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Impressum
Testfelder für eine bessere Welt
erschienen in Ausgabe 166
Solar Village und Wasserlandschaft im Friedensdorf Tamera in Portugal.

Tamera, vor 14 Jahren von Sabine Lichtenfels und Dieter Duhm gegründet, arbeitet am Aufbau eines planetarischen Siedlungs- und Kulturmodells für eine Zukunft ohne Krieg. Testfelder für ein Solar­Village und eine Permakultur-Wasserlandschaft wurden gerade als Antwort auf den Klimawandel eröffnet. Während in der portugiesischen Öffentlichkeit vor allem die solaren Experimente Beachtung finden, spüren Besucher, dass hier ein noch tieferer Traum lebendig wird: der Traum von Gemeinschaft, Begegnung und menschlicher Entwicklung.

Lange Zeit blieb Tamera in der portugiesischen Medien­welt freundlich unbeachtet. Doch zur Zeit der Testfeld-Eröffnung geben sich nun die Pressevertreter die Klinke in die Hand. Als das Kamerateam von RTP, eine Art ARD Portugals, mit seiner Arbeit fertig ist und ich sie frage, ob sie das SolarVillage interessant fanden, hat der Kameramann, ein Hüne von Mann, auf einmal Tränen in den Augen. Mit der für die Portugiesen so charakteristischen weichen Stimme sagt er: „Es ist eine andere Welt. Man will am liebsten gar nicht mehr weg.“
Für einen Moment sehe ich Tamera mit seinen Augen: Mitten in diesem leeren, trockenen und verarmten Alentejo eine Wasserlandschaft mit Sonnenblumen an den Ufern. In einem Dorf aus futuristisch geformten Schattendächern und traditionellen Lehmhütten kommen Menschen aus vielen Ländern zusammen, und ihre verschiedene Sprachen klingen durcheinander, wenn sie sich zum Mittagessen begrüßen – zu einer Mahlzeit, die in spiegelnden Solarkochern zubereitet wurde. Die Freude der Menschen aneinander, eine gewisse erotische Offenheit, die Globalität, der Stolz auf das gemeinsam Erreichte – die Aufbruchskraft ist förmlich greifbar. Vielleicht, so mein gewagter Gedanke, ist Tamera ein Bild dafür, wovon Portugal eigentlich träumt? Und vielleicht können wir gemeinsam aufwachen.
Denn aufwachen muss auch Tamera. Zumindest von mir kann ich das sagen. In den fast sechs Jahren, die ich hier lebe, fand ich meine Gegenüber für die politische Netzwerkarbeit und Friedensarbeit in vielen Ländern. Aber Portugal stand nicht auf meiner inneren Landkarte. Die letzten drei Wochen haben dies verändert. Die GRACE-Pilgerschaft, zu der Sabine Lichtenfels jedes Jahr einlädt und die sonst durch Krisengebiete wie Palästina oder Kolumbien geht, verlief in diesem Jahr vom Steinkreis bei Évora zum Steinkreis von Tamera. Schritt für Schritt durch den Alentejo, durch Korkeichenwälder, Dörfer und Städte wurde meine Liebe zu diesem Land geweckt. Auch durch die weichen Laute der Sprache, die vielen Steinmonumente und Kraftorte, die sanfte Herzlichkeit und schüchterne Neugier der Menschen auf dem Land und natürlich das Meer. Doch wir gingen auch durch Eukalyptus- und Pinien-Monokulturen für die chilenische Papierindustrie, über verbrannte Hügelketten, durch Dörfer, in denen nur noch Alte leben. Wir wanderten durch das Industriegebiet von Sines und am Europahafen vorbei, dessen Containerschiffe von Singapur aus gesteuert werden und den europäischen Markt mit asiatischen Billigwaren versorgen. Eines der schönsten Dünengebiete Europas erstickt in Müll und ölkontaminiertem Abwasser, und wenn die Petrochemie ihre Abgase wieder mal an den Filtern vorbeileitet, stinkt es im Umkreis von 60 Kilometern. Die Korkeichen sterben, und die Kinder werden krank. Wieso halten die Menschen so still? Diogo Gomes, Mitarbeiter der Umweltorganisation Quercus: „Sie schweigen aus Angst, ihre Jobs zu verlieren.“ Willkommen im Wahnsinn der Globalisierung!
Buckminster Fuller sagte: „Um ein System zu überwinden, macht es keinen Sinn, es zu bekämpfen. Baut stattdessen eine Alternative auf, dann wird das alte System obsolet!“ Ich möchte ergänzen: Nicht irgendeine Alternative wird sich durchsetzen, sondern eine, die mit dem Traum der Erde von einer friedlichen, planetarischen Gemeinschaft in Resonanz steht. Das ist nach meiner Wahrnehmung der Kern der politischen Strategie von Tamera: diesen Traum wahrzunehmen und ihm Gestalt zu geben in Form eines Lebensmodells, in dem Menschen ohne Gewalt und Unterdrückung und in Kooperation mit der Natur zusammenleben. Wenn dies an zunächst einer Stelle gelingt, wird es an anderen Orten immer einfacher, und auch die schon bestehenden Friedensdörfer in Südamerika, Palästina, Tibet und anderswo können sich daran anschließen. Der Traum der Erde ist ein globaler Traum, und hier in Südportugal scheint er besonders lebendig zu sein.

