Biographie einer Zeitschrift: Aus KursKontakte wird Oya
Mit dieser Ausgabe 166 verabschiedet sich KursKontakte nach fast 22 Jahren in eine Art Winterschlaf. Nach ihrer Metamorphose kehrt sie im Vorfrühling 2010 in neuer Gestalt und unter neuem Namen in die Welt zurück: Aus KursKontakte wird die in Zukunft von einer Lesergenossenschaft getragene Zeitschrift Oya.
„Eigentlich sollte doch auch was drin zu lesen sein,warum bringen wir nicht einen Artikel in der ersten KursKontakte, die in Klein Jasedow hergestellt wird?“ Diese Frage von Johannes Heimrath, im Jahr 1998 in einem noch recht behelfsmäßigen Büro nach einem radikalen Umzug von der Schweiz nach Ostvorpommern gestellt, brachte den Stein ins Rollen. Soeben hatten wir die Zeitschrift von unserer Freundin Evi Wagner zurückgekauft, weil wir für unsere frischgebackenen Mediendesign-Azubis in der Human Touch GmbH ein lebensnahes Ausbildungsprojekt brauchten.
1988 hatte Johannes Heimrath KursKontake mit seinem Freund Stefan Keller als „Zeitschrift für ganzheitliche Bildung“ aus der Taufe gehoben. Als die Human Touch GmbH 1992 aus Bayern in die Schweiz umzog, hatte Evi Wagner das Heft übernommen und ein erfolgreiches Anzeigenblatt für die damalige Alternativszene daraus gemacht. KursKontakte lag gratis in Seminarhäusern, Heilpraktiker-Praxen oder Naturkostläden aus.
Nun sollte also in das Anzeigenblatt nach vielen Jahren wieder ein redaktioneller Artikel hinein. Ich schlug einen Text vor, der mir gefiel: ein Abdruck aus dem Weidenbaubuch aus dem AT-Verlag. Das fühlte sich gut an: Ein Beitrag über eine wunderbare Technik, die Welt zu verschönern. Ein redaktionelles Konzept schien uns in dieser Anfangszeit noch nicht nötig – wir hatten mit dem Aufbau unserer ruinösen Häuser im wilden Osten alle Hände voll zu tun.
Mit der Ausgabe 115 wurde alles anders, auch wenn das von außen kaum erkennbar war. Ich hatte im Internet auf den Seiten des „Scientific and Medical Network Journal“ einen Artikel mit dem Titel „The Healing Effect“ von Tony Scofield und David Hodges entdeckt. Die Autoren postulierten die These, dass die Wirksamkeit sowohl der komplementären als auch der konventionellen Medizin letztlich auf einem spirituellen Prinzip basiere, nämlich auf der Resonanz zwischen Therapeut und Patient. Würde die Alternativmedizin diesen Ansatz konsequent verfolgen, hätte sie nach Meinung der Autoren eine viel stärkere Position gegenüber der Schulmedizin, als wenn sie zweifelhafte wissenschaftliche Erklärungsmodelle ins Feld führte. Diesen Text wollten wir übersetzen und in KursKontakte veröffentlichen. Es begeisterte uns, wie mutig hier gesagt wurde: Hört auf, die Erklärungsmodelle eines alten Paradigmas dem Neuen überzustülpen. Plötzlich erschien uns KursKontakte ein perfektes Werkzeug, um genau das in allen wichtigen Bereichen zu kommunizieren.
Auf den Artikel „Wie Heilung geschieht“ reagierte ein den Energiemedizin-Geräten gegenüber kritisch eingestellter Geist, Hermann Grösser, und schrieb einen Folgeartikel. Der Funke war übergesprungen, die Diskussion eröffnet. In der übernächsten Ausgabe meldete sich unter anderen Rüdiger Dahlke mit einem Kommentar zum Thema zu Wort.
Andere Welten und die integrale Kultur
Uns interessierte mehr als der Wandel nur in der Gesundheitskultur. In allen Bereichen der Gesellschaft brodelte es untergründig. Der amerikanische Soziologe Paul H. Ray, auf den uns im Jahr 2000 Freunde und Autoren wie Jutta Gruber, Wolfgang Schmidt-Reinecke und Marco Bischof aufmerksam machten, gab uns die passende Bezeichnung für dieses Phänomen des Wandels: Das waren die Cultural Creatives, die „Kulturkreativen“, die sich selbst und eine „integrale Kultur“ neu zu erfinden begannen. Dieser Begriff, der die üblichen Szene-Grenzen der Alternativbewegungen überschreiten konnte, faszinierte auch die Redakteurinnen und Redakteure anderer Zeitschriften wie „Tattva Viveka“, „Info3“, „ZeitGeist“ und die beiden Schweizer Magazine „Spuren“ und „Zeitpunkt“, und so gründeten wir zusammendie Mediengruppe Kulturkreative. Auf unseren Treffen lernten wir gemeinsam, die Intention unserer redaktionellen Arbeit schärfer zu fassen und auszudrücken.
