibt bestehen und erweitert sich um zunächst zwei neue Mitglieder. So wird Oya auch den Kernthemen von KursKontakte, wie gemeinschaftliches Leben und Handeln, lebensförderndes Wirtschaften, Permakultur und Tiefenökologie, Sinnsuche und Lebensqualität jenseits der Konsum(un-)kultur, Bildungsfreiheit und einer Gesundheitskultur im Sinn der Salutogenese treu bleiben.
– Oya wird nicht mehr wie KursKontakte den Anschein erwecken, ein Anzeigenblatt zu sein (obwohl aufmerksame Leserinnen und Leser sehr wohl bemerkt haben, dass wir die redaktionellen Beiträge weitgehend frei von Anzeigen gehalten haben). Freilich wird es in Oya weiterhin Anzeigen geben, doch der Schwerpunkt wird stärker auf den redaktionellen Inhalten liegen.
– Oya wird in einem frischen, lebendigen Layout mit starken Fotos auf einem hochwertigeren, selbstverständich ökologischen Papier im Magazin-Format erscheinen.
– Oya wird sorgfältig ausgewählte Veranstaltungshinweise, Buch- und Kulturtipps aus dem kulturkreativen Spektrum enthalten.
– Oya wird über wechselnde Schwerpunktthemen berichten und mehr Reportagen, Interviews
und Gespräche enthalten als die jetzige KursKontakte. Für die ersten geplanten Themenschwerpunkte haben wir bereits Arbeitstitel: »Gemeingüter – wem gehört die Welt?«, »Vom Aussteiger zum Einsteiger – wie man ein sinnleeres Leben verlässt, um ein gutes Leben zu führen.« »Anders Wirtschaften – von Social Business, Regionalgeld und Schenkökonomie«, »Stadt und Land – kann Subsistenzwirtschaft die beiden Welten verbinden?« …
Oya wird noch vielfältiger und lebensnäher, als KursKontakte dies bisher realisieren konnte, über die vielen Initiativen, Projekte, Netzwerke, Bürgerforen und individuellen Lebenswege der kulturkreativen Bewegung berichten und diese über eine kommunikative Internetplattform vernetzen.
Noch werden die vielen Impulse hin zu einer lebensfördernden Gesellschaft in voneinander getrennten Netzwerken diskutiert und erprobt. Kaum jemand macht sich bewusst, welcher Reichtum an Praxis und Ideen bereits vorhanden ist, und es fehlt das zusammenführende Fundament, auf dem das Gesamtbild des Neuen entworfen und in seiner Verwirklichung unterstützt werden kann. Hier wird die Zeitschrift Oya ansetzen. Oya wird in die Zivilgesellschaft hineinwirken und jenseits aller Szenen mit dem nötigen Ernst und einer gesunden Skepsis, vor allem aber mit großer Herzenswärme und viel Optimismus Menschen unterstützen, gemeinsam die Zukunft zu gestalten.
Die Lesergenossenschaft ist in Gründung
Anfang Februar 2010 soll die erste Ausgabe von
Oya erscheinen. Aber aus eigener Kraft kann der Schmetterling Oya nicht aus seiner Puppe schlüpfen. Wir brauchen jetzt Ihre Unterstützung!
Dazu gründen wir nach den bewährten Beispielen der »taz«, der »Jungen Welt« oder auch der amerikanischen »Mother Jones« eine Genossenschaft. Alle Leserinnen und Leser, Autorinnen und Autoren, Anzeigenkundinnen und -kunden und alle sonstigen Freundinnen und Freunde von KursKontakte laden wir herzlich ein, sich daran zu beteiligen. Das Projekt soll bereits in seiner Firmenstruktur das zentrale Thema des Magazins, nämlich gemeinschaftliches Denken und Handeln, verwirklichen.
Als Genossenschaftsmitglied …
… legen Sie einen Genossenschaftsanteil (oder auch mehrere) von 200 Euro in das Unternehmen ein;
… werden Sie zur Generalversammlung der Mitglieder eingeladen, erfahren dort über die wirtschaftichen Belange des Unternehmens und können selbst Vorschläge für die weitere Entwicklung einbringen. In dieser Versammlung hat jedes Mitglied eine Stimme, unabhängig von der Anzahl seiner Genossenschaftsanteile;
… wählen Sie den Vorstand der Genossenschaft;
… haben Sie Anteil an der Ausschüttung des Jahresgewinns des Unternehmens, hier entsprechend
der Höhe Ihres Anteils;
… sind Sie Mitinhaberin und Mitinhaber eines
wichtigen kulturkreativen Magazins!
Wenn Sie sich für eine Mitgliedschaft in der
Genossenschaft interessieren, finden Sie weitere Informationen auf www.oya-online.de.
Wie die bisherigen KursKontakte-Abos in Oya-Abos umgewandelt werden können, erfahren Sie in der nächsten Ausgabe.
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