Das solare Zeitalter beginnt
Dass in Zukunft die Menschheit ihre Energie aus der Sonne beziehen wird, daran kann niemand mehr zweifeln.
Der Alentejo gehört zu den sonnenreichsten Gebieten Europas. Welcher Ort könnte geeigneter sein für die Erforschung dezentraler Solarenergie! Seit 2004 kooperiert Tamera mit dem Erfinder und Physiker Jürgen Kleinwächter aus Lörrach, von dem mir dieser Satz in besonderer Erinnerung geblieben ist: „In Afrika beobachtete ich Frauen, die über 10 Kilometer wandern, um das letzte Brennholz zu sammeln. Da wurde mir klar, dass Technologie nur Bedeutung hat, wenn sie den Menschen hilft.“
Kleinwächters solare Anlagen können größtenteils in einfachen, regionalen Werkstätten gebaut werden, sie dienen zum Kochen in Gemeinschaftsküchen, zum Wasserpumpen, zur Wasserdesinfektion und zur bescheidenen Stromerzeugung. „Für die Erprobung suchte ich eine Gruppe, die auf dem Standard eines afrikanischen Dorfes zusammenleben würde und die ausreichendes technisches Wissen und Erfahrung im Zusammenleben hat, so dass sie nicht beim ers­ten Konflikt auseinandergeht.“ Mit Tamera fand er diese Gruppe. In fünf Jahren Zusammenarbeit wurden seine Entwicklungen weitergeführt.
An Ostern 2009 beschloss die SolarVillage-Projektgruppe, ihre solaren Anlagen zu einem vorläufigen Musterdorf zusammenzusetzen. So entstand ein Testfeld für ein SolarVillage, in dem die Technik nun ein Jahr lang unter Praxisbedingungen erprobt und optimiert wird. Ein Landschaftsgärtner und ein Architekt entwarfen das Design für ein Dorf mit sozialen Treffpunkten, offener Gemeinschaftsküche, Wohnpavillons und einem künstlichen Bachlauf. Wie so oft, wenn man ein konkretes Ziel hat, kamen von vielen Seiten genau die Fachleute, die gebraucht wurden, und in einer Zeit intensivster Teamarbeit, oft bis spät in die Nächte hinein, wurden das Dorf und die technischen Anlagen realisiert und ein Permakulturteich angelegt.
Am 17. Oktober 2009 wurde das Testfeld eröffnet. Die Oktobersonne traf auf die verschiedenen Anlagen, die sie in Speicherwärme, in Hitze und Dampf zum Kochen, in Musik, in mechanische Energie zum Wasserpumpen und in Elektrizität verwandelten. Das Dorf umfasst futuristische Anlagen, zu denen auch eine Solarorgel gehört, sowie Maschinen wie den Niedertemperatur-Stirling, der Laien wie mich an die Lokomotive Emma aus dem Bilderbuch erinnert.
Ein 60 qm großes Foliengewächshaus bildet den technologischen Kern: Durch ein Lichtfiltersystem wird Pflanzenöl auf 200 Grad erwärmt und gespeichert. Einer der ­Gäste, David Lehrer, Leiter des Arava-Wüsteninstituts in Israel, meinte dazu: „Ich wünschte, wir wären selbst auf diese Idee gekommen.“ Die solare Küche kann von diesem Speicher bei Tag und Nacht mit Dampf und Heißöl beschickt werden. Ebenso der „Sunpulse Hotoil“: Der Niedertemperatur-Stirling verwandelt die Temperaturunterschiede zwischen dem Heißöl und kaltem Wasser in elektrische Energie. Sie betreibt das Licht in der Solarküche und eine Werkstattsäge.
Dazu der Erfinder Jürgen Kleinwächter: „Das System ist in zweierlei Hinsicht innovativ: Es bietet Lösungen für das Speicherproblem, und es macht die Solarenergiegewinnung unabhängig von Photovoltaik und damit von der Großindustrie.“ So wurde das Testfeld komplett in den kleinen Werkstätten von Lörrach und Tamera gebaut. Für die sonnenarme Zeit im Winter soll das Testfeld noch durch eine Biogas­anlage ergänzt werden. Ein großer Scheffler-Spiegel ergänzt die Solarküche für das Kochen bei Sonnenschein.
Eine Journalistin der portugiesischen Presseagentur sagte: „Ihr schwimmt ja gegen den Strom, ihr tut ja genau das Gegenteil von dem, was die multinationalen Konzerne wollen.“ Etwas daran hat sie wohl überzeugt, denn ihr Artikel erschien in über 20 Presseorganen in Portugal und Brasilien. Einer der Kommentare in den Online-Medien: „Bürgermeister im Alentejo! Unterstützt dieses Projekt, damit die Energiegesellschaft eure Gemeinden nicht noch ärmer macht.“