Bald bekamen wir im Redaktionsteam Unterstützung. Jochen Schilk, der seinen Zirkuswagen im Jahr 1998 von München nach Klein Jasedow gezogen hatte, um am Aufbau des Dorfs mitzuarbeiten, war das Handwerker-Dasein zu einseitig geworden. Das Angebot, sich doch in der KursKontakte redaktionell auszutoben, nahm er erst skeptisch, dann aber mit viel Enthusiasmus an und schrieb unter dem Motto „Andere Welten“ erste Artikel über die Rainbow-Bewegung, über Permakultur, das Gesellschaftsprojekt Dynamik 5 oder den Nuclear Free Future Award, über das Institut of Noetic Sciences oder die schrägen Romane von Tom Robbins.
Während ich begann, in der Rubrik, die wir „Kulturkreatives Spektrum“ nannten, auf der Suche nach den „Kulturkreativen“ biografische Porträts zu veröffentlichen und die Diskussionen der alternativen Gesundheitskultur oder die Debatte um den Geldbegriff und Regionalwährungen verfolgte, konnte Jochen in den „Anderen Welten“ alle nur denkbaren Randbereiche durchleuchten. Es war klar, dass in diesem Spannungsfeld noch weitere redaktionellen Inhalte Platz hatten.
Johannes Heimrath bot Wolfram Nolte und Dieter Halbach, Mitbegründer des Ökodorfs Sieben Linden, an, ihr damals eingestelltes Magazin „Eurotopia“ über die Ökodorf- und Gemeinschaftsbewegung in KursKontakte fortzuführen. So wurde ab Ausgabe 119 die Eurotopia-Rubrik zum festen Bestandteil des Hefts und glänzte mit Praxisberichten aus Gemeinschaften ebenso wie mit Grundsatzartikeln. In der Ausgabe 123 eröffnete die nächste Rubrik „Anders Lernen“ mit Anke Caspar-Jürgens Artikel „Plädoyer für die Familienschule“. Darin entwarf sie die Vision, dass Kinder selbstbestimmt in ihren natürlichen Lebenszusammenhängen lernen könnten. Kurz darauf entschieden sich das Holon-Netzwerk und die Gesellschaftsbewegung Dynamik 5, KursKontakte als Plattform für ihre Anliegen zu nutzen, und schließlich kam der Dachverband Freie Gesundheitsberufe ebenfalls unter das KursKontakte-Dach. Anfangs nur mit kleinen, vor allem verbandsintern relevanten Artikeln präsent, entwickelte Sonja Blank diese Rubrik bald zu einem Forum für visionäre Ideen einer anderen Gesundheitskultur – was den Kreis schließt.
Zwischen Anzeigen und Redaktion
Wie von selbst war KursKontakte zur Heimat einer ganzen Reihe kulturkreativer Initiativen geworden. Im Jahr 2002 hatten wir das Gefühl, es sei an der Zeit, mit dem Heft an den Kiosk zu gehen, denn unsere Artikel hatten eine größere Leserschaft verdient. Zu diesem Zweck bekam KursKontake einen symbolischen Preis von 1,90 Euro. Von ihrem Wesen her „Freeware“, hat sich die Zeitschrift mit ihrem Preis aber nie so richtig wohlgefühlt. Am Kiosk fiel des Heft buchstäblich aus dem Rahmen. Das bewusst gewählte ungeheftete Zeitungs-Format eignete sich nicht für eine Präsentation in den Regalen, die Zeitschriftenhändler warfen die Hefte nach kurzer Zeit in den Müll. Wir stoppten das Kiosk-Experiment, nachdem wir einiges Geld darin versenkt hatten. Ein Gutes hatte die Aktion aber doch: KursKontakte bekam erstmals Abonnentinnen und Abonnenten. Ihre Zahl wuchs kontinuierlich, bis es über 1000 geworden waren – nicht schlecht für ein Special-Interest-Magazin, das so gut wie gar keine Abonnenten-Werbung macht.
Mit dem wachsenden Abonnentenstamm begann sich aber ein Spalt in der Identität von KursKontakte zu öffnen: War es früher das bunte Anzeigenblatt, das der Szene ein paar subversive Texte unterschob, machten wir inzwischen eine anspruchsvolle Redaktion, veröffentlichten Artikel von hochrangigen Autorinnen und Autoren, kamen aber nach wie vor als Anzeigenblättchen verkleidet daher. Einerseits war es schön, für viele Angebote aus dem Bereich alternativer Therapien und Selbsterfahrung ein Forum zu sein, andererseits versteckten die vielen PR-Texte der Pinwand die eigentliche Redaktion, und KursKontakte wurde immer noch mehrheitlich mit diesen kurzen Pressetexten identifiziert. Vor allem die Anzeigen mit stark esoterischen Inhalten erschwerten den Zugang zu den Leserinnen und Lesern, die wir zunehmend erreichen wollten: Kulturkreative aller gesellschaftlicher Schichten, die ihre Welt eigenverantwortlich lebensfördernd gestalten wollen.
Die Leserumfrage in unserer Sommer-Ausgabe zeigte den Spalt überdeutlich: Fast alle der zahlreichen Leser, die den Fragebogen zurückgeschickt hatten, lasen regelmäßig die redaktionellen Rubriken der KursKontakte. Auf die Frage, über welche Produkte sie in der Werbung gerne informiert werden wollten, lautete die Antwort: Vor allem über Festivals, Kongresse und Konzerte und über Bücher, dann noch über Gesundheits- und ökologische Produkte, am Schluss rangierten Selbsterfahrungskurse. Wir hatten es geahnt: Unsere Anzeigen sind genau umgekehrt gewichtet! Freilich interessierten sich für die angebotenen Kurse die Gelegenheits-Leser in den Seminarhäusern, in denen der größte Teil unserer Auflage nach wie vor gratis auslag, aber ganz klar nicht mehr diejenigen, die sich ein Abo leisteten, um unsere Artikel zu lesen. Das darf man weder den Lesern noch den Anzeigenkunden antun.
Oya!
Diese Analyse hat uns bestärkt, die Entwicklung von Oya so schnell wie möglich voranzutreiben. Oya soll ein Magazin für die Leserinnen und Leser sein, es ist kein Anzeigenblatt, das in erster Linie kommerzielles Interesse suggeriert. Natürlich möchten wir unsere Leser auch mit Anzeigen über gute Produkte und Veranstaltungen erfreuen, wie es fast jede andere Zeitschrift auch tut. Werbung und Redaktion schließen einander nicht aus, aber die Redaktion muss klar in den Vordergrund treten. Oya soll nicht nur ein paar tausend, sondern hoffentlich in absehbarer Zeit 10 000 und mehr Menschen erreichen und Ermutigung und Inspiration für ein „gutes Leben“ vermitteln. Oya möchte ein Werkzeug sein, das die Leserinnen und Leser, Autorinnen und Autoren nutzen, um ihre Visionen und praktischen Beispiele eines gelungenen Zusammenlebens zwischen Menschen und zwischen Mensch und Natur zu beschreiben. Den Raum für diese Gedanken möchten wir so offen, frei und schön wie möglich gestalten. Deshalb ist der Wechsel vom losen Zeitungsformat in das gebundene Magazinformat und eine neue Optik so wichtig: Oya kann in dieser Form am Kiosk stehen und auch Menschen jenseits der alternativen Szenen ansprechen. Wir sind überzeugt, dass überall an den Rändern des sogenannten Mainstreams Menschen für genau unsere Themen brennen.
Die zukünftigen Redakteurinnen und Redakteure von Oya freuen sich auf die Arbeit an Fokus-Themen, zu denen alle gemeinsam beitragen, statt wie bisher in weitgehend selbständigen Rubriken zu arbeiten. Bereits bei der Diskussion über den ersten Fokus zu Gemeingütern, dessen Spektrum vom Schutz der natürlichen Ressourcen, wie Wasser, Luft oder Land, über den Umgang mit Gemeineigentum in der europäischen Geschichte und anderen Ländern und die Wissens-Allmende im Internet bis hin zur Lebenspraxis mit gemeinsam genutzten Gütern im Alltag reicht, wird das kreative Potenzial dieser Zusammenarbeit schon deutlich. Endlich haben wir die richtige Form gefunden, diese vielfältigen Synergien zu unser aller Nutzen zu erschließen.
In diesem Sinn verabschiedenen wir uns von KursKontakte mit viel Vorfreude auf Oya und mit großer Dankbarkeit für alle, die dieses Projekt bis hierher getragen haben. Ganz besonderer Dank gilt ausdrücklich unseren bisherigen Anzeigenkunden, die das Heft überhaupt ermöglicht haben.
Überraschend viele Abonnentinnen und Abonnenten haben bereits ihr KursKontakte-Abonnement unbesehen in ein Oya-Abonnement umgewandelt, einige sind auch schon der Oya-Genossenschaft beigetreten. Das freut uns besonders, und ihnen allen danken wir ebenfalls sehr herzlich. (Informationen über die Oya Medien eG finden sich auf www.oya-online.de.)
Es ist soweit: Der Schmetterling Oya klettert gerade aus dem Kokon und trocknet seine Flügel. Bald wird er sie spannen und lossegeln. Wir freuen uns über alle, die mitfliegen!