Wasser ist Leben
Mehr noch als die Energiefrage berührt in Südportugal das Schicksal der Natur. Als Sepp Holzer im März 2007 das erste Mal nach Portugal kam, stieg er schon polternd aus dem Flugzeug: „Diese Dürre ist nicht naturgegeben. Sie ist das Zeichen falscher Bewirtschaftung.“ Der Bergbauer aus Österreich ist weltbekannt für seine scharfen Analysen, aber mehr noch für seine Projekte der Renaturierung. Weltweit schafft er ungewöhnliche Naturbiotope. Er entwickelte eine Art der Permakultur, ohne das Wort je gehört zu haben. Seine „Kiwis auf der Alm“ wurden Legende. Mit einem überaus feinen Gespür für Lebendiges und ohne Angst vor großen Eingriffen schafft er es, in kargen Gebieten fruchtbare Landschaften aufzubauen. Kaum in Tamera angekommen, sagte er: „Hier muss ein See hin. Er ist ja schon da, seht ihr ihn nicht?“ Nun, ehrlich gesagt, die meisten von uns sahen ihn damals noch nicht.
Holzer vermittelte seine Vision so überzeugend, dass eine Gruppe von Verwirklichern im Sommer desselben Jahres begann, die Wasserlandschaft zu realisieren. Über 100 000 Tonnen Erde wurden bewegt, eine Straße verlegt, Dutzende von Bäumen umgepflanzt, ein Damm gebaut. Fast einen Kilometer lang ist sein Ufer. Obwohl es im folgenden Winter so wenig regnete wie seit 17 Jahren nicht mehr, füllte sich der erste See der Permakultur-Wasserlandschaft schon zur Hälfte. Im nächsten Winter entstanden zwei weitere kleine Seen im bisherigen Garten.
Heute ist es wie ein Wunder, das Wunder des Wassers in einer trockenen Landschaft. Die Fische und Enten tun so, als seien sie schon immer dagewesen. An den Uferterrassen gedeihen Früchte und Gemüse, im Sommer ist es gelb von Sonnenblumen und grün von Mais, bewässert mit Schläuchen aus den gleich darunter liegenden Teichen. Das Wasser dringt langsam in den Erdkörper ein, und nach und nach kehrt die Fruchtbarkeit zurück. Große Findlinge wurden im und am See aufgestellt. Ein „rotes Sofa“ aus Lehm und zwei kleine Badestrände sind Anziehungspunkte für Gäste und Kinder. Zur Hälfte unsere Aula umgebend, ist der See im Sommer Kulisse für Theater, Spiele und Rituale.
Starhawk, die Permakulturlehrerin aus San Francisco, schrieb nach ihrem Besuch im Sommer: „Nur jemand, der in einem sommertrockenen Klima lebt, kann meine gemischten Gefühle aus Inspiration und purem Neid nachvollziehen, die mich auf den Wegen erfüllten, die zwischen der schönen Aufreihung von Seen und Teichen mäandern.“
Hinter dem Bau der Wasserlandschaft, die sich so natürlich in die Landschaft schmiegt, steckt mehr technisches Know-how, als man auf den ersten Blick sieht. Tamera-Ökologin Silke Paulick: „Durch die verschiedenen Tiefenzonen finden die verschiedensten Pflanzen und Tiere eine Heimat. Die unterschiedlichen Temperaturen erzeugen Wasserströmungen, die die Selbstreinigungskräfte des Sees anregen. So bleibt das Wasser zu jeder Jahreszeit klar, und die Schmutzpartikel werden dorthin geschwemmt, wo sie Sumpfpflanzen als Dünger dienen.“ Wie alles in einer Permakultur, haben auch die Findlinge mehrere Funktionen: Sie sind nicht nur schön, sondern auch Wärmespeicher, die den Anbau von frostempfindlichen Pflanzen ermöglichen.
„Wasser ist Leben“, sagt Holzer. Wo könnte dieses Wort mehr Bedeutung haben als im Alentejo, wo es im Sommer staubtrocken ist, dafür im Winter oft wochenlang gießt. Da der Boden durch die falsche Bearbeitung seine Speicherkapazität verloren hat, nimmt das Wasser noch den letzten fruchtbaren Mutterboden mit. Eine Luftaufnahme des Alentejo zeigt eine Landschaft, die – wenn das Baumsterben weitergeht – in wenigen Jahren jegliche Vegetation verloren haben wird. Sepp Holzer mahnt: „Winterregen ist purer Reichtum. Wer ihn nicht speichert, ist wie einer, der sein Geld in den Sparstrumpf stopft, aber nicht darauf achtet, ob dieser unten Löcher hat.“
„Dieses Beispiel sollte Schule machen“, meint Silke Paulick. „Wenn in der ganzen Region Wasserlandschaften wie diese entstehen, kann der Alentejo ganzjährig wieder eine blühende Landschaft werden.“