Hilfe, keine KursKontakte mehr?!
Besorgte Leserinnen und Leser haben uns Fragen gestellt, die vermutlich auch andere KursKontakte-Fans bewegen. Manche trauern dem unaufwendigen Zeitungsformat nach. Aber wir sind sicher, dass die Qualität von Oya über den Verlust des Gewohnten hinweghelfen wird.
– „Warum wird Oya teurer als KursKontakte? Dann werden doch viel weniger Leser das Heft kaufen oder abonnieren!“
Wir haben bisher nur wenige Abonnenten, weil KursKontakte sich nie aktiv als Abonnements-Zeitschrift sondern eher als Mitnahmeartikel zum Auslegen präsentiert hat. Die Gleichung „niedriger Preis = viele Leser“ ist nicht richtig. Ein für viele Leserinnen und Leser attraktives Heft ist zum Preis von KursKontakte nicht zu realisieren. Und den Preis werte Qualität wird geschätzt. So soll es bei Oya sein. Das Heft wird ca. 90 Seiten umfassen und 6 Euro kosten. Das Standard-Abonnement gibt es für 36 Euro (6 Ausgaben). Wer diesen Preis nicht aufbringen kann, wählt das Geringverdiener-Abo für 26 Euro. Seminarhäuser, Cafés oder Naturkostläden etc. können Lese-Exemplare als Service-Abo beziehen. Probehefte gibt es kostenlos, und wer Oya länger testen möchte, wählt ein Miniabo für drei Ausgaben.
– „Warum macht ihr ein Hochglanz-Magazin? Könnt ihr nicht bei einer ökologischen Produktionsweise bleiben?“
Die Herstellung von Druckerzeugnissen per se ist ökologisch problematisch – wie jede Industrie, die Ressourcen verbraucht und Logistik benötigt. Das Druckgewerbe ist heute für ökologische Fragen hoch sensibilisiert, und wir können nur generell darauf achten, den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten. Das haben wir bei KursKontakte getan, und das tun wir selbstverständlich auch bei Oya. Es gibt heute hervorragende, maschinenschonende Werkstoffe, die hohen ökologischen Ansprüchen genügen. So werden wir einen Papiertyp verwenden, auf dem auch das Greenpeace-Magazin erscheint.
– „KursKontakte war so sympathisch, weil man die ausgelesene Zeitschrift guten Gewissens in die nassen Schuhe stopfen konnte. Ich habe keinen Platz in der Wohnung, um 20 und mehr Bände Oya zu archivieren!“
Daran ist leider nichts zu ändern. In diesem Fall können wir nur empfehlen, ein Online-Abo zu buchen: Für 15 Euro bekommt man den Zugang zum Artikelarchiv und kann die neueste Ausgabe entweder online lesen oder sich gezielt einzelne Artikel ausdrucken.
– „Werde ich in Oya noch eine Kursübersicht finden?“
Ja, Oya wird weiterhin einen Terminkalender mit Kursen, Tagungen und Reisen aus dem kulturkreativen Spektrum enthalten. Als Werbeformate entfallen die Pinwand und der Infomarkt. Gestaltete Anzeigen (ab 1/6-Seite), Terminkalender-Einträge und Kleinanzeigen bleiben. An die Stelle der Pinwand treten von der Redaktion ausgewählte Empfehlungen für Veranstaltungen, Bücher, CDs oder Filme.
– „Muss ich zur Generalversammlung erscheinen, wenn ich einen Genossenschaftsanteil erwerbe?“
Sicherlich ist die jährliche Generalversammlung ein schöner Anlass, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen, aber es gibt kein Muss, sondern nur eine Einladung. Man kann auch seine Stimme delegieren.
– „Wenn ich meinen Anteil wieder aus der Genossenschaft herausnehmen möchte, wie geht das?“
Nach zwei Jahren kann erstmals gekündigt werden, später jeweils jährlich. Verkaufen lässt sich der Anteil jederzeit.
– „Wird es auch in Oya so ausführliche, tiefgründige Artikel geben, oder setzt ihr nur noch auf leichte Kost?“
Wir machen mit Oya die Zeitschrift, die wir selbst gerne lesen würden. Dazu gehört ein qualitätvolles Repertoire aus Reportagen, Essays, Interviews, Porträts und kürzeren oder längeren Informationen, Projekt- und Erfahrungsberichten. Das Redaktionsteam, das KursKontakte gestaltet hat, vertieft sich in Zukunft in Oya. Am Geist der Zeitschrift wird sich deshalb nichts ändern, wir werden aber freier sein und haben mehr Möglichkeiten, Themen auf unterschiedliche Weise zu erschließen und die Leser stärker einzubeziehen.
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