Gemeinschaft und Heilung
Was nützen perfekte Ökologie und Technologie, wenn die Menschen, die sie betreiben und mit ihr leben, nicht in der Lage sind, in Frieden zu leben? Für eine Zukunft ohne Krieg braucht es Forschung, Wissen und Ausbildung im Thema Gemeinschaftsaufbau und Konfliktfähigkeit. Das war von Anfang an das Hauptthema von Tamera: Innere Friedensarbeit, Gemeinschaftswissen und Kommunikation auch über die Dinge, die sonst unter den Teppich gekehrt oder zur Privatangelegentheit erklärt werden: Konkurrenz, Wut, Eifersucht, Liebe, Eros. Ob in diesen unteren Stockwerken der Seele das Licht des Bewusstseins hineinleuchtet oder ob es im Dunkeln wirkt, daran entscheidet sich, ob ein Mensch, eine Gemeinschaft oder eine Gesellschaft friedlich sind oder nicht, ob die Menschen zusammenarbeiten oder heimlich gegeneinander.
„Gemeinschaft ist das Organ, das weltweit am meisten verletzt wurde“, sagt Sabine Lichtenfels. „Indem der moderne Mensch die Stammeskulturen zerstörte, begann er, das Wissen darüber zu zerstören, wie man zusammenlebt, dass sich die Kräfte ergänzen.“ Die Ethik, auf die sich die Tamera-Gemeinschaft geeinigt hat, beruht auf drei Regeln: Wahrheit untereinander, gegenseitige Unterstützung, verantwortliche Teilnahme. Die Begegnungen im „Forum“ und das Studium der für die Gemeinschaft wichtigen Texte sowie die Arbeit an der gemeinsamen Aufgabe halten diese Regeln lebendig.
Alle Projektgruppen in Tamera treffen sich zum täglichen „Forum“, um Transparenz untereinander zu schaffen und sich in künstlerischer oder auch ganz nüchterner Form über ihre Innenvorgänge zu informieren. „Kunst statt Therapie“, ist ein Motto dafür, ein anderes „Sehen ist Lieben“. Transparenz ermöglicht Verstehen. Dazu Sabine Lichtenfels: „Ein Forumsauftritt wird immer dann interessant und heilsam, wenn man sich von seinem Problem ent-identifiziert. Ich bin nicht mein Problem. Mein Problem ist das Geschenk, das mir das Leben mitgegeben hat, um in einem speziellen Bereich Heilung zu schaffen. Wenn ich das verstanden habe, werde ich meine Schwachstellen nicht mehr verstecken, sondern mit Lust zelebrieren. Jeder andere wird sich darin wiedererkennen. So entsteht Vertrauen.“
Das Morgenstudium ist ein weiteres gemeinschaftliches Angebot in Tamera. An verschiedenen Orten gibt es jeden Morgen ab sechs Uhr jemanden, der Tee und Kaffee kocht und den Studienraum bereitet. Man studiert die Literatur der Projektgründer, z. B. „Die heilige Matrix“ von Dieter Duhm oder „Grace“ von Sabine Lichtenfels, aber auch Bücher von Sri Aurobindo, Satprem, Prentice Mulford, Peace Pilgrim oder Jacques Lusseyran. Ina, die den Raum für das Morgenstudium hütet: „Ich liebe es, mich morgens mit klaren, positiven Gedanken zu füllen. So klärt sich der Geist, die Dämonen der Nacht verschwinden, und oft finde ich einen Kraftsatz, der mich den ganzen Tag über begleitet.“ Andere nutzen die Schweigestunde, um Tagebuch zu schreiben oder um Fragen zu formulieren, die sie im nächsten Kolloquium stellen. Die Kraft des Denkens, die in vielen New-Age-Gruppen so abgelehnt wird, wird in Tamera intensiv gepflegt.
Tamera-Gründer Dieter Duhm sagte bei der Eröffnung des SolarVillage-Testfelds: „Die abendländische Geschichte der Gewalt hat bei uns allen ein kollektives Trauma hinterlassen. Die Menschheit muss sich von ihrem Trauma befreien, damit sie nicht unbewusst immer wieder dieselben Strukturen der Gewalt aufbaut. Deshalb brauchen wir neben dem Testfeld für Solartechnologie auch ein Testfeld für die Heilung und Neu-Konditionierung des Menschen.“
Wie eine vollständige Gemeinschaft aussehen könnte, das kann man im Steinkreis von Tamera studieren. Mit Hilfe des slowenischen Geomanten Marko Pogaˇcnik und Peter Frank entstand ein moderner Steinkreis mit über 60 Steinen, ein spirituelles Gemeinschaftskunstwerk und Fest- und Ritualplatz der Gemeinschaft, ein Ort, um die innere Stimme abzufragen. Sabine Lichtenfels erklärt: „Hier finden sich alle wesentlichen Elemente und Archetypen, die in einer funktionierenden Gemeinschaft integriert und balanciert sein wollen. Dazu gehören Steine für die Berufe, Eigenschaften und Qualitäten. Auch Steine für die Länder, mit denen wir eng kooperieren, also Kolumbien, Israel und Tibet.“ Seit einem halben Jahr steht hier auch ein Stein für Portugal.


Leila Dregger, 50, freie Journalistin mit Sitz in Tamera. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit den Themen Friedensarbeit, weibliches Bewusstsein, Ökologie. Sie besuchte Friedensprojekte und Gemeinschaften in fast allen Kontinenten. Sie plant den Aufbau einer Schule für Friedensjournalismus in Tamera.

Buchempfehlungen zu Tamera:
Dieter Duhm: Die heilige Matrix – von der Matrix der Gewalt zur Matrix des Lebens. Meiga 2001
Sabine Lichtenfels: Tempel der Liebe – Reise in ein Zeitalter der sinnlichen Erfüllung. Meiga 2009


  Autoren

Dregger, Leila